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Pflanzenvermehrung

Rhododendron vermehren

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Rhododendron vermehren

Einen Rhododendron zu vermehren ist auf verschiedenen Wegen möglich. Ableger, Samen und Stecklinge können dazu verwendet werden. Wie das auch ohne grünen Daumen funktioniert, zeigen wir hier.

Rhododendron vermehren durch Ableger

Rhododendron vermehren durch Ableger

Die Vermehrung des Rhododendrons durch Ableger ist die einfachste und schnellste Variante. Daher empfiehlt es sich vor allem für Anfänger in der Pflanzenpflege.

Die sogenannten Ableger wachsen in kurzer Entfernung zu der Mutterpflanze aus dem Boden und sind über die Wurzeln mit ihr verbunden. Dementsprechend einfach ist es, sie abzutrennen und an dem gewünschten Standort neu einzupflanzen.

Dabei sind nur wenige Punkte zu beachten:

  • in der Kübelkultur wird die Pflanze aus der Erde entnommen und das Substrat entfernt
  • der Ableger sollte etwa acht bis zehn Zentimeter hoch sein
  • der Ableger wird von der Mutterpflanze mit möglichst viel Wurzelmasse durch ein scharfes, sauberes Schnittwerkzeug abgetrennt
  • damit die Schnittstellen abtrocknen können, sollte der Ableger für einige Stunden ohne Substrat an der frischen Luft liegen
  • Im Anschluss wird die Jungpflanze in einen eigenen Kübel gepflanzt und angegossen

Bei der Vermehrung durch Ableger von Gewächsen im Freiland gibt es zu dem beschriebenen Vorgehen lediglich einen Unterschied. Anstatt das Gewächs komplett aus der Erde zu entnehmen, kann der Ableger direkt mit einem Spaten abgetrennt und entnommen werden.

Rhododendron aus Samen ziehen

Rhododendron aus Samen ziehen

Die Vermehrung aus Samen ist an und für sich einfach, erfordert jedoch etwas Geduld. Bis aus den jungen Keimen Sträucher werden, vergehen in der Regel vier bis fünf Jahre.

Zudem benötigen die Pflanzen am Anfang noch entsprechenden Schutz. Andernfalls kann es nach der Keimung schnell zum Absterben kommen. Die folgenden Faktoren sollten beachtet werden:

Samen gewinnen

Verwelkte Blüten bei dem Rhododendron abzuschneiden hat einige Vorteile. Eine neue Blühphase wird angeregt, es werden keine Samen ausgebildet und im Anschluss unkontrolliert durch den Wind verteilt. Wer von einer besonders schönen Pflanze Samen gewinnen möchte, muss jedoch einige Blüten an ihr belassen. Nur auf diese Weise können die Blüten nach der Entwicklung der Saat in einen Beutel gelegt und ausgeschüttelt werden.

Substrat

Ebenso wie bei Stecklingen sollte auch bei Samen ein nährstoffarmes Substrat verwendet werden. Ideal geeignet ist Anzuchterde. Ein vorheriges Erhitzen auf wenigstens 100 Grad Celsius im Backofen oder der Mikrowelle tötet Keime ab und kann daher Schimmel vorbeugen.

Temperatur

Die Keimtemperatur sollte zwischen 18 und 20 Grad Celsius betragen. Je wärmer es ist, umso heller muss die Pflanze stehen.

Licht

Ein Vorziehen ab Februar oder März ist möglich, solange ein heller Standort gewählt wird. Steht ein solcher nicht zur Verfügung, kann eine spezielle Pflanzenlampe eingesetzt werden. Das UV-Licht ist entscheidend für das gesunde Wachstum.

Feuchtigkeit

Die Erde sollte durchgehend leicht feucht gehalten werden. Hierfür empfiehlt sich der Einsatz eines Zimmergewächshauses oder das Abdecken eines Anzuchtgefäßes mit Folie oder einer Glasplatte. Auch Kunststoff kann verwendet werden. Damit kein Schimmel entsteht, sollte die Abdeckung einmal täglich abgenommen und öfter gelüftet werden, wenn sich Tropfen durch Kondenswasser bilden. Um die Saat nicht aufzuschwemmen, kann die oberste Erdschicht mit einem Pflanzensprüher befeuchtet werden. Gut geeignet ist weiches, also kalkarmes Wasser.

Tiefe

Eine leichte Abdeckung mit wenig Substrat reicht aus. Bereits ein halber Zentimeter auf den Samen ist genug.

Abstand

Bei der Aussaat sollte ein Abstand von drei bis fünf Zentimetern eingehalten werden. Auf diese Weise fällt das Pikieren leichter und die Wurzeln laufen dabei nicht Gefahr, Schaden zu erleiden.

Pikieren

Wenn die Keime etwa fünf bis zehn Zentimeter hoch sind, können sie pikiert werden. Das bedeutet, dass die jungen und zarten Pflanzen vorsichtig in einzelne Gefäße gesetzt werden. Besonders schwach wachsende Rhododendren können bei dieser Maßnahme aussortiert werden. Es lohnt sich daher, möglichst viele Samen anzusetzen. Denn nicht jeder wird keimen und selbst die Keimlinge sind nicht in jedem Fall geeignet.

Dauer

Die Samen des Rhododendrons benötigen vergleichsweise lange, um zu keimen. Vier bis sechs Wochen müssen dafür eingeplant werden.

Hinweis

Wenn sich aus den Blüten Samenkapseln entwickeln, gibt es einen Unterschied zwischen befruchteten und unbefruchteten Varianten. Befruchtete Samenkapseln sind größer und dicker, daher sollten alle am Strauch befindlichen Fruchtkörper miteinander verglichen und nur die Größten für die Vermehrung genutzt werden.

Vermehrung durch Stecklinge

Auch die Vermehrung durch Stecklinge ist bei dem Rhododendron vergleichsweise einfach und in etwa mit der Variante durch Ableger zu vergleichen. Der Vorteil hieran ist allerdings, dass Stecklinge deutlich schneller zur Verfügung stehen.

Einjährige und bereits leicht verholzte Triebspitzen, die etwa 20 Zentimeter lang sind, reichen bereits aus.

Benötigt werden:

  • scharfes, sauberes Schnittwerkzeug
  • nährstoffarmes Substrat, wie spezielle Anzuchterde
  • Anzuchtgefäß mit gutem Abfluss

Wann der beste Zeitpunkt für die Gewinnung von Stecklingen ist, hängt von dem Gewächs ab. Ideal ist es, die Stecklinge direkt beim Verschnitt zu gewinnen.

Das Vorgehen gestaltet sich dabei wie folgt:

  • beim Verschnitt eine 20 Zentimeter lange, verholzte Triebspitze abschneiden
  • die obersten vier bis sechs Blätter stehen lassen, den Rest vorsichtig entfernen – dadurch wird die Verdunstungsoberfläche reduziert
  • der Steckling wird auf etwa 15 Zentimeter Länge gekürzt
  • der Schnitt sollte direkt unterhalb eines Blattknotens erfolgen
  • der Steckling wird circa fünf Zentimeter tief in nährstoffarme Erde gesetzt
  • zum Abschluss wird die Jungpflanze schwemmend angegossen

Dass sich Wurzeln gebildet haben wird an neuen Austrieben und nachwachsenden Blättern sichtbar.

Expertentipp

Es empfiehlt sich, mehrere Stecklinge anzusetzen. Auf diese Weise ist die Chance höher, dass starke Pflanzen entstehen. Hinzu kommt das, auch wenn ein Steckling nicht wurzelt, immer noch andere Möglichkeiten vorhanden sind.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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