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Heckenpflanzen

Thuja pflanzen und pflegen

Lisa Schneider

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Thuja pflanzen und pflegen

Die auch als Lebensbaum bezeichnete Thuja zeichnet sich durch ihre Robustheit aus und umfasst zahlreiche verschiedene Sorten und Arten. Egal ob im Kübel auf der Terrasse oder im Freiland als Heckenpflanze – die Thuja eignet sich hervorragend als natürlicher Sicht- und Lärmschutz. Aufgrund ihrer Eigenschaften erfreut sich das pflegeleichte Nadelgehölz einer stetig wachsenden Beliebtheit.

Verschiedene Sorten

Verschiedene Sorten
Hierzulande sind häufig Gewächse der Sorten Thuja plicata und Thuja occidentalis in den Vorgärten anzutreffen. Viele der verschiedenen Sorten sind schnellwachsend und gewinnen jährlich an 30 bis 40 Zentimetern Höhe. Zu den beliebtesten Arten zählen unter anderem:

  • Thuja plicata Aurescens: Eignet sich wunderbar zur Solitärpflanzung. Im Wildwuchs erreicht diese Sorte eine stattliche Höhe.
  • Thuja occidentalis Teddy: Ein langsam wachsendes Gehölz mit weichen Nadeln.
  • Thuja occidentalis Columna: Wächst säulenförmig und dicht. Eignet sich gut als Sichtschutz.
  • Thuja occidentalis Brabant: Eine recht verbreitete, schnellwachsende Heckenpflanze. Verträgt auch stärkere Rückschnitte problemlos.
  • Thuja occidentalis Smaragd: Diese winterharte und sehr pflegeleichte Sorte weist einen schmalen Wuchs nach oben auf. Sie besitzt feine Nadeln und einen dichten Wuchs.

Der ideale Standort

Der ideale Standort
Lebensbäume bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Ein zu schattiger Ort ist suboptimal und führt zu einem langsamen Wachstum. Ihre Ansprüche an den Boden sind recht gering, so gedeihen sie sowohl auf Lehm- als auch auf Sandböden. Optimal ist ein humoser, durchlässiger Boden. Staunässe vertragen sie ebenso wenig wie langanhaltende Trockenheit. Ein zu lehmiger Boden lässt sich mit etwas Sand auflockern. Die Wasserspeicherfähigkeit eines sehr sandigen Bodens lässt sich durch die Hinzugabe von Muttererde oder Kompost verbessern. Darüber hinaus ist der pH-Wert zu beachten: Ideal ist ein neutraler pH-Wert zwischen 6 bis 8. Soll das Nadelgehölz als Hecke dienen, beträgt der einzuhaltende Pflanzenabstand zwischen 40 und 50 Zentimeter.

Thuja pflanzen

Thuja pflanzen
Der frühe Herbst oder Frühling eignet sich als guter Zeitpunkt zur Pflanzung von Thujen ins Freiland. Jungpflanzen sind aufgrund ihres noch schwach ausgeprägten Wurzelsystems ausreichend zu gießen. Bei einer Pflanzung im Herbst bedürfen die noch geschwächten Pflanzen über den Winter eines Schutzes vor Bodenfrost und kalten Temperaturen. Als Kübelkultur auf dem Balkon oder der Terrasse ist auf eine gleichmäßige Bewässerung zu achten. Wichtig für Thujen im Topf ist eine hochwertige Pflanzenerde und gute Drainage, etwa mit Blähton als unterste Schicht, um Staunässe vorzubeugen. Auch im Winter benötigen Thujen eine ausreichende Bewässerung.

Pflege und Wässerung

Als pflegeleichtes Gewächs fällt nur ein Minimum an Pflegeaufwand an. Nach der Pflanzung sind Lebensbäume ausreichend mit Wasser anzugießen. Das Gießen in regelmäßigen Abständen ist hilfreich, um ein starkes Wurzelwachstum zu fördern. Auch Thujen mit einem starken Wurzelsystem sind auf eine Wässerung bei Trockenheit angewiesen. Grundsätzlich sind seltenere, dafür größere Gaben von Wasser für die Entwicklung des Gewächses zuträglicher. Zur Wässerung eignet sich vorwiegend Regenwasser, da zu kalkhaltiges Leitungswasser den pH-Wert des Bodens verändert. Die genaue Wassermenge richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit, klimatischen Bedingungen und der Größe der Pflanze.

Thuja düngen

Neben speziellem Koniferendünger aus dem Fachhandel ist der Einsatz organischer Düngemittel wie Hornspänen oder Kompost möglich. Eine fehlende Nährstoffversorgung macht sich durch eine blasse Färbung und einen spärlichen Wuchs bemerkbar. Da Thujen sehr empfindlich mit gelbwerdenden und abfallenden Nadeln auf eine Überdüngung reagieren, ist die Dosieranleitung akribisch einzuhalten. Da auch ein zu hoher Salzanteil derartige Symptome hervorruft, ist auf die Gabe von Mineraldünger zu verzichten. Während Kübelkulturen von der monatlichen Gabe von Flüssigdünger profitieren, sind Freilandkulturen jeweils einmal im Jahr im Frühjahr zu düngen.

Rückschnitt

Dank ihrer schnittfesten Eigenschaften lassen sich Thujen das ganze Jahr über zurückschneiden, insofern es die Temperaturen zulassen. Optimal ist ein Rückschnitt im Frühjahr zwischen Februar und Mai. Ein zweiter Schnitt ab Ende Juni dient der Entfernung vertrockneter und abgestorbener Triebe und der Formgebung. Frisch gesetzte Jungpflanzen sind vorerst nicht zu schneiden. Ein buschiger und dichter Wuchs lässt sich durch häufige, kleine Rückschnitt erzielen. Ein Rückschnitt sollte nie ins alte Holz erfolgen, damit die Pflanzen erneut austreiben und kein kahler Fleck entsteht.

Schädlinge und Krankheiten

Bei guten Standortbedingungen, einer optimalen Düngung und Bewässerung und idealer Pflege sind Thujen resistente und vitale Pflanzen. Schädlinge und Krankheiten entstehen häufig im Zuge großer Hitze und Trockenheit, einer Über- oder Unterversorgung mit Nährstoffen oder fatalen Pflegefehlern. Folgende Krankheitsbilder können auftreten:

Wurzelfäule

Vornehmlich sind geschwächte Pflanzen betroffen, die auf zu verdichteten Böden stehen und anhaltender Staunässe ausgesetzt sind. Ist der Schaden erst nicht sichtbar, sterben Triebe im Verlauf der Krankheit aufgrund der faulenden Wurzeln ab. Sind vorerst nur einzelne Pflanzen in der Hecke betroffen, breitet sich die Wurzelfäule mit der Zeit auf benachbarte Pflanzen aus. Vorbeugen lässt sich einem Befall durch den Phytophthora-Pilz durch eine richtige Bewässerung und das Vermeiden von Staunässe.

Miniermotte

Kennzeichnend für einen Befall sind Fraßschäden an Jungtrieben und Hinterlassenschaften au den Blättern. Häufig reicht es schon, betroffene Triebe großzügig zu entfernen. Im Falle eines starken Befalls ist der Einsatz von Insektiziden ratsam. Brennnesseljauche hat sich als wirksames Hausmittel bewährt.

Expertentipp

Einige Thujen verkahlen im Verlaufe ihres Lebens von innen heraus. Nicht immer sind Pflegefehler oder Krankheiten hierfür verantwortlich. Ein zu drastischer Rückschnitt an den Seiten könnte die kahlen Stellen zum Vorschein bringen und ist daher aus ästhetischen Gründen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Gewächse eignen sich in Kombination mit Thujen?

Lebensbäume eignen sich hervorragend als blickdichter Sichtschutz im Garten. Als passende Ergänzung kommen daher diverse Heckenpflanzen wie der Kirschlorbeer, Buchsbaum oder Liguster in Frage. Da Thujen ein flaches Wurzelwerk ausbilden, ist auf ausreichend Abstand zu Rabatten und Blumenbeeten zu achten.

Warum wird meine Thuja braun?

Nicht immer sind Pflegefehler für die Braunfärbung von Thujen verantwortlich. Im Laufe ihres Lebens lassen Thujen ihr Nadelkleid fallen und verblassen allmählich. Andere Gründe können zu viel Sonne, Trockenheit, Staunässe und Krankheiten sein.

Welche Sorte eignet sich als blickdichte Hecke?

Besonders beliebt ist die Sorte Brabant, die mit raschen Wuchs schnell zu einer ansehnlichen Hecke heranwächst. Zwar ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht nötig, doch verhilft dies der Pflanze zu einem dichten Wuchs.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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