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Zierpflanzen

Sind Veilchen essbar?

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Sind Veilchen essbar

Alle Veilchen (Viola) sind essbar. Sie bieten eine Fülle farbintensiver Blüten und ein fein duftendes Aroma.

Sammeln und Ernten

Sammeln und Ernten


Die Blüten (März/April) und die Blätter (März bis Ende Juli) aus Wildsammlung dienen der essbaren Dekoration von Speisen, der Aromatisierung von Getränken und der Verarbeitung zu Tee, Sirup und Gelee.

Wie immer bei Wildsammlung gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich, sanfte Entnahme einer Pflanze oder auch nur von Pflanzenteilen; das Schonen der Bestände und der anderen Pflanzen ist wichtig.

Die bekannteste Veilchenart ist wohl das „wohlriechende Veilchen“ (Viola odorata): eine 3-10 cm hohe Staude mit oberirdisch kriechenden Ausläufern. Lang gestielte, nieren- bis herzförmige Blätter wachsen in einer bodennahen Rosette. Die Blüten sind leuchtend blau-violett, intensiv aromatisch duftend mit geradem Sporn. Sie wachsen in Laubwäldern am Waldrand, unter Hecken und Büschen. Dort finden sich auch andere Veilchenarten: das „rauhaarige Veilchen“ (Viola hirta), das „blaue Veilchen“ (Viola suavis), das „Hain-Veilchen“ (Viola riviniana) und auch das „Hügel-Veilchen“ (Viola collina) und viele mehr. Nassen, nährstoffarmen Boden lieben Veilchen, die in Mooren und Sümpfen, an Ufern wachsen: das „Sumpf-Veilchen“ (Viola palustris), das „Torf-Veilchen“ (Viola epipsila).

Bei der Wildsammlung ist zu beachten, dass die Blätter vieler Veilchenarten denen der giftigen Haselwurz (ledrig, pfefferartig riechend) und denen des giftigen Leberblümchens (drei-lappig) ähneln.

Über 650 Arten

Über 650 Arten
Die Gattung der Violen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae) verfügt über mindestens 650 Arten, auch einige Arten von Stiefmütterchen. Stiefmütterchen sind größer als ihre Veilchen-Schwestern, sie wachsen einjährig, mehrjährig und als Staude. Eine Staudenpflanze ist zum Beispiel das „langspornige Stiefmütterchen“ (Viola calcarata) ab 1500 m Höhe in den Alpen. Das Feld-, Wiesen- und Brachland „wilde Stiefmütterchen“ (Viola tricolor) blüht von Mai bis September.

Die Zuchtformen des Stiefmütterchens blühen fast das ganze Jahr über als Dekoration an Verkehrswegen, in Parks und Gärten und sollten eher nicht abgeerntet und gegessen werden.

Das „Usambaraveilchen“ ist kein Veilchengewächs, sondern gehört zur Familie der Gesneriengewächse und ist giftig.

Verwendung

Verwendung
Alle Viola-Arten dienen als wunderschön anzusehende essbare Dekoration für alle Speisen, Salate, Suppen, kandiert an Kuchen und Süßspeisen. Fantastisch sehen sie auch in Eiswürfeln aus. Die jungen Triebe sind noch salzig-bitter gut in Salaten. Mit den stark aromatischen Arten, den Duft-Veilchen, lassen sich Getränke und Essige aromatisieren. Die früher weit verbreiteten und wohlbekannten Veilchenpastillen werden aber mittlerweile mit dem synthetischen Duftstoff „Jononen“ hergestellt.

Volksheilkundlich wird ein Tee aus getrockneten Veilchenblüten und auch Veilchenblättern schon seit Jahrhunderten hauptsächlich gegen Erkältungskrankheiten verbunden mit Husten eingesetzt. Die wirkkräftigen Inhaltsstoffe sind Saponine, Bitterstoffe und das Alkaloid „Violin“. Bei Überdosierung führt Letzteres zu Erbrechen.

Expertentipp

Um kandierte Veilchen zu erhalten, werden die sauberen Blüten vorsichtig mit halbfest geschlagenem Eiweiß bepinselt, dann mit feinem Zucker/Puderzucker bestäubt. Nachdem sie über Nacht getrocknet sind, werden sie zur essbaren Dekoration auf Torten, Kuchen und Desserts. In Baisers werden sie zu einem blütenfrohen Hingucker auf jeder festlichen Kaffeetafel verarbeitet.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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