Die Zitronenmelisse ist ein hervorragender Begleiter für mediterrane Küche. Mit ihren angenehm duftenden Blättern und ihren zierlichen Blüten bereichert sie bunte Ecken im Garten und lässt sich auch zu Tees oder Öl verarbeiten. Wer die Pflanze selbst vermehren möchte, sollte es einmal mit dem Ziehen aus Samen probieren.
Aussaat im Haus
Zitronenmelisse lässt sich spielerisch leicht aus Samen vermehren. Hierfür können Sie auf gekaufte oder selbst gesammelte Samen zurückgreifen. Als Aussaatzeitpunkt hat sich für das Freiland der Mai nach den Eisheiligen etabliert. Im Haus lassen sich die Samen aber bereits ab März auf einer hellen Fensterbank vorziehen, solange Zimmertemperatur vorherrscht.
Die Fensterbank sollte wiederum nicht zu warm sein, sodass ein Platz direkt unter der Heizung eher ungünstig ist. Benutzen Sie gewöhnliche Aussaaterde oder mischen Sie selbst je ein Drittel Blumenerde, Kompost und Sand miteinander. Streuen Sie das Substrat anschließend in Aussaatschalen oder alternativ in kleine Blumentöpfe. Wer möchte, kann ebenfalls auf ausrangierte Eierkartons zurückgreifen.
Die Gefäße sollten je bis kurz oberhalb mit Erde befüllt werden und das Substrat glatt gestrichen werden. Im Anschluss werden die Melissen-Samen auf die Erde gestreut und leicht angedrückt. Bedecken Sie die Samen nicht, denn es handelt sich um Lichtkeimer. Sprühen Sie mit einem Zerstäuber Wasser auf die Erde und halten Sie die Samen in den nächsten Wochen feucht. Nach einigen Tagen sollten die ersten Keimlinge sichtbar sein, spätestens aber nach drei Wochen. Im Anschluss können Sie die Samen regelmäßig angießen, bis sich ein stabiles Pflänzchen mit 2-3 Blattpaaren gebildet hat. Nun werden die Setzlinge in größere Töpfe pikiert und gelangen nach draußen.
Aussaat im Freien

Auch im Freiland kann Zitronenmelisse hervorragend ausgesät werden. Warten Sie, bis die letzten Fröste vorbei sind und bereiten Sie dann das Substrat draußen vor. Zitronenmelisse mag sandige, aber nährstoffreiche Böden. Lockern Sie also gegebenenfalls die Erde auf, um Sie durchlässiger zu machen und fügen bei Bedarf Kompost hinzu.
Nun gehen Sie wie drinnen vor: Die Samen werden nur angedrückt und am besten leicht befeuchtet, sodass Sie nicht wegschwemmen. Halten Sie das Saatgut gleichmäßig feucht, bis sich die ersten Sprösslinge bilden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Pflege der Melisse recht unproblematisch. Bis auf regelmäßige Wassergaben benötigt die Zitronenmelisse normalerweise keinen Dünger und wächst schnell zu stattlichen Größen heran.
Expertentipp
Probieren Sie unterschiedliche Arten der Zitronenmelisse aus, um die für Sie aromatischste Pflanze zu finden. Beliebt sind die Zwerg-Zitronenmelisse Compacta, Gigantea oder die aromatische Kreta-Melisse.
Häufig gestellte Fragen
Kann man selbst gesammelte Samen aussäen?
Ja, das ist problemlos möglich. Warten Sie, bis die einstigen Blüten ausgereift sind und die Samen eine bräunliche Färbung aufweisen. Dann können Sie eingesammelt und aufbewahrt werden.
Lässt sich die Zitronenmelisse auch anders vermehren?
Ja, durch Teilung der Pflanze im Frühjahr oder durch das Vermehren von Einzeltrieben. Schneiden Sie diese im Sommer ab und lassen sie in Aussaaterde anwurzeln.
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