Von vielen Pflanzenliebhabern werden Orchideen aufgrund ihrer Blütenpracht und Vielfalt als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Die Familie der Orchideengewächse umfasst mehr als 25.000 Arten, die ursprünglich in den tropischen Regenwäldern beheimatet sind. Zu den beliebtesten Zimmerpflanzen hierzulande zählen die Phalaenopsis und die Schmetterlingsorchidee. Die exotischen Schönheiten gibt es in vielen attraktiven Farben und Blütenformen, wobei die meisten Sorten unkompliziert in der Pflege sind. Um in der Zimmerkultivierung gut gedeihen zu können, sollten ideale Voraussetzungen geschaffen sowie einige Regeln bezüglich der Pflege beachtet werden.
Kann eine vertrocknete Orchidee gerettet werden?
Obwohl der Hobbygärtner seine Tropenschönheit liebevoll gepflegt hat, weist sie plötzlich vertrocknete Stängel, Blüten und Blätter auf. Das ist nicht gleich ein Grund zur Besorgnis, denn nicht alle Orchideen-Sorten blühen unentwegt. Um frische Kraft und Energie für die nächste Blütezeit zu sammeln, legt die Tropenpflanze eine Ruhezeit ein.
Als sichtbares Zeichen vertrocknen sämtliche Pflanzenteile der ansonsten fleißig blühenden Orchidee. Während dieser Wachstumsruhe können Sie die verwelkten Blüten der Orchidee auszupfen, die Stängel und Blätter hingegen werden einfach abgeschnitten. Gießen Sie die Orchidee sparsam und stellen das Düngen gänzlich ein. Bringen Sie die Pflanze an einen möglichst hellen Standort und besprühen sie einmal wöchentlich mit kalkarmem Wasser.
Trockenheit und Staunässe

Der häufigste Pflegefehler bei Orchideen ist eine unsachgemäße Bewässerung der Pflanze. Obwohl die schöne Exotin Trockenheit besser verträgt als Staunässe, sollten beide Extreme vermieden werden. Die Anzeichen von vertrockneten und zu viel bewässerten Pflanzen ähneln sich sehr. Orchideen reagieren äußerst empfindlich und zeigen ihr Unbehagen in Form von unschönen braunen und gelben Blättern. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig, ob das Substrat gleichmäßig feucht ist. Sind die Wurzeln der Orchidee ausgetrocknet und hell, leidet die Pflanze unter erheblichem Wassermangel.
Vertrocknete Orchideen retten

Deuten die Anzeichen auf einen Wassermangel der Orchidee hin, sollte diese unverzüglich mit ausreichend Wasser versorgt werden. Es empfiehlt sich, das Pflanzgefäß in kalkarmes, lauwarmes Wasser zu tauchen, bis sich sowohl das Substrat als auch die Wurzeln mit Wasser vollgesogen haben. Sehr stark vertrocknete Orchideen sollten Sie umgehend umtopfen.
Als Substrat eignet sich spezielle Orchideenerde, die die Tropenpflanze mit genügend Nährstoffen versorgt. Tauchen Sie das Tropengewächs nach dem Umtopfen für einige Zeit in Wasser, bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind. Alle grünen Luftwurzeln der Orchidee sind noch gesund und vital, die braunen vertrockneten Pflanzenteile hingegen werden mit einem scharfen, sauberen Messer abgeschnitten. Geben Sie Ihrer Pflanze nach dem Umtopfen etwas Zeit sich zu erholen, bevor Sie mit dem Düngen beginnen.
Standort und Pflege im Winter
Auch während der kalten Jahreszeit ist der richtige Standort ein wichtiger Aspekt für das gesunde Wachstum der Orchideen. Spezielle Pflanzenlampen sorgen für richtige Lichtverhältnisse, ein regelmäßiges Besprühen der Luftwurzeln hingegen für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit.
Die aus den Tropen stammenden Orchideen reagieren besonders sensibel auf Kälte und Zugluft. Einige Orchideen-Sorten werfen im Winter ihr Laub ab. Diese Pflanzen sollten während der kalten Jahreszeit sparsam gegossen werden. Untersuchen Sie die Blätter der Orchideen hin und wieder auf Schädlingsbefall wie Läuse, Thripse oder Spinnmilben.
Expertentipp
Wenn die Orchidee alle Blätter verloren hat, hilft Spezialdünger mit hohem Stickstoffanteil, dass das Wachstum wieder angeregt wird. Schwung. Diesen verabreichen Sie alle zwei Wochen über das Gießwasser. Blüten werden in dieser Zeit gleich entfernt, da sie die Pflanze zu viel Kraft kosten. Erst mit zwei vitalen, gesunden Blättern ist sie kräftig genug, um zu blühen.
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