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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Salbei einfrieren und haltbar machen

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Salbei einfrieren und haltbar machen

Frischer Salbei wird wegen seines intensiven Geschmacks gern zum Kochen, Backen und Würzen von diversen Gerichten eingesetzt. Am aromatischsten sind Salbeiblätter, wenn diese im Juni kurz vor der Blütezeit geerntet werden. Direkt nach der Ernte eingefroren, kann man den Geschmack das ganze Jahr über genießen. Wie das gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Salbei vorbereiten

Salbei sollte vorzugsweise an einem sonnigen Tag am späten Vormittag geerntet werden. Gepflückt werden die zarten Triebspitzen und die jungen Blätter. Meist ist es nicht nötig die Blätter vor dem Weiterverarbeiten zu waschen. Es genügt, diese auszuschütteln, um Insekten und Staub zu entfernen. Bei größerer Verschmutzung werden die Blätter unter fließendem Leitungswasser abgespült und anschließend mit einem Küchentuch vorsichtig trocken getupft.

Ganze Salbeiblätter einfrieren

Ganze Salbeiblätter einfrieren


Salbeiblätter lassen sich problemlos am Stück einfrieren. Bewährt hat sich die Einwickel-Methode, bei der die Blätter zwischen Folie aufgerollt werden. Diese Lagermethode ist platzsparend und die Blätter lassen sich bequem einzeln entnehmen und verarbeiten.

Man benötigt lebensmittelechte Folie wie Frischhaltefolie oder Alufolie. Auch ein Wachstuch ist geeignet. Die Blätter werden dicht nebeneinander auf der Folie ausgebreitet und mit etwas Öl bepinselt. Durch das Öl lassen sich die Blätter später beim Entnehmen einfacher von der Folie lösen. Anschließend wird die Folie von einer Seite her aufgerollt und ins Gefrierfach gelegt.

Werden die Blätter für Tee eingefroren, eignet sich die Aufroll-Methode aufgrund der Nutzung von Öl nicht. Besser ist es, den Salbei in Gefrierbeuteln oder Gefrierdosen aufzubewahren. Die Blätter werden hierfür zunächst nebeneinander ausgebreitet und etwa 3 Stunden vorgefrostet. Das Vorfrosten ist wichtig, damit sie beim anschließenden Einfrieren nicht so stark aneinander kleben. Dann werden sie in den endgültigen Einfrierbehälter gegeben und eingefroren. Eingefrorener Salbei hält sich etwa 1 Jahr.

Gehackten Salbei einfrieren

Gehackten Salbei einfrieren
Gehackter Salbei lässt sich prima in kleinen, bedarfsgerechten Portionen einfrieren. Hierzu werden die vorbereiteten Blätter zunächst in dünne Streifen geschnitten und anschließend fein gehackt. Wichtig ist, dass das Messer zum Zerkleinern möglichst scharf ist. Ein stumpfes Messer drückt die Schnittkanten weich und der Salbei verliert so unnötig Aroma.

Der gehackte Salbei kann in Eiswürfelbehälter gefüllt und mit Wasser oder Öl aufgegossen werden. So lassen sich die Kräuterwürfel später gut entnehmen. Alternativ kann der gehackte Salbei lose in einen Gefrierbeutel oder in eine Gefrierdose gegeben werden. Gehackter Salbei hält sich eingefroren ebenfalls ein Jahr, verliert allerdings bereits nach wenigen Monaten deutlich an Aroma.

Salbeipaste herstellen und einfrieren

Salbeipaste lässt sich vielseitig verwenden. Sie kann als Würzmittel oder Marinade genutzt werden und ist Grundlage für Dips, Saucen oder eine besonders feine Salbeibutter.

Für die Zubereitung werden je 10 EL gehackter Salbei und Olivenöl sowie je 3 EL grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer zu einer Paste verarbeitet. Am besten funktioniert das mit einem Standmixer oder einem Mörser. Nach Belieben können noch 1 bis 2 Knoblauchzehen und etwas Zitronenabrieb hinzugefügt werden. Die fertige Paste wird in kleine Schraubgläser gefüllt und eingefroren. Die Paste hält sich eingefroren ebenfalls etwa 1 Jahr, lässt aber im Laufe der Zeit geschmacklich deutlich nach.

Expertentipp

Haben Sie zu wenig Salbei im Garten? Das ist kein Problem, denn Salbei lässt sich durch Stecklinge ganz leicht vermehren. Hierzu wird eine unverholzte Triebspitze mit 3 bis 4 Blattpaaren knapp unter einem Blattknoten abgeschnitten. Die unteren Blätter am Stängel werden entfernt und die oberen ein wenig eingekürzt. Der Steckling wird dann in einen kleinen Topf mit Anzuchtsubstrat eingepflanzt und die Erde feucht gehalten. Nach wenigen Wochen hat der Steckling neue Wurzeln gebildet und kann an seinen endgültigen Standort gepflanzt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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