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Pflanzenkrankheiten

Bambus Krankheiten behandeln

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Bambus Krankheiten behandeln

Bambus ist bekannt für seine Robustheit und Widerstandsfähigkeit. Krankheiten treten daher nur äußerst selten auf. Sieht der Bambus schlecht aus, bekommt gelbe Blätter oder verliert gar sein Blattwerk komplett, liegt dies meist an falschen Standortbedingungen oder an der falschen Pflege. Nur in seltenen Fällen sind Krankheiten die Ursache für den schlechten Zustand der Pflanze.

Durch Vorbeugung Krankheiten vermeiden

Durch Vorbeugung Krankheiten vermeiden


Schon bei der Pflanzung kann einiges getan werden, damit der Bambus gesund und kräftig bleibt. Bambus benötigt grundsätzlich genügend Platz an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Damit die Pflanze dauerhaft vital bleibt, müssen zudem genügend Nährstoffe vorhanden sein.

Bambus ist recht anspruchslos in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit. Trotzdem sollte sandiger Boden vor der Pflanzung ein wenig aufbereitet werden. Staunässe verträgt Bambus nicht. Ein möglichst durchlässiger Boden, sodass das Wasser gut abfließen kann, ist ideal.

Eine regelmäßige Düngung ist zwar wichtig, doch zu viel Dünger tut dem Bambus auch nicht gut. Wurde einmal zu viel gedüngt, kann der überschüssige Dünger durch kräftiges Gießen aus den Rhizomen herausgewaschen werden.

Zwar ist Bambus vor allem wegen seines dichten Laubs beliebt, doch stehen die Halme zu dicht, kann es durch die schlechtere Luftzirkulation schneller zu einem Befall mit Läusen kommen. Um die Luftzirkulation zu verbessern, können problemlos bis zu einem Fünftel der Halme herausgeschnitten werden, ohne dass der Bambus Schaden nimmt.

Nässe- und Trockenschäden von Krankheiten unterscheiden

Nässe- und Trockenschäden von Krankheiten unterscheiden
Eigentlich ist Bambus eine sehr robuste Pflanze, die nur wenige Ansprüche stellt. Auf Staunässe und eine zu hohe Trockenheit reagiert die Pflanze jedoch ein wenig empfindlich. Können die Rhizome nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen, rollt Bambus seine Blätter ein, um die Verdunstung zu mindern. Bei anhaltender Trockenheit vertrocknen die Blätter letztendlich. Sie werden gelb und fallen schließlich ab.

Trocken- oder Nässeschäden können beim Bambus zu jeder Jahreszeit auftreten. Im Frühjahr und im Herbst ist die Pflanze häufig von Nässeschäden betroffen, während im Sommer und im Winter ein vermehrter Blattabwurf durch zu lang andauernde Trockenheit entstehen kann. Erstes Anzeichen sind immer stark eingerollte Blätter.

Gründliches wässern in Trockenphasen des Sommers sowie das Gießen vor Frostperioden im Winter kann Abhilfe schaffen.

Getreiderost

Getreiderost
Beim Getreiderost handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Erkennbar ist Getreiderost an braunen Flecken auf den Blättern. Die Pilzerkrankung entwickelt sich meist aufgrund von zu hoher Luftfeuchtigkeit, die durch beengte Platzverhältnisse leicht entstehen kann.

Befallene Blätter werden letztendlich abgeworfen. Als Sofortmaßnahme sollte durch Auslichten der Halme für eine bessere Luftzirkulation gesorgt werden. Die abgeworfenen Blätter sollten entsorgt werden, damit sich der Pilzbefall nicht weiter ausbreitet.

Schädlinge am Bambus

Schädlinge am Bambus
Auch wenn Bambus recht widerstandsfähig ist, kann die Pflanze von Schädlingen befallen werden. Meist handelt es sich dann um:

  • Blattläuse
  • Schmier- und Wollläuse
  • sehr selten hierzulande Bambusmilbe

Schädlinge befallen vor allem geschwächte Pflanzen. Zu große Trockenheit, Staunässe oder beengte Platzverhältnisse können den Bambus schwächen, sodass Schädlinge ein leichtes Spiel haben. Die beste Vorsorge gegen Schädlingsbefall sind daher optimale Standortbedingungen und eine gute Pflege.

Ist die Pflanze einmal befallen, hilft bei einem schwachen Befall manchmal schon ein kräftiges Abduschen des Bambus mit dem Gartenschlauch. Reicht dies nicht, können Läuse häufig mit natürlichen Mitteln, wie das Besprühen mit einer Lauge aus Wasser und Schmierseife bekämpft werden. Notfall muss ein Insektizid zum Einsatz kommen.

Expertentipp

Nicht immer ist der Bambus krank, wenn die Pflanze schlecht aussieht und viele Blätter verliert. So werfen manche Bambusarten im Winter einen Teil ihrer Blätter ab. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, der kein Grund zur Sorge ist.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Nikada

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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