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Weidengewächse

Welche Weide kann man im Garten halten?

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Welche Weide kann man im Garten halten

Eine Weide stellt eine hervorragende Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten dar und kann abhängig von der jeweiligen Sorte auch in kleineren Gärten kultiviert werden.

Vorteile

Eine Weide ist sowohl biegsam als auch stark und gilt offiziell als eigenes Ökosystem, welches bis zu zweitausendfünfhundert verschiedenen Insekten Nahrung und Obdach bietet. Sie blüht bereits im zeitigen Frühjahr und versorgt mit ihren Pollen Bienenvölker und Wildbienen. Da die Weide kein festes Kernholz ausbildet, kommt es am weichen Stamm schnell zu einem Pilzbefall. Aber auch dieser kommt Insekten, Käfern und Raupen zugute, welche in den entstehenden Mulmhöhlen Zuflucht finden. Die Mulmhöhlen vergrößern sich im Laufe der Zeit und werden dann als Brutstätte von Vögeln genutzt. Dasselbe gilt für die weitreichende Krone des Weidenbaumes, welche als Brut-, Nist- und Rastplatz zur Verfügung steht.

Für den Garten geeignete Weiden

In der freien Natur wachsen Weidebäume oft als sehr umfangreiche Exemplare heran, welche zum Beispiel am Flussufer ihre langen Äste bis zur Wasseroberfläche ausstrecken. Heimische Gärten bieten für derart große Bäume oftmals nicht ausreichend Platz. Da Weidebäume aber dafür bekannt sind, sehr anspruchslos in jedem nicht zu trockenen Boden zu gedeihen und zudem eher sonnige als schattige Standorte zu bevorzugen, gibt es auch unterschiedliche Sorten, welche im Garten ihren Platz finden können. Treiben diese unerwünscht stark aus, so vertragen sie auch kräftige Rückschnitte ohne Probleme.

Die Schweizer Weide

Die Schweizer Weide


Zu den kleineren Weidebäumen zählt zum Beispiel die Schweizer Weide, die maximal eineinhalb Meter hoch und breit wird. Sie bringt im März und April üppige Blüten hervor und versorgt mit ihren Pollen zahlreiche Insekten. Die Schweizer Weide eignet sich auch für die Kultivierung in einem Steingarten. Wird sie bereits im Herbst zu ausladend, so kann sie noch vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden.

Die Purpur-Weide

Die Purpur-Weide
Die Purpur-Weide bildet purpurfarbene Blüten aus, welche im März und April zum Vorschein kommen und zahlreiche Bienen und Wildbienen anlocken. Bereits nach kurzer Zeit zeigt das neu gepflanzte Steckholz eine üppige Entwicklung und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern. Schneidet man die Purpur-Weide auf zwei Meter zurück, so gedeiht sie weiterhin gut und kann sogar in einem Pflanzkübel kultiviert werden.

Die Pollen-Weide

Die Pollen-Weide
Die Pollen-Weide ist ein frühblühender, stark wachsender Baum, welcher bereits ab Mitte Mai zahlreiche Pollen für Bienen und Wildbienen hervorbringt. Er kann eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen und sollte unmittelbar nach der Blüte zurückgeschnitten werden, damit er sich in den Garten oder auch Gruppenbepflanzungen einfügen kann. Die Blüten sind ausschließlich männlich und verfügen über einen hohen Nektar- und Pollengehalt. Das Laub wiederum stellt eine Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen dar.

Die immerblühende Mandelweide

Die Hauptblüte der Mandelweide findet im Frühjahr statt, aber auch in den Monaten bis Oktober bildet sie weiterhin viele männliche Kätzchen aus, welche zahlreiche Insekten anlocken. Ende April darf die Mandelweide, die eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen kann, stark zurückgeschnitten werden.

Expertentipp

Werden Weiden regelmäßig geschnitten, so können sie auch als dichte Heckenpflanzen erzogen werden. Dazu werden die einzelnen Ruten zu einem eng verzweigten Sichtschutz zusammengeflochten. Besonders gut als Heckenbepflanzung geeignet ist zum Beispiel die Mandelweide.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/beekeepx

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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