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Oleander erfolgreich überwintern

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Oleander erfolgreich überwintern

Durch seinen kräftiger Wuchs und seine schöne Blattform ist Oleander ein wunderschöner Hingucker im Garten. Seine großen Blüten ziehen alle Blicke auf sich. Doch wie viele weitere Pflanzen aus dem Mittelmeerraum verträgt auch dieser mediterrane Klassiker nicht alle Wetterlagen in unserer Region. Daher ist es wichtig, einige Regeln bei der Überwinterung zu beachten. So übersteht die Pflanze den Winter unbeschadet und verschönert den Garten noch viele Jahre.

Die richtige Pflege im Garten

Die richtige Pflege im Garten
Oleander werden idealerweise in Kübeln angepflanzt. Dadurch ist der Umzug in das Winterquartier leicht möglich. Im Freien übersteht die wärmeliebende Pflanze unsere kalten Winter meist nicht, Frost und Kälte setzen ihr stark zu. Denn der schöne Oleander ist mediterraner Herkunft. Er mag es gerne warm und sonnig. Im Freien braucht er von Frühjahr bis Herbst einen sonnigen Standort, am besten geschützt vor Wind und Regen. Obwohl er ursprünglich aus einer eher trockenen Gegend stammt, benötigt Oleander sehr viel Wasser. An sehr heißen Sommertagen sollte er bis zu dreimal täglich gegossen werden, damit er sich wohlfühlt. Dazu empfiehlt es sich, regelmäßig zu prüfen, ob die Erde zu trocken ist. Effektiv ist es auch, den Topf auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer zu stellen.

Der richtige Zeitpunkt für den Umzug

Der richtige Zeitpunkt für den Umzug
Die südländische Pflanze sollte so lange wie möglich im Garten oder Balkon und Terrasse stehen. Leichten Frost bis minus fünf Grad verträgt sie recht gut. Sinken die Temperaturen jedoch weiter, kann die sonst so robuste Pflanze Schaden nehmen.

Daher sollten Oleander im Herbst oder frühen Winter in ihr Winterquartier gebracht werden. Bei sehr milden Temperaturen in der Winterzeit ist es auch möglich, Oleander das ganze Jahr über im Garten zu lassen. Hier muss im Winter für ausreichenden Schutz durch das Vlies geachtet werden und regelmäßig geprüft werden, wie der Zustand der Pflanze ist.

Der Zeitpunkt hierfür ist entscheidend und sollte sich nach der Wetterlage richten. Je länger Oleander bei milden Temperaturen draußen bleiben kann, desto kräftiger und besser für den Winter gerüstet ist er. Für den Übergang kann die Pflanze auch vorerst an einen geschützten Standort im Garten, beispielsweise an der Hauswand, aufgestellt werden. Eingepackt in Vlies kann Oleander so die letzten milde Tage draußen verbringen, bevor die Temperaturen merklich kühler werden.

Vorbereitungen für das Winterquartier

Vorbereitungen für das Winterquartier
Ist dies der Fall, wird es Zeit für den Umzug. Hierzu sind einige Vorbereitungen zu treffen. Die Pflanze wird zuerst geputzt, auf Schädlinge kontrolliert und von Unkraut befreit. Zurückschneiden sollte man nur vorsichtig, besser wird dies im Frühjahr erledigt. Nur kahle Triebe kommen für den Schnitt in Frage.

Das Winterquartier sollte eine konstante Temperatur im Bereich zwischen null und zehn Grad aufweisen. Zudem ist ein heller und gut belüfteter Standort Pflicht, damit sich Oleander auch im Winter wohlfühlt. Am besten geeignet sind ein kalter Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus. Ferner ist auch ein kalter Keller empfehlenswert. Je dunkler der Raum, desto niedriger muss die Temperatur sein.

Viel Wasser braucht die Pflanze in dieser Phase nicht. Ca. einmal pro Woche steht eine Begutachtung an, ob Oleander Wasser braucht oder von Schädlingen befallen ist. Denn bei zu hohen Temperaturen besteht die Gefahr, dass Oleander im Winterquartier von Schildläusen oder Spinnmilben befallen wird.

Der optimale Start in den Frühling

Im Frühling muss der richtige Zeitpunkt abgewartet werden, an dem Oleander wieder ins Freie darf. Dieser Zeitpunkt hängt stark von den Temperaturen draußen und den Bedingungen während des Winterquartieres ab. Je nach Wetter können Oleander bereits Ende März oder Anfang April wieder nach draußen, wenn im Winterquartier auch Temperaturen unter zehn Grad geherrscht haben. Sie sind unempfindlicher gegenüber niedrigen Temperaturen oder leichtem Nachtfrost. Hat die Pflanze in wärmeren Räumen überwintert, sollte sie erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ins Freie.

Je früher Oleander wieder direktes Sonnenlicht genießen kann, desto früher beginnt seine Wachstumsphase. Hat der Oleander im Winterquartier bereits Triebe gebildet, sollte im Zweifel noch ein wenig mit dem Umzug ins Freie gewartet werden, denn diese jungen Triebe sind sehr empfindlich.

Die Pflanze muss sich nach dem Winterquartier nach und nach an die neuen Bedingungen draußen gewöhnen. Daher sollte Oleander in den ersten Wochen im Schatten an einem geschützten Ort stehen. Um den Wuchs optimal zu fördern, werden alte Triebe stark zurückgeschnitten. Dadurch treiben sie kräftig neu aus. Junge Triebe dürfen weniger stark geschnitten werden. Gestutzte Triebe tragen erst im Folgejahr Blüten. Beim Zurückschneiden ist zu beachten, dass der Saft und alle Teile der Pflanze giftig sind. Daher sollten beim Zurückschneiden stets Handschuhe getragen werden.

Der Frühling ist auch der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen der Pflanze. Frische Erde und mehr Platz wirken wie eine Kur. Zudem freut sich Oleander über nährstoffhaltigen Dünger. Je jünger die Pflanze, umso häufiger ist Umtopfen nötig.

Expertentipp

Während des Zurückschneidens im Frühling lässt sich Oleander ganz einfach vermehren. Dafür werden ca. 20 Zentimeter lange Stück abgeschnitten und aufgehoben. Die unteren Blätter werden entfernt und der Steckling in ein Wasserglas gestellt. Haben sich zarte Wurzeln gebildet, werden die Stecklinge eingetopft. So zieren bald weitere schöner Oleander den Garten. Werden die oben beschriebenen Tipps auch für diese Pflanzen umgesetzt, steht einer sorglosen Überwinterung nichts mehr im Wege!

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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