Connect with us

Pflanzenvermehrung

Salbei durch Stecklinge vermehren

Veröffentlicht

auf

Salbei durch Stecklinge vermehren

Ob für leckere Salbeibutter, als Tee aus getrockneten Salbeiblättern, zum Gurgeln bei Erkältungen oder als aromatischer Salbei-Zitronen-Likör – Salbei findet in der Küche und der Volksheilkunde vielfach Verwendung. Gut, dass das Vermehren von Salbei aus Stecklingen so einfach funktioniert.

Gründe für die Vermehrung mit Stecklingen

Da es sich bei Salbei um einen mehrjährigen Strauch handelt, bietet sich die Vermehrung durch Stecklinge geradezu an. Selbstverständlich kann Salbei auch durch Aussäen herangezogen werden. Es kann jedoch mehrere Jahre dauern bis aus einem Salbei-Saatkorn ein schöner Salbeistrauch herangewachsen ist, dessen Blätter regelmäßig geerntet werden können.

Das Vermehren durch Stecklinge funktioniert dagegen recht einfach und es dauert nicht lange bis aus einem kleinen Steckling ein imposanter Strauch gewachsen ist, der jedes Jahr lilafarbene Blüten hervorbringt.

Der beste Zeitpunkt zum Schneiden der Stecklinge

Der beste Zeitpunkt zum Schneiden der Stecklinge


Die beste Zeit um Salbeistecklinge zu schneiden, beginnt Anfang Mai und kann bis in die erste Juniwoche hinein erfolgen. Sollte es im April jedoch bereits sehr sonnig und warm sein, können die Stecklinge auch früher geschnitten werden. Wichtig ist, dass die jungen Stecklinge weder komplett verholzt noch zu biegsam sind, damit aus ihnen ein junger Salbeistrauch mit aromatischen Blättern wachsen kann.

Die richtige Schnitttechnik

Die richtige Schnitttechnik
Die noch nicht verholzten Kopfstecklinge werden mit einem scharfen, sauberen Messer geschnitten. Als ideale Länge gelten 15 bis 20 Zentimeter. Die Stecklinge sollten mindestens drei, besser vier Blattpaare aufweisen. Die beiden oberen Blattpaare werden am Steckling belassen, die anderen werden abgestreift.

In der Regel werden die oberen Blätter zusätzlich eingekürzt, damit nicht zu viel Feuchtigkeit über die Blattverdunstung verloren geht. Da Salbei jedoch eher kleine Blätter hat, ist das Kürzen der Blätter nicht unbedingt notwendig. Der Salbeisteckling wird nun unterhalb eines Blattknotens noch einmal schräg angeschnitten, was ihm die Wasseraufnahme erleichtert und die Wurzelbildung fördert.

Ab ins Töpfchen

Ab ins Töpfchen
Idealerweise wird der Steckling nun in einen Topf mit Anzuchtsubstrat gesteckt und angegossen. Mit Hilfe von Stäbchen und einer Folienhaube wird aus dem Topf ein Minigewächshaus mit Gewächshausklima. Der Topf sollte einen hellen Fensterplatz erhalten, damit die Pflanze baldmöglichst ein kompaktes Wurzelsystem ausbildet. Sie muss regelmäßig gegossen werden und überschüssiges Wasser sollte gut ablaufen können, damit es nicht zu Staunässe und daraus resultierender Wurzelfäule kommt. Die Folienhaube sollte zu Lüftungszwecken regelmäßig abgenommen werden.

Auspflanzung des Salbeistecklings

Sobald die ersten zarten Blätter am Steckling erscheinen, hat die Wurzelbildung begonnen. Nun kann die Haube immer öfter abgenommen werden, damit sich der Steckling an ein Leben ohne hohe Luftfeuchtigkeit und an die hiesigen Temperaturen gewöhnen kann. Hat der Salbeisteckling ein starkes Wurzelsystem ausgebildet, darf er in den Garten oder in einen großen Kübel umziehen. Nun ist er kein Steckling mehr, sondern beinahe ein kleiner Mini-Salbeistrauch, der jedes Jahr selbst für ausreichend Stecklinge sorgt.

Expertentipp

Ein Salbeistrauch kann mit den Jahren eine beeindruckende Größe erreichen. Damit er seinen kompakten Wuchs behält und kräftige Triebe mit zahlreichen, aromatischen Blättern ausbildet, ist ein jährlicher Rückschnitt wichtig. Hierbei fallen etliche Stecklinge an, die für die Stecklingsvermehrung genutzt werden können. Ein Steckling kann auch direkt ins Beet gesteckt werden, ohne Anzuchterde und Haube. Mit etwas Glück wächst aus diesem Steckling ein neuer Salbeistrauch heran.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär