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Kräuterpflanzen

Salbei – Steckbrief

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Salbei - Steckbrief

Salbei wird bereits seit Jahrhunderten als Heilkraut geschätzt. Die enthaltenen ätherischen Öle sorgen für Linderung bei Erkältungskrankheiten wie auch bei Hals- und Zahnfleischentzündungen. Das leicht bittere Aroma der Blätter wird in der modernen Küche geschätzt. Salbei ist ein unverzichtbarer Bestandteil der italienischen Saltimbocca. Er verfeinert darüber hinaus mediterrane Ragouts und Eintöpfe.

Pflanzenfamilie und Arten

Echter Salbei (Salvia officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler und ist unter anderem unter den Bezeichnungen Küchensalbei, Königssalbei und Gartensalbei bekannt. Es gibt etwa 900 Arten, die in Form von Sträuchern und Stauden in warmen sowie gemäßigten Zonen wachsen.

Auf trockenen Wiesen und an Feldrändern ist Wiesensalbei (Salvia pratensis) anzutreffen. Charakteristisch für diese Art sind die dunkelblau gefärbten Blüten. Nur selten blüht diese Art in den Farben Weiß oder Rosarot. Zu den eher unbekannten Salbeiarten gehört Feuersalbei (Salvia splendens). Die aus Südamerika stammende Art bildet leuchtend rote Blüten, die von Kolibris bestäubt werden.

Blätter und Blüten

Blätter und Blüten


Salbei wächst in Europa, Asien, Afrika, Nord- sowie Südamerika und kann Wuchshöhen von 40 bis 60 Zentimetern erreichen. Die länglich graugrünen Blätter sind mit feinen Härchen überzogen. Von Juni bis August öffnen sich die lippenförmigen Blüten, von denen jede zwei Staubblätter besitzt. Die Blüten locken zahlreiche Insekten an und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Salbei als Heilpflanze

Salbei als Heilpflanze
Salbei wird seit mehr als 1000 Jahren geschätzt und verwendet. Früher weniger als Küchengewürz, sondern als wertvolles Heilkraut. Dabei spielte nicht nur die entzündungshemmende Wirkung eine große Rolle, denn um das Gewächs ranken sich viele Mythen.

So glaubte man, dass Salbei unsterblich macht, Tote aufwecken und gegen Unfruchtbarkeit helfen kann. Neben Weihrauch war getrockneter Salbei ein beliebtes Räucherwerk. Viele Gelehrte nutzten frischen Salbei, da er angeblich das Denken positiv beeinflusste.

Historisch interessant ist, dass es von unterschiedlichen Kulturen und Zeitepochen Aufzeichnungen über die besondere Kraft des Salbeis gibt. Das belegt, dass sich Menschen der gesundheitsfördernden Wirkung bewusst und von ihr überzeugt waren.

Heute sind die Inhaltsstoffe genau erforscht und dokumentiert. In der Heilpflanze sind Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, vor allem Linalool, Thujon und Cineol, Oleinsäure, Nicotinsäure und Fumarsäure enthalten. In der Naturheilkunde kommt Salbei in Form von Tees, Salben und als Badezusatz zur Anwendung.

Kultur von Salbei

Kultur von Salbei
Salbei ist pflegeleicht und anspruchslos. Er bevorzugt sonnige Standorte mit leicht kalkhaltigen und trockenen Böden. Ab Mai kann er im Freien gepflanzt werden. Optimal ist ein Pflanzabstand von 40 Zentimetern. Salbei eignet sich ebenfalls für die Kübelkultur auf Balkonen und Terrasse.

Nur während sehr langer Trockenperioden müssen Pflanzen im Freien mit etwas Wasser versorgt werden. Eine einmalige Düngergabe im Frühling ist ausreichend.

Expertentipp

Kurz vor dem Beginn der Blütezeit sind die Blätter von mehrjährigen Arten am aromatischsten. Eine regelmäßige Ernte oder Beschnitte fördern das Wachstum. Salbei gilt als winterhart, benötigt dennoch Schutzmaßnahmen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.

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