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Zimmerpflanzen

Amaryllis wieder zum Blühen bringen – Tipps und Tricks

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Amaryllis wieder zum Blühen bringen - Tipps und Tricks

Der Ritterstern, wie die Amaryllis auch genannt wird, gehört zu den Zwiebelblumen. Im Gegensatz zu vielen, anderen Pflanzen blüht die Amaryllis in den Wintermonaten. Gegen Ende Februar verliert sie ihre Blüten und geht in die Wachstumsphase über. Damit Ihre Amaryllis im nächsten Winter ihre schönen Trichterblüten wieder hervorbringt, sind einige wissenswerte Hinweise zu beachten.

Wissenswertes

Mit einem sehr hohen Giftgehalt gehört sie zu den gefährlichsten Zimmerpflanzen. Der Verzehr geringer Mengen kann Erbrechen, Herzrhythmusstörungen oder sogar Lähmungen hervorrufen. Die Zwiebel besitzt die höchste Giftkonzentration, welche bei Konsum sogar tödliche Folgen haben kann.

Auch der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Entzündungen führen. Deshalb sollte sich die Pflanze nicht in der Reichweite von Babys, Kleinkindern oder Tieren befinden. Beim Schneiden der Pflanze ist es außerdem ratsam Handschuhe zu tragen.

Amaryllis richtig schneiden

Amaryllis richtig schneiden


Zu Frühlingsbeginn verliert die Amaryllis ihre Blütenpracht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Pflanze bestrebt, ihre ganze Energie in die Samenproduktion zu stecken. Aus diesem Grund versucht sie sämtliche Pflanzenbestandteile, die sie nicht zwingend benötigt, loszuwerden. Nun steht für den Pflanzenliebhaber der Rückschnitt des Gewächses an.

Zunächst wird dazu die verwelkte Blüte vom Hauptstängel abgeschnitten. Hierfür eignen sich ein sauberes Messer oder eine Schere. Mit der Zeit verwelkt und vergilbt auch der Rest des Hauptstängels. Erst dann darf der Stiel circa 5 Zentimeter oberhalb der Zwiebel abgeschnitten werden. Die grünen Blätter, die neben dem Hauptstängel wachsen, können erhalten bleiben und sollten noch nicht abgeschnitten werden.

Gießen und Düngen

Gießen und Düngen
Nach dem Rückschnitt benötigt die Pflanze genügend Wasser. Es ist ausreichend, wenn das Substrat durchgehend leicht feucht ist, denn zu viel Wasser begünstigt Pflanzenfäulnis oder Schimmel. Um Staunässe zu verhindern, wird die Amaryllis vorzugsweise über den Untersetzer gegossen. Zusätzlich kann eine Drainage helfen, überschüssiges Wasser abfließen zu lassen.

Neben der regelmäßigen Bewässerung sollte der Ritterstern in einem dreiwöchigen Rhythmus gedüngt werden. Hierzu eignet sich flüssiger Blühpflanzen- oder Langzeitdünger in Form von Granulat.

Vorbereitung auf die Ruhephase

Vorbereitung auf die Ruhephase
Die Amaryllis stammt ursprünglich aus den Tropenwäldern. Deshalb richtet sich ihr Zyklus nach den Regen- und Trockenzeiten und die Ruhephase beginnt im Spätsommer. Ab August wird die Pflanze nicht mehr gewässert und gedüngt. Sobald die restlichen Blätter verwelkt und vertrocknet sind, können sie entfernt werden. Anschließend benötigt die Zwiebel einen kühlen Standort. Dafür bieten sich Kellerräume an. Ein guter Richtwert für die Raumtemperatur sind circa 15°C.

Amaryllis Umtopfen und zum Blühen bringen

Im November ist es an der Zeit, den Ritterstern umzutopfen. Die Zwiebel wird aus der alten Erde herausgenommen, bis zur Hälfte mit frischer Blumenerde bedeckt und danach gewässert. Es kann vorkommen, dass sich neben der Zwiebel weitere Tochterzwiebeln gebildet haben. Um aus ihnen neue Pflanzen zu ziehen, werden sie in weitere Blumentöpfe mit frischer Erde gepflanzt. Ein heller Standort bei Zimmertemperatur begünstigt das Wachstum der Pflanzen. Ist der Stiel einige Zentimeter herangewachsen, reicht es aus, den Ritterstern einmal wöchentlich zu gießen. Anschließend wird sich die Blütenpracht in den Wintermonaten entfalten.

Expertentipp

Besonders in der Weihnachtszeit wird die Amaryllis gern als Schnittblume für dekorative Zwecke verwendet. Damit sie länger hält und gut aussieht, gibt es einen kleinen Trick. Hierfür wird die Blume kopfüber an einem Faden aufgehängt und der hohle Stiel mit Wasser befüllt. Nach ein paar Stunden sieht die Blüte wieder frisch und kräftig aus.

Häufig gestellte Fragen

Welches Wasser ist optimal zum Gießen einer Amaryllis?

Lauwarmes und kalkarmes Wasser verträgt die Pflanze am besten. Die Zwiebel sollte beim Gießen nicht nass werden, sondern nur die Erde um den Pflanzenstiel herum.

Was kann man gegen Fäulnis an einer Amaryllis tun?

Ist die Zwiebel zu tief in der Erde vergraben, kann es vorkommen, dass sich Pflanzenfäule breit macht. Durch vorsichtiges Abtrennen der betroffenen Zwiebelschichten lässt sich die Fäule entfernen. Die Zwiebel kann, nachdem sie einen Tag getrocknet wurde, wieder in frische Erde eingesetzt werden.

Was ist zu tun, wenn die Amaryllis im Sommer blüht?

Aufgrund einer zu niedrigen Raumtemperatur kann sich die Ruhezeit verschieben. Dies hat zur Folge, dass die Pflanze zu einer anderen Zeit blüht. Wird ein Standort mit optimalen Bedingungen gewählt, passt die Amaryllis ihren Zyklus an.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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