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Pflanzenvermehrung

Thuja über Stecklinge vermehren

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Thuja über Stecklinge vermehren

Die immergrüne Thuja, die auch Lebensbaum genannt wird, gehört zur Familie der Zypressen. Sie werden meist in Kultur angebaut, vor allem als Heckenpflanze. Die Thuja ist beliebt, da sie sehr leicht zu pflegen und dazu winterhart ist. Außerdem kann sie sehr einfach aus Stecklingen herangezogen werden, so dass Sie selbst sortenechte Pflanzen durch Vermehrung heranziehen können.

Der Richtige Zeitpunkt für die Vermehrung

Die Vermehrung ist an keinen genauen Zeitpunkt gebunden. Sie können das ganze Jahr über die Thuja vermehren. Am besten eignet sich allerdings der Hochsommer. Zu dieser Zeit haben die Triebe eine ordentliche Größe und sind bis zur richtigen Stelle verholzt.

Der beste Standort bei der Vermehrung

Der beste Standort bei der Vermehrung


Am besten geeignet für die Vermehrung der Thuja sind helle Standorte, an denen ungefähr eine Temperatur von 20 °Celsius herrscht.

Wenn Sie nur einige wenige Lebensbäume haben möchten, dann ist ein Minigewächshaus sehr gut für Sie geeignet. Hier können Sie kleine Pflanztöpfe mit den Stecklingen reinstellen. Bei einem größeren Vorhaben, wie zum Beispiel einer Heckenpflanzung, wo Sie wesentlich mehr Stecklinge benötigen, können die diese direkt an den späteren Heckenstandort pflanzen. So entfällt das Umpflanzen. Wichtig ist bei der Freilandpflanzung nur, dass der Platz windgeschützt liegt und die Sonne an diesem Ort nicht zu stark scheint.

Die Vorbereitung der Stecklinge

Die Vorbereitung der Stecklinge
Das wichtigste bei der Gewinnung von Stecklingen ist, dass die für die Vermehrung genutzten Stecklinge nicht abgeschnitten, sondern abgerissen werden. Diese Risslinge werden im Frühjahr von oben nach unten abgerissen, so dass sich am Zweig noch etwa 0,5 Zentimeter Rinde befindet. Nun schneiden Sie von dem Rissling alle Seitentriebe ab, die sich am unteren Ende befinden. Der Steckling sollte nun etwa acht Zentimeter lang sein.

Die abgerissenen Stecklinge werden an ihrer Schnittstelle mit Bewurzelungspuder bestreut.

Die Stecklinge pflanzen

Die Stecklinge pflanzen
Die Stecklinge werden nun in ein Pflanzgefäß gesteckt. Hier können Sie zwischen kleinen Töpfen für einzelne Stecklinge oder einem größeren Gefäß für alle Stecklinge wählen. In diese Gefäße wird Anzuchterde gefüllt, angefeuchtet und fest gedrückt. Mit Hilfe eines Zahnstochers werden kleine Löcher in die Erde gedrückt.

In diese Löcher werden die Stecklinge etwa zwei bis drei Zentimeter tief eingesetzt. Wenn Sie ein großes Gefäß für die Risslinge nutzen, dann sollte der Abstand zwischen den einzelnen Stecklingen ungefähr zehn Zentimeter betragen. Gießen Sie die Stecklinge gut an.

Nun werden die Pflanztöpfe in ein Gewächshaus gestellt oder eine Plastiktüte darüber gestülpt.

Die Pflege der Stecklinge

Da die Stecklinge unter einer Plastiktüte oder im Gewächshaus stehen, ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, die benötigt wird, gegeben.

Die Risslinge sollten aller drei Tage gegossen werden. Bei diesem Vorgang werden die Pflanzen auch ordentlich belüftet, da das Gewächshaus geöffnet wird, oder die Plastiktüte entfernt werden muss. Da unter diesen Bedingungen die Erde immer warm und feucht gehalten wird, können sich sehr schnell Wurzeln bilden. Nach einigen Wochen sehen Sie schon, dass die Stecklinge ordentlich gewachsen sind.

Über den Winter bleiben die Risslinge in ihren Pflanzgefäßen und können im nächsten Frühjahr ins Freiland gesetzt werden.

Expertentipp

Da nicht alle Stecklinge Wurzeln bilden werden, reißen Sie am besten mehr Stecklinge ab, als benötigt werden. Wichtig ist, dass Sie bei der Arbeit mit der Thuja, vor allem beim Abreißen, Handschuhe tragen, da der Pflanzensaft der Zypresse auf der Haut Entzündungen hervorrufen kann.

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© www.istockphoto.com/Lex20

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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