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Kübel- / Balkonpflanzen

Buchsbaum richtig auf dem Balkon überwintern

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Buchsbaum richtig auf dem Balkon überwintern

Schon seit vielen Jahrhunderten prägt der Buchsbaum die Gartenkultur in aller Welt. In unseren Breitengraden werden vornehmlich der Gewöhnliche Buchsbaum, der Japanische Buchsbaum sowie der Kleinblättrige Buchsbaum kultiviert. Doch alle der rund 70 verschiedenen Arten sind relativ anspruchslos und winterhart.

Da Buchsbäume überaus schnittverträglich sind und sehr einfach in jede nur gewünschte Form gebracht werden können, eignen sie sich gut als dekoratives Element bei der Gartengestaltung. Gern werden die immergrünen Pflanzen auch im Topf oder Kübel kultiviert. Im Garten ausgepflanzt überstehen Buchsbäume den Winter recht gut, doch im Topf oder Kübel auf dem Balkon benötigen sie im Winter eine ganz besondere Pflege.

Gefahren im Winter

Viele Buchsbäume im Kübel überstehen den Winter nicht. Doch nicht immer erfrieren diese Pflanzen. Eine Überwinterung im Kübel auf dem Balkon birgt noch einige weitere Gefahren für den Buchsbaum, sodass die Pflanze auch im Winter eine spezielle Pflege benötigt.

Überlebt der Buchsbaum auf dem Balkon den Winter nicht, können folgende Gründe dafür verantwortlich sein:

  • Frostschäden
  • Vertrocknen der Wurzeln
  • Trockenschäden an den Blättern

Frostschäden

Frostschäden


Im Garten überstehen Buchsbäume den Winter in aller Regel gut. Bei Pflanzen, die jedoch auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert werden, benötigen die Wurzeln einen zusätzlichen Schutz.

Im Kübel befindet sich weitaus weniger Substrat rund um den Wurzelballen als bei einem Buchsbaum, der im Freiland wächst. In der Kübelkultur durchfrieren die Wurzeln bei Minusgraden daher weitaus schneller als im Freiland. Damit dies auf dem Balkon nicht passiert sollte der Kübel:

  • auf eine dicke Holz- oder Styroporplatte gestellt werden
  • mit einem Vlies oder einer Folie umwickelt werden

Vertrocknen der Wurzeln

Vertrocknen der Wurzeln
Viele Buchsbäume in Kübelkultur überstehen den Winter nicht, weil die Pflanze mangels ausreichender Wasserversorgung vertrocknet. Während des Winters verdunstet weiterhin Feuchtigkeit über die Blätter und auch die Wurzeln des Buchsbaums benötigen in dieser Zeit weiterhin Wasser.

Im Kübel kann das Substrat jedoch nur einen geringen Feuchtigkeitsvorrat speichern. Deshalb muss der Buchsbaum im Winter regelmäßig gegossen werden. Dies darf jedoch nur an frostfreien Tagen und in geringen Mengen geschehen.

Trockenschäden an den Blättern

Trockenschäden an den Blättern
Die Blätter des Buchsbaums können an einem falschen Standort oder bei falscher Düngung während des Winters völlig vertrocknen, sodass die Pflanze letztendlich eingeht.

Im Sommer empfiehlt sich die regelmäßige Düngung mit einem Kaliumdünger. Diese muss aber spätestens Ende August eingestellt werden. So können die Triebe noch vor Beginn des Winters verholzen. Dadurch wird der Buchsbaum von innen heraus vor Erfrierungen und Trockenschäden geschützt.

Wind und Sonne begünstigen das Austrocknen der Blätter. Deshalb sollte der Buchsbaum im Kübel die kalte Jahreszeit an einem windgeschützten Platz verbringen, an dem er vor praller Sonneneinstrahlung geschützt ist. Ideal zur Überwinterung sind Balkone mit einer schattige Ecke.

Expertentipp

Sind weder Gartenvlies noch Folie als Frostschutz verfügbar, kann der Buchsbaumkübel stattdessen auch in ein größeres Pflanzgefäß hineingesetzt werden, der durch ein Brett oder eine Styroporplatte den nötigen Abstand zum Boden hat. Der Raum zwischen beiden Pflanzgefäßen wird mit Rindenmulch oder Stroh als isolierende Schicht befüllt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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