Connect with us

Dünger

Weinreben düngen

Veröffentlicht

auf

Weinreben düngen

Wein ist eine Nutzpflanze, welche nicht nur im Süden auf großen Flächen angebaut wird und sich für die Herstellung eines alkoholhaltigen Getränks eignet. Auch hierzulande kann der Wein unter guten Bedingungen gedeihen, zum Beispiel an den sonnigen Südseiten von Häusern und Scheunen. Damit die rankende Pflanze nicht nur dekorativ aussieht, sondern auch wohlschmeckende und gesunde Erträge einbringt, sollte sie entsprechend behandelt werden. Das optimale Düngen erhöht die Entstehung der Früchte und somit auch die Ernte.

Der optimale Zeitpunkt für die Düngung

Der optimale Zeitpunkt für die Düngung

Bereits bei der Pflanzung von Weinstöcken sollte der Grundstein durch eine gute Düngung gelegt werden. Das bedeutet, dass der Boden entsprechend vorbereitet werden sollte, noch bevor die Pflanzen an ihrem Standort eingesetzt werden.

Zusätzlich sollte im Frühjahr, also zum Anfang der Saison vorbeugend gedüngt werden. Im Laufe des Jahres wird dann meist nur noch ein eventuell entstandener Mangelschaden durch eine gezielte Düngung behandelt beziehungsweise diesem vorgebeugt.

Wichtig ist der richtige PH-Wert des Düngers, da dieser darüber entscheidet, wie gut und vor allem wie lange das Substrat wirkt.

Die verschiedenen Dünger für Weinreben

Die verschiedenen Dünger für Weinreben
Wer professionell Wein anbaut, weiß um die Schwierigkeiten, die es in der Haltung und Pflege zu beachten gibt. Je nachdem, in welcher Lage und bei welchen Bodenbedingungen der Wein wächst, sollte auch die entsprechend effektive Düngung vorgenommen werden. Für eine wohlschmeckende und reichhaltige Ernte ist besonders der Kalkgehalt des Bodens verantwortlich. Wer Gewinn aus seinen Reben erzielen möchte, sollte daher eine umfassende Bodenanalyse erstellen und dementsprechend düngen. Dafür werden sowohl Proben aus dem Oberboden bis ca. 30 cm Tiefe als auch aus dem Unterboden aus rund 70 cm Tiefe entnommen und analysiert.

Hobbygärtner, die keinen großen Wert auf eine reichhaltige Ernte der Weinreben legen, können sich diese Untersuchungen auch ersparen, wenn sie wissen, wie in etwa ihr Mutterboden beschaffen ist.

  • Organischer Dünger
  • Mineralischer Dünger
  • natürlicher Dünger

Der organische Dünger

Eine organische Nährstoffversorgung der Weinreben besitzt mehrere Vorteile und ist somit sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll. Denn ein organischer Langzeitdünger ist nicht nur umweltfreundlich und schont Mensch und Tier, er versorgt den Wein auch über einen langen Zeitraum mit den notwendigen Nährstoffen. Dadurch werden die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen im Boden einerseits geschont und andererseits angeregt.

Organische Dünger sind im Fachhandel sowie online im Internet erhältlich. Sie können verschiedene Inhaltsstoffe besitzen. In der Regel werden zum Beispiel tierische oder pflanzliche Abfallstoffe der Lebensmittelindustrie, Pflanzenextrakten sowie Algen und Guano verwendet.

Wichtig ist die Höhe des Stickstoffs, die die Bildung der Blätter sowie deren Wachstum beeinflusst. Phosphor und Calcium werden benötigt, damit sich die Blüten sowie die anschließende Bildung der Reben optimal entwickeln.

Organischer Langzeitdünger sollte bereits direkt vor der Pflanzung in den Boden eingebracht werden. Wichtig ist, nach dem Einpflanzen gut zu wässern, damit sich die Nährstoffe im Boden verteilen können.

Nach zwei Monaten bietet sich eine zweite Düngung an, die nun leicht ins Erdreich eingearbeitet wird. Da es sich hierbei um einen Langzeitdünger handelt, ist eine weitere Düngung nicht notwendig. Wer seinen Ertrag jedoch noch etwas pushen möchte, kann den natürlichen Dünger noch einmal ca. einen Monat vor der Ernte verwenden.

Der mineralische Dünger

Mineraldünger wie Blaukorn und Flüssigdünger sind preiswert und leicht in der Handhabung. Daher kommen sie in vielen Gärten zum Einsatz. Bei der Verwendung sollte jedoch genau nach Anleitung des jeweiligen Herstellers beachtet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Wurzeln wegen einer zu hohen Konzentration verbrennen. Außerdem kann es zu erhöhten Nitratwerten kommen. Daher sollte eine regelmäßige Überwachung erfolgen.

Der natürliche Dünger

Gartenbesitzer können auch ihren Dünger für die Weinreben selbst herstellen. Denn im Haushalt und auf dem Grundstück sammeln sich viele Abfälle an, die sich hervorragend als effektive Dünger eignen. Kompost und Stallmist sind nur zwei Beispiele. Der Vorteil ist, dass alle Inhaltsstoffe auf natürlicher Basis aufgebaut sind und daher für die Umwelt und die Weinrebe im Speziellen sehr gut verträglich sind. Ein Überdüngen ist praktisch nicht möglich, da Nebenwirkungen nicht bekannt sind. Zudem fallen sie als Abfallprodukte ohne zusätzliche Kosten jederzeit an.

Für eine leichte Ausbringung bieten sich angesetzte Pflanzenjauchen an. Sehr beliebt sind Brennnesseljauchen, da die Pflanze über viele wertvolle Nährstoffe verfügt, die auch der Weinrebe zugutekommen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die stark wuchernden Brennnesseln können so in großer Zahl sinnvoll verwendet werden. Für die Herstellung werden die abgeernteten Pflanzenteile in Wasser eingeweicht und abgedeckt mehrere Tage stehengelassen. Daraus entsteht ein Sud, der mit dem dann der Wein in regelmäßigen Abständen gegossen wird. Nachteilig ist jedoch, dass Brennnesseljauche recht geruchsintensiv ist.

Expertentipp

Ein weiterer natürliche Nährstofflieferant für Pflanzen ist der sogenannte Wurmtee. Er entsteht beim Kompostieren von Biomüll mithilfe von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen sowie Regenwürmern. Während des Prozesses tritt überschüssige Flüssigkeit aus, die sehr nährstoffreich ist und sich hervorragend als Düngemittel eignet. Wurmtee verfügt zudem über aktive Bodenorganismen, die die diese Inhaltsstoffe für eine gute Pflanzenverfügbarkeit aufschlüsseln. Die damit behandelten Pflanzen werden kräftiger und robuster. Das Resultat ist ein höherer Ertrag als bei Pflanzen, die nur eine einfache Nährstoffzufuhr erhielten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auch getrockneten Kaffeesatz zum Düngen verwenden?

Prinzipiell ja. Denn er ist natürlich und besitzt unter anderem Schwefel sowie Phosphor und Stickstoff. Inhaltsstoffe, die wichtiger Bestandteil für eine Düngung von Weinstöcken sein sollten. Zudem lässt es sich gut auf den Boden aufbringen und leicht einarbeiten. Jedoch ist zu beachten, dass sich bei einer zu häufigen Verwendung von Dünger aus Kaffeesatz der pH-Wert des Mutterbodens in den sauren Bereich verändern kann. Daher sollte Kaffeesatz nur mäßig zum Düngen verwendet werden.

Ich möchte Wurmtee verwenden, möchte ihn aber nicht selbst herstellen. Kann man diesen hochwertigen Dünger auch käuflich erwerben?

Gartenbesitzer, die ihren Wurmtee nicht selbst herstellen möchten, aber dennoch von den zahlreichen Vorteilen profitieren möchte, können das Präparat ebenfalls online bestellen oder im Fachhandel vor Ort kaufen. Dabei unterscheidet man zwischen aktiven und inaktiven Wurmtee.

Was ist der Unterschied zwischen dem aktiven und dem passiven Wurmtee?

Der passive Wurmtee ist das Resultat, wenn man den Kompost rund einen Tag im Wasser ziehen lässt. Anschließend wird er als Flüssigdünger auf und an den Weinreben ausgebracht.

Der aktive Wurmtee wird zusätzlich noch temperiert und belüftet. Seine hauptsächliche Funktion ist eine sehr wirksame und nachhaltige Verbesserung der Zusammensetzung aller Bodenlebewesen und dient daher nur nebenbei der direkten Düngung des Bodens.

Was kann ich noch tun, um die Wirkung eines Düngers für den Weinstock zu verbessern?

Wird nach der Ausbringung von Flüssigdünger auch noch eine Schicht von Mähabfällen vom Rasenmähen ausgebracht, so wird einerseits die Verdunstung der Feuchtigkeit an warmen Tagen verlangsamt und andererseits der Boden mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt. Das optimiert die Wirkung des Düngers.

5/5 - (1 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Leonsbox
© www.istockphoto.com/Mihail Rudenko
© www.istockphoto.com/Vitalii Marchenko

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die neusten Kommentare

Gerade populär