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Pflaumenbäume – wichtige Pflegetipps

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Pflaumenbäume - wichtige Pflegetipps

Pflaumenbäume (Prunus domestica) liefern schmackhaftes Steinobst, das mit der violetten Farbgebung optische Abwechslung in den Garten bringt. Pflaumen gehören zu den Rosengewächsen und gelten in Mitteleuropa als wenig anspruchsvoll. Dennoch gibt einige Punkte, die man bei der Pflege beachten sollte.

Wasserbedarf

Wasserbedarf


Pflaumen vertragen keine Staunässe, sollten dennoch nicht trocken stehen. Im ersten Standjahr und bei anhaltender Trockenheit sollte man sie mit Wasser versorgen. Um Feuchtigkeit länger im Boden zu halten, können Sie nach der Pflanzung und im Frühjahr eine Mulchschicht auf den Wurzelbereich aufbringen. Die gemulchte Fläche sollte der Breite der Baumkrone entsprechen.

Versorgung mit Nährstoffen

Versorgung mit Nährstoffen
Zusätzliche Düngergaben sind bei Standorten mit nährstoffreichen Böden nicht zwingend erforderlich. Bei der Pflanzung etwas Kompost in den Boden einzuarbeiten, hilft den Bäumen, sich rascher zu entwickeln.

Ältere Exemplare, die bereits Früchte tragen, profitieren ebenfalls von zusätzlichen, da die Bildung der Früchte viel Energie kostet. Als Düngemittel eignen sich neben Kompost, Pferdemist und organische Langzeitdünger speziell für Obstgewächse. Der Abstand zwischen den Düngergaben sollte zwei bis drei Jahre betragen.

Erziehungsschnitte

Erziehungsschnitte
In den ersten vier Standjahren sind Erziehungsschnitte notwendig, um den Bäumen die richtige Form zu geben. Schnittmaßnahmen beugen Krankheiten vor und sorgen für optimale Erträge.

Belassen Sie nach der Pflanzung lediglich vier Seitentriebe an den Pflanzen und kürzen Sie diese um etwa ein Drittel. In den kommenden drei Jahren schneiden Sie im Hochsommer jeweils einen nach außen stehenden Seitentrieb jeder dieser Leitäste ab, um sie nach oben zu führen. Bei einem weiteren Beschnitt im Frühjahr reduzieren Sie die Seitentriebe der Leitäste auf acht, aus denen Sie eine gleichmäßige Krone formen.

Schnittzeitpunkt

Ab dem fünften Standjahr beugt ein jährlicher Beschnitt Krankheiten vor und verhindert, dass nach mehreren Jahren ein größerer Rückschnitt notwendig wird. Als bester Schnittzeitpunkt gilt der Herbst kurz nach der Ernte. Ergibt sich zu diesem Zeitpunkt keine gute Gelegenheit, ist das Frühjahr ebenfalls geeignet. Wählen Sie einen warmen Tag, an dem weder mit Frost noch mit Regen zu rechnen ist, um Erfrierungen und Pilzbefällen vorzubeugen.

Korrekter Beschnitt

Verwenden Sie für Schnittmaßnahmen ausschließlich saubere, scharfe Baumscheren oder Sägen. Lichten Sie die Kronen aus und entfernen Sie totes oder krankes Holz, geknickte und verletzte Äste sowie einander kreuzende Triebe und steil nach oben wachsende Wasserschosse. Im Zweifelsfall schneiden Sie älteren Ast ab, da junge Triebe im Alter von bis zu drei Jahren mehr Früchte tragen.

Halten Sie Schnittwunden so klein wie möglich und schneiden Sie gerade, um eine schnelle Heilung zu fördern. Größere Wunden können mit Baumharz behandelt werden, damit weder Keime noch Schmutz eindringen können.

Verjüngungsschnitte

Alternativ zur jährlichen Auslichtung können Sie etwa alle fünf Jahre einen Verjüngungsschnitt durchführen. Dieser ist sinnvoll, wenn die Erträge deutlich abgenommen haben. Dazu schneidet man kurz nach der Ernte alle überhängenden Äste ab. Wählen Sie Schnittstellen knapp vor gesunden, jungen Trieben und lassen Sie Aststummel von 10 bis 20 Zentimetern Länge stehen. Warten Sie zwei Jahre, bis die Stummel vollständig vertrocknet sind und entfernen Sie sie.

Expertentipp

Im Alter entwickeln Pflaumenbäume oft rissige Rinde, an der sich Flechten und Moose festsetzen. Diese Bereiche bieten einen guten Angriffspunkt für Schädlinge, die durch die Rinde eindringen. Reinigen Sie die betroffenen Stellen gründlich mit einer Drahtbürste, entfernen Sie lose Rindenstücke und decken Sie die Bereiche anschließend mit Baumfarbe ab.

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