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Kletterpflanzen

Wie giftig ist die Trichterwinde?

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Wie giftig ist die Trichterwinde

Trichterwinden, auch Pracht- oder Prunkwinden genannt, sind bei Gartenbesitzern sehr beliebt, denn mit ihren trichterförmigen Blüten, die in den verschiedensten Farben von Weiß über Rosa, Rot, Violett und Hellblau bis hin zu Hellbraun leuchten, ist die bis zu 3m hohe Kletterpflanze ideal, um kahle Hauswände, nackte Wasserrohre oder gemütliche Gartenpavillons dekorativ aufzuwerten. Zudem ist sie sehr anspruchslos und setzt mit ihrer ausdauernden Blütenpracht, die von Juli bis in den Oktober hineinreicht, schöne Farbtupfer im Garten.

Schön, aber giftig

Schön, aber giftig
Doch bei aller Schönheit ist auch Vorsicht geboten, denn viele Arten der Trichterwinde sind giftig. Das liegt an den in allen Pflanzenteilen enthaltenen Lysergsäureamiden bzw. Mutterkornalkaloiden. Besonders achtsam sollte man mit den Samenkapseln sein, in denen der Stoff in besonders hoher Konzentration zu finden ist. Der Gehalt an Lysergsäureamiden ist in den verschiedenen Arten der Trichterwinde, von denen es ca. 600 gibt, sehr unterschiedlich, sodass auch die Auswirkungen auf Mensch und Tier verschiedenartig ausfallen können. Die giftige Wirkung tritt allerdings nur beim Verzehr von Teilen der Pflanze auf und kann je nach Wirkung Kreislaufprobleme, Übelkeit, Halluzinationen und bei entsprechend hoher Dosierung sogar zum Tod führen. Hat man also Vertreter der Gattung der Trichterwinde in seinem Garten sollte man dringend darauf achten, Kinder und Haustiere von diesen fernzuhalten.

Rituelles Rauschmittel bei den mexikanischen Ureinwohnern

Rituelles Rauschmittel bei den mexikanischen Ureinwohnern
Ursprünglich ist die Trichterwinde in Mexiko beheimatet, wo ihre Samen schon seit ewigen Zeiten als wirksames Rauschmittel beliebt war. Ihre Wirkung ist mit der von LSD vergleichbar. Gemeinsam mit anderen berauschenden Substanzen wie dem Peyotl-Kaktus oder dem Teonanacatl-Pilz wurden die Samen von den mexikanischen Ureinwohnern in rituelle Zeremonien eingebunden, da man glaubte, auf diese Weise Kontakt zu den Toten aufnehmen zu können. Eingenommen wurden die Samen der Trichterwinde in Form eines Tees. Es ist möglich aus der einjährigen Trichterwinde eigene Samen für die Nachzucht im nächsten Jahr zu gewinnen. Aufgrund der beschriebenen giftigen Wirkung sollte man dabei sehr vorsichtig sein und die Samen unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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