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Bewässerung

Weinreben gießen

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Weinreben gießen

Für einen sommerlichen, mediterranen Flair im eigenen Garten macht sich das Anpflanzen und Aufziehen von Weinreben besonders gut. Doch der Wein ist eine Rank- und Kletterpflanze, die eine etwas anspruchsvollere Pflege verlangt. Der folgende Ratgeber gibt einen hilfreichen Überblick über die beste Art, die südländische Traube richtig zu gießen:

Das Alter der Rebe ist bestimmend

Das Alter der Rebe ist bestimmend


Für das vitale und optimale Wachstum von Weinreben ist ein genau abgestimmter Wasserhaushalt unabdingbar: Denn neben dem Standort (von Schatten über Halbschatten bis hin zu Sonnig) entscheidet auch das Alter der Rebe über das Gießverhalten sowie die zu gießende Wassermenge.

Beim Gießen von Wein kann man sich nachfolgender allgemeingültigen Regel richten: Je jünger die Pflanze ist, desto wasserdurstiger ist sie. Das bedeutet, dass man vor allem direkt nach dem Anpflanzen der Weinrebe eben diese mit einer sehr hohen Menge an Gießwasser versorgen sollte. Denn in der ersten Wachstumsphase hat die Pflanze die Aufgabe, ein kräftiges Wurzelsystem auszubilden. Diesen Prozess kann sie nur erfolgreich vollziehen, wenn sie dafür mit einer ausreichenden Wasserkapazität versorgt wurde.

Am besten sollten Sie die jungen Pflanzen also alle 2 bis 3 Tage großzügig und durchdringend gießen. Dieses Gießverhalten ist auch bei Nieselregen nötig, bei starken Wassermengen aus den Wolken ist der junge Wein allerdings in dieser Zeit zur Genüge mit Wasser angereichert.

Die goldene Gießregel

Die goldene Gießregel
Viele sind sich vor allem beim Gießen von Jungpflanzen aufgrund des hohen Wasseranspruchs unsicher, ob die Menge an Wasser wirklich ausreicht und neigen dazu, die Rebe in Flüssigkeit ertrinken zu lassen. Für ein angemessenes Wasservolumen kann man daher eine generelle Faustregel aufstellen:

Innerhalb von einer Woche (7 Tage) sollte jeweils eine Jungpflanze mit 10 Liter Wasser versorgt werden!

Dieser Rhythmus sollte innerhalb der ersten 6 Wochen auf jeden Fall eingehalten werden und kann in der anschließenden Zeit langsam bis auf 6 Liter reduziert werden. Wenn sich die Weinrebe nach 2 Jahren im Erdreich gut etabliert hat, kann sie problemlos mit dem natürlichen Aufkommen des Regens zurechtkommen. Durch ihre tiefgehenden Wurzeln kann sie dann eine Trockenzeit von bis zu 3 Wochen einfach verkraften und benötigt kein zusätzliches Wasser.

Die beste Gießtechnik

Um das Wurzelwachstum der Pflanze zu fördern und sie in einen guten Wuchs zu bekommen, sollte sie nicht täglich gewässert werden. Denn aus diesem Gießverhalten ergibt sich eine bequeme Weinrebe, welche die nahtlose Flüssigkeitsversorgung registriert und ihr Wurzelsystem lediglich knapp unter der Oberfläche des Bodens ausbreitet. Denn so bekommt sie auch kurz unter dem Erdboden ausreichend Wasser, welcher täglich als Nachschub zur Verfügung gestellt wird.

Damit die Weinrebe ihre Wurzeln mehrere Meter unter der Erde ausbreitet und stabiler im Wachstum wird, sollte sie seltener, aber großzügig gegossen werden. So kann die Pflanze optimal in den jeweiligen Trockenperioden ihre Wurzeln so ausbilden, dass diese in die tieferen Schichten und zum dortigen Wasser gelangt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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