Während im Frühjahr und Sommer die größte Gefahr für Orchideen von zu viel Sonne ausgeht, kommen Probleme wie zum Beispiel ein Sonnenbrand der Pflanze während der kalten Wintermonate nur noch selten vor. Insbesondere in den Monaten Dezember, Januar und Februar gibt es dafür andere Risiken, welche es zu beachten gilt.
Luftqualität
In der Regel wird während der kalten Wintermonate die Heizung verstärkt genutzt, was wiederum dazu führt, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum deutlich abnimmt. Sobald die Auswirkungen auf die Orchidee hat, kommt es zu einem Knospenfall. Damit die Pflanze weiterhin gut wachsen und viele Blüten ausbilden kann, sollte die Luftfeuchtigkeit optimiert werden. Dazu kann man beispielsweise gelegentlich die Wäsche im Zimmer trocknen oder einige Schalen mit Wasser aufstellen. Gut geeignet sind auch so genannte Fensterbankschalen, auf welche die Orchideen ihren Platz finden. Diese verfügen über ein Gitter, somit wird das enthaltene Wasser nach und nach in Richtung der Pflanzen verdunstet.
Staunässe

Staunässe gilt es bei der Pflege von Orchideen grundsätzlich zu vermeiden, da diese eine Gefahr für die Pflanze und insbesondere für ihre Wurzeln darstellt. Durch die kühlen Temperaturen im Winter sowie die geringere Sonneneinstrahlung benötigt die Orchidee weniger Feuchtigkeit, da sie erst im Frühling neue Blätter und Wurzeln ausbildet. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wasserversorgung immer an die Jahreszeit sowie an die Witterung angepasst wird. Vor dem Gießen wird geprüft, ob die Pflanze bereits Wasser benötigt. Fühlt sich der Topf leicht an und haben die Wurzeln bereits eine silbrige Farbe angenommen, so ist es Zeit, die Pflanze einmal unterzutauchen. Bei enthaltener Restfeuchtigkeit sollte noch etwas abgewartet werden, bis die Orchidee vollständig abgetrocknet ist.
Mangelndes Sonnenlicht

Die Wintermonate sind meistens sehr dunkel und verfügen nicht über das Lichtangebot, welches die Orchideen aus ihren tropischen und subtropischen Ursprungsländern gewöhnt sind. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Pflanzen am lichtreichsten Fenster zu platzieren. Während des Winters vertragen sie in der Regel sogar direkte Sonneneinstrahlung. Ab Anfang März ist jedoch wieder Vorsicht geboten, damit es nicht zu einem Sonnenbrand kommt. Alternativ können künstliche Pflanzenlichtquellen verwendet werden, welche den Orchideen die benötigte Lichtmenge bieten.
Zugluft
Öffnet man ein Fenster zum Lüften während des Winters, so dringt die kalte Luft direkt in den Innenraum ein. Die direkte, eiskalte Zugluft wird von Orchideen nicht vertragen. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass sie ihre gesamten Blüten abwirft. Auch die Blütenknospen zeigen sich gegenüber Kälte sehr empfindlich. Es ist daher wichtig, Orchideen vor direkter Zugluft zu schützen und auch beim Orchideenkauf während der Wintermonate dafür Sorge zu tragen, dass die Pflanzen während des Transports ausreichend gut eingepackt werden.
Expertentipp
Möchte man seinen Orchideen ein optimales Winterquartier bieten, so eignet sich dafür ein Terrarium. Dies verfügt in der Regel über Tageslichtlampen, einer Heizung und einem speziellen Luftbefeuchter und bietet den Pflanzen daher die optimalen Bedingungen, um auch bei kälteren Temperaturen ungestört wachsen zu können.
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