In der Pfanne wartet das duftende Essen – Spaghetti in Salbei-Butter! Die frisch gepflückten Salbeiblätter werden in geschmolzene Butter gegeben und mit gekochten Spaghetti gemischt. Die samtigen, graugrünen Salbeiblätter sind aromatisch, vielseitig und gesund. Das pflegeleichte Gartenkraut kann man frisch genießen oder auch haltbar machen.
Ein Hinweis vorweg: Sie sollten sich sicher sein, dass in Ihrem Garten oder im Kübel auf dem Balkon Echter Salbei wächst. Es gibt nahe Verwandte des Küchenkrauts, die zwar schön, aber nicht genießbar sind. Der Echte Salbei ist köstlich, blüht üppig und wirkt sowohl antiseptisch als auch antibiotisch, antibakteriell und entzündungshemmend.
Blätter und Blüten schmecken gut
Salbei ist mehrjährig, mag Wärme und blüht von Mai bis Juni mit langen Stängeln, an denen unzählige Blüten in Violett sitzen. Die Blüten betören nicht nur Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, sondern sind auch Hingucker in Salaten und Desserts. Die Salbeiblüten schmecken süßlich und mild. Salbeiblätter hingegen haben ein markantes, leicht bitteres Aroma. Das mediterrane Kraut passt perfekt zu kräftigen Gerichten mit Fleisch, Fisch oder Gemüse. Zu den bekanntesten Spezialitäten zählt die italienische Saltimbocca aus dünnem Kalbsschnitzel, das mit Schinken und Salbei gebraten wird.
Die beste Erntezeit ist ein warmer Vormittag
Damit die Salbeiblätter ihr volles Aroma besitzen, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt für die Ernte an. Generell kann man Salbei sowohl vor als auch während und nach der Blütezeit bis in den Herbst hinein ernten. Allerdings sind die Blätter vor der Blütezeit am aromatischsten und gesündesten. Dann enthalten sie viel von ihren ätherischen Ölen, sowie Vitamin C und Mineralstoffe. Vor der Blüte geerntet, bietet sich Salbei auch besonders gut für das Haltbarmachen an.
Für den vollen Duft und Geschmack kommt es beim Ernten auf den perfekten Tag und die richtige Tageszeit an. Ideal ist ein warmer, sonniger, aber nicht zu heißer Tag. Die beste Tageszeit ist der Vormittag, wenn Tautropfen an den samtigen Blättern verdunstet sind und die Mittagssonne noch nicht zu stark ist. Pflücken Sie einzelne Blätter oder auch ganze Triebe, die Sie mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden.
Salbei haltbar machen durch Trocknen

Für Tees oder zum Würzen können Sie Salbei unkompliziert trocknen. Am besten gelingt das bei warmen Zimmertemperaturen. Trocknet der Salbei bei mehr Hitze, verliert er an Aroma. Ist die Luft zu kühl und feucht, kann er schimmeln. Zum Trocknen sollten Sie ganze Salbeitriebe mit einem Küchengarn an den Stielen zusammenbinden und umgekehrt zum Trocknen aufhängen. Das Trocknen dauert etwa zwei Wochen.
Schneller geht es im Backofen. Blätter oder Triebe nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und in den 40 Grad warmen Ofen schieben. Die Backofentür einen Spalt geöffnet lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Das Trocknen dauert rund sechs Stunden. Perfekt getrocknet sind die Blätter, wenn sie beim Reiben zwischen den Fingern zerbröseln. Zum Lagern verpacken Sie den getrockneten Salbei luftdicht und dunkel. So ist das mediterrane Kraut mindestens ein Jahr haltbar.
Salbei haltbar machen durch Einfrieren

Zum Einfrieren werden die Salbeiblätter zunächst einzeln auf ein Tablett gelegt und für etwa drei Stunden ins Gefrierfach geschoben. Danach können sie platzsparend gemeinsam in einer Dose oder einem Beutel eingefroren werden.
Praktisch ist das Einfrieren im Eiswürfelbehälter. Dazu schneiden Sie die Blätter klein, füllen die Vertiefungen der Behälter zu zwei Dritteln mit Salbei und füllen die Form dann mit Wasser oder Öl auf. Ein Auftauen ist so nicht nötig. Am Ende der Kochzeit wird ein Würfel direkt zum Essen gegeben. Kombinieren Sie gerne auch mehrere Kräuter in diesen Aroma-Eiswürfeln. Eingefrorener Salbei ist mehrere Monate haltbar.
Expertentipp
Ein jährlicher Schnitt im frostfreien Frühjahr ist für den Salbei enorm wichtig, weil er sonst stark verholzt und die Ernte immer karger ausfällt.
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