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Heckenpflanzen

Thuja erfolgreich umpflanzen

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Thuja erfolgreich umpflanzen

Thuja Pflanzen gehören zu den in Deutschland am weitesten verbreiteten Gartenpflanzen. Als robuste, schnell wachsende und immergrüne Art sind sie ganz besonders für Gartenhecken beliebt. Ihre dicht wachsenden Blätter bieten optimalen Sichtschutz das ganze Jahr über. Doch auch die Thuja hat gewisse Ansprüche, die beim Pflanzen und Umpflanzen nicht übersehen werden dürfen, damit die Pflanze auch wirklich gesund wächst und die Hecke blickdicht wird.

Das richtige Alter für das Umpflanzen

Thuja sollte man nach Möglichkeit nur umpflanzen, solange sie noch relativ jung und klein sind. Ältere Bäume lassen sich nicht nur aufgrund ihres Gewichtes schwer an einen neuen Standort bringen. Sie verfügen auch über ein sehr weit verzweigtes Wurzelwerk, das sich kaum ausgraben lässt, ohne es zu verletzen. Werden die Wurzeln bei dem Ortswechsel zu stark verletzt, kommt es zu einer Unterversorgung des Baumes und er verhungert. Daher ist es meist ratsamer gleich einen neuen Baum zu kaufen, statt eine ausgewachsene Thuja umzupflanzen.

Die richtige Jahreszeit für das Umpflanzen

Der beste Zeitpunkt, um Thuja umzupflanzen ist das Frühjahr. Dann geht es am leichtesten und die Bäume wurzeln deutlich besser an, als im Sommer oder Winter. Auch im Spätherbst ist ein relativ guter Zeitpunkt für das Verpflanzen. Dann braucht der Baum allerdings einen Winterschutz und unter Umständen auch zusätzliche Wasserversorgung im Winter, da er etwa ein halbes Jahr braucht, um wieder vollständig anzuwurzeln.

Den neuen Standort wählen

Thuja sind zwar sehr widerstandsfähig, doch auch sie haben gewisse Anforderungen an ihren Standort. Er sollte sich nicht im Dauerschatten befinden und bei Jungpflanzen auch nicht starkem Wind ausgesetzt sein. Auch extrem trockene und extrem feuchte Böden sind schädlich für Thuja, wobei trockene Böden durch zusätzliche Bewässerung ausgeglichen werden können.

Den Umzug vorbereiten

Den Umzug vorbereiten


Es ist hilfreich, die Thuja in den letzten drei bis vier Tagen vor dem Umzug besonders stark zu gießen. Dadurch wird sie nicht nur vorbereitend besonders gut mit Nährstoffen versorgt. Es wird gleichzeitig der Boden weicher gemacht, was das Ausgraben erleichtert und die Gefahr von Wurzelverletzungen verringert.

Die Thuja ausgraben

Die Thuja ausgraben
Der erste Schritt sollte nicht das Graben des Lochs am neuen Standort, sondern das Ausgraben der Thuja sein. Dabei wird zunächst das Erdreich rund um die Thuja mit dem Spaten abgestochen. Es ist große Vorsicht geboten, da die Wurzeln nicht verletzt werden dürfen. Daher sollte der Kreis auch eher etwas zu groß als zu klein sein. Als nächster Schritt wird der Wurzelballen mit dem Spaten oder einer Grabegabel aus der Erde gehoben. Wird er lange genug an der Oberfläche bleiben, dass Austrocknungsgefahr besteht, ist es ratsam, ihn zum Schutz in Sackleinen zu wickeln.

Das neue Loch graben

Das neue Loch graben
Das Pflanzloch sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Zusätzlich sollte der Untergrund gelockert werden und von Steinen und Wurzeln anderer Pflanzen befreit werden, damit die Thuja gut anwurzeln kann. Dann wird der zusätzliche Raum mit Kompost, Hornspänen oder Mist aufgefüllt.

Die Thuja Pflanze einsetzten

Die Thuja Pflanze einsetzten
Nun wird die Thuja vorsichtig gerade in das Pflanzloch eingesetzt. Sie dabei ein wenig zu schütteln sorgt dafür, dass sich die Erde gut verteilt und keine nur mit Luft gefüllten Löcher im Boden entstehen. Danach wird das Loch rund um die Thuja mit Erde aufgefüllt und der Boden festgetreten, um ihr Halt zu geben. Nun braucht die Pflanze noch eine großzügige Portion Wasser, um ihr das Anwurzeln zu erleichtern. Ist der Boden am neuen Standort trocken, sollte danach noch eine Schicht Rindenmulch als Austrocknungsschutz an der Oberfläche verteilt werden.

Expertentipp

In den ersten Wochen nach dem Umpflanzen sollte die Thuja dreimal pro Woche gegossen und vor Austrocknung durch Sonne und Wind geschützt werden. Es ist auch hilfreich, die Pflanze selbst abends mit dem Gartenschlauch zu besprühen, sobald sie nicht mehr der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Bei Sonnenschein können Feuchtigkeitstropfen auf Pflanzenblättern das Licht fokussieren und zu Verbrennungen führen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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