Buchsbaumgewächse sind weit verbreitet und eine beliebte Wahl für Gärten und Terrassen. Trotz der Beliebtheit ist zu beachten, dass alle Pflanzenteile Giftstoffe enthalten.
Insgesamt enthält ein Buchsbaum über 70 verschiedene Alkaloide, deren Anteil in den Blättern, in der Rinde sowie in den Blüten und Früchten besonders hoch ist. Das bloße Anfassen ist nicht gefährlich, der Verzehr von Pflanzenteilen kann jedoch zu einer Vergiftung führen.
Symptome einer Vergiftung
Alkaloide haben nach dem Verzehr eine zunächst anregende Wirkung. Danach lähmen sie und senken den Blutdruck. Bei Menschen und Tieren können folgende Symptome auftreten:
- Übelkeit und Erbrechen
- Benommenheit und Lähmungserscheinungen
- Krämpfe und Zitteranfälle
- Durchfall
- Blutdruckabfall und möglicher Kreislaufkollaps
Dosis, Körpergröße und Körpergewicht sind ausschlaggebend für den Grad der Vergiftung. Aus diesem Grund sind Kleinkinder und kleine Tiere stärker gefährdet als Erwachsene.
Prävention einer Vergiftung
Um Kinder und Haustiere vor einer potenziellen Vergiftung zu schützen, sollten sich Buchsbäume immer außerhalb ihrer Reichweite befinden. Freigehege für pflanzenfressende Tiere, wie zum Beispiel Meerschweinchen und Kaninchen, stellt man in ausreichendem Abstand zu Buchsbäumen auf.
Kinder müssen über die Gefahr einer Vergiftung aufgeklärt werden. Wer seinen Garten tier- und kindgerecht gestalten möchte, sollte auf die Kultivierung giftiger Pflanzen vollständig verzichten.
Maßnahmen bei einer Vergiftung

Tiere haben aufgrund ihres geringeren Gewichts schneller eine tödliche Dosis aufgenommen als Menschen. Zudem ist die aufgenommene Menge schwer zu bestimmen. Für bis zu 30 Kilogramm schwere Hunde können 150 Gramm Buchs tödlich sein, für Katzen sind bereits 20 Gramm tödlich. Für Nagetiere endet der Verzehr von Buchsbäumen fast immer tödlich. Deshalb ist es empfehlenswert, bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort einen Tierarzt aufzusuchen.
Hat Ihr Kind Teile eines Buchsbaums verzehrt, müssen Sie zuerst die restlichen Pflanzenteile aus dem Mund entfernen und ein Glas Wasser bereitstellen. Medizinische Kohletabletten können helfen, Giftstoffe zu binden. Bei Symptomen sollten Sie umgehend in ein Krankenhaus fahren oder den Notarzt alarmieren.
Expertentipp
Es liegen keine Berichte bezüglich einer schweren Buchsbaumvergiftung mit Todesfolge bei Menschen vor, dennoch sollte man Vorsicht walten lassen. Tragen Sie bei der Arbeit mit Buchsbäumen stets Gartenhandschuhe und waschen Sie Ihre Hände sorgfältig. Lassen Sie Pflanzenteile nach dem Schneiden niemals liegen, sondern entsorgen Sie diese sofort.
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