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Gewächshaus

Passen Tomaten & Gurken im Gewächshaus zusammen?

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Passen Tomaten und Gurken im Gewächshaus zusammen

Mehr und mehr Hobbygärtner pflanzen im Garten und im Gewächshaus gerne Gemüse an. Tomaten und Gurken gehören zu den begehrtesten und am häufigsten kultivierten Sorten. Wenn es darum geht beide Gemüsesorten in einem Gewächshaus zu kultivieren, wird jedoch meist von diesem Vorhaben abgeraten.

Tomaten und Gurken haben grundsätzlich völlig andere Bedürfnisse, sodass sie im industriellen Anbau tatsächlich nicht gemeinsam kultiviert werden. Doch wenn das Gewächshaus über eine ausreichende Größe verfügt, ist der gemeinsame Anbau für Hobbygärtner mit ein wenig handwerklichem Geschick durchaus kein Problem.

Unterschiedliche Bedürfnisse von Tomaten und Gurken

Tomaten stammen ursprünglich aus Südamerika und benötigen einen luftigen Standort mit viel Sonne und viel Wasser. Die ideale Temperatur liegt bei circa 25 Grad Celsius.

Auch wenn die Pflanzen viel Wasser benötigen, vertragen Tomaten keine Staunässe und auch an die Blätter sollte kein Wasser gelangen. Feuchte Blätter begünstigen Krankheiten und Schädlingsbefall.

Gurken gehören zu den Kürbisgewächsen und werden schon seit beinahe 3000 Jahren kultiviert. Da die Früchte der Gurkenpflanze zum größten Teil aus Wasser bestehen, benötigen Gurken viel Feuchtigkeit, um prächtig zu gedeihen.

Im Unterschied zu Tomaten vertragen Gurken jedoch zu viel direkte Sonneneinstrahlung nur schlecht. Grundsätzlich sollten Gurken daher immer an der sonnenabgewandten Seite des Gewächshauses gepflanzt werden und notfalls durch ein Schattierungsnetz vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Die Hauptunterschiede zwischen Tomaten und Gurken zeigen sich demnach in der unterschiedlichen Sonnenverträglichkeit und in der Verträglichkeit von Feuchtigkeit. Tomaten und Gurken haben also zumindest zum Teil völlig andere Bedürfnisse.

Dennoch gibt es auch Gemeinsamkeiten. Beide Gemüsesorten mögen es warm und gedeihen am besten in nährstoffreichen Böden. Zudem haben sie ähnliche Reifezyklen.

Gemeinsame Zucht in einem Gewächshaus

Gemeinsame Zucht in einem Gewächshaus


Um Tomaten und Gurken trotz ihrer unterschiedlichen Bedürfnisse gemeinsam in einem Gewächshaus zu kultivieren, muss das Gewächshaus groß genug sein, um zwei Klimazonen darin zu errichten.

Die Mindestgröße für ein solches Vorhaben liegt bei etwa 6 Quadratmetern, besser ist jedoch ein Gewächshaus mit einer Größe von 8 bis 12 Quadratmetern. Das Gewächshaus ist idealerweise zudem mit Lüftungsfenstern ausgestattet.

Tomaten und Gurken wachsen in die Höhe. Das Gewächshaus sollte daher mindestens eine Höhe von 2m haben.

Verschiedene Klimazonen einrichten

Verschiedene Klimazonen einrichten
Damit beide Gemüsesorten unter optimalen Bedingungen in einem Gewächshaus kultiviert werden können, benötigen Tomaten und Gurken jeweils verschiedene Klimazonen.

Diese können recht einfach mithilfe einer Gewächshausfolie entstehen, die entweder mit Gartenhausclips oder durch eine eingebaute Lattenhalterung in der Mitte des Gewächshauses angebracht wird. So entstehen zwei voneinander abgetrennte Räume, in denen die verschiedenen klimatischen Bedürfnisse beider Gemüsesorten entstehen können.

Gurken im hinteren Gewächshausteil pflanzen

Gurken werden am besten im hinteren Gewächshausteil angepflanzt. Optimal ist es, wenn sich der hintere Gewächshausteil an der zur Sonne abgewandten Seite befindet. Für die lichtempfindlicheren Gurken sollten in diesem Bereich Schattenspender, wie etwa ein Schattierungsnetz, zur Verfügung stehen.

Tomaten im vorderen Bereich kultivieren

Im vorderen und sonnigeren Teil des Gewächshauses können die Tomaten kultiviert werden. Durch die Tür ist es zudem in diesem Gewächshausbereich kühler. Im Gegensatz zu Gurken, die ein feucht-warmes Klima benötigen, sind Tomaten empfindlicher und werden bei zu hoher Luftfeuchtigkeit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Expertentipp

Lüftungsfenster sind für beide Gemüsesorten wichtig, um die notwendigen klimatischen Bedingungen optimal zu steuern.

Automatische Fensteröffner, bei denen die gewünschten Öffnungs- und Schließzeiten eingestellt werden können, erleichtern die Arbeit.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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