Kirschlorbeer ist durch seine Eigenschaften als Heckenpflanze besonders beliebt. Er ist äußerst pflegeleicht, immergrün und wächst schnell. Die Heckenpflanze ist jedoch recht anfällig für den Befall durch Schädlinge. Woran erkennt man einen Schädlingsbefall und welche Schädlinge befallen den Kirschlorbeer am häufigsten? Alles Wichtige rund um das Schadbild, die Schädlingsbekämpfung und potenzielle Gefahren des Kirschlorbeers ist in diesem Beitrag zusammengefasst.
Pilzbefall durch Echten Mehltau erkennen
Bei Echtem Mehltau handelt es sich um einen Pilz, der junge Triebe und Blätter befällt. Er zeichnet sich durch einen feinen Pilzbefall auf der Blattunterseite aus. Es bilden sich flächige Verkorkungen. Die befallenen Blattbereiche verfärben sich im ersten Stadium gelb und anschließend braun. Handelt man nicht, kann die Pflanze gänzlich absterben.
Erkennt man einen Befall durch den Echten Mehltau, muss man erkrankte Triebe zurückzuschneiden. Eine Behandlung mit einem Fungizid kann erwogen werden, um auch andere Pflanzen vor dem Befall zu schützen. Zuvor ist es jedoch empfehlenswert einen Esslöffel Essig mit einem Liter Wasser zu vermischen, die Flüssigkeit in eine Sprühflasche zu füllen und den betroffenen Kirschlorbeer zweimal am Tag damit einzusprühen. Die Anwendung wird so lange wiederholt bis der Befall nicht mehr zu erkennen ist.
Dickmaulrüssler – der häufigste Schädling
Der Dickmaulrüssler ist ein Schädling, der viele Pflanzen befällt und auch eine Gefahr für den Kirschlorbeer darstellt. Für die Heckenpflanze ist der Dickmaulrüssler die häufigste Form des Schädlingsbefalls. Dickmaulrüssler sind nachtaktiv und tagsüber nicht zu erkennen. Ein Befall ist durch den sogenannten Buchtenfraß erkennbar. Dieser zeichnet sich durch halbkreisförmige Fraßschäden an den Blättern aus. Besonders gefährlich für den Kirschlorbeer sind jedoch die Larven des Dickmaulrüsslers. Diese fressen die Wurzeln an und können das Wurzelwerk so beschädigen, dass die Pflanze nicht mehr genügend Wasser aufnehmen kann und vertrocknet.
HM-Nematoden sind im Handel erhältliche Fadenwürmer, die zur Bekämpfung der Larven eingesetzt werden. Sie sind die natürlichen Feinde der Schädlinge. Für die ausgewachsenen Käfer stellt man eine Holzfalle. Hierfür nutzt man ein Stück geriffeltes, unbehandeltes Holz und legt es mit der Riffelung nach unten auf die Erde unterhalb des Kirschlorbeers. Tagsüber verstecken sich die Käfer darunter und können aufgesammelt werden.
Ein Befall mit Blattläusen

Kirschlorbeer verfügt über kleine Nektardrüsen, die auf der Unterseite der Blätter liegen. Blattläuse fühlen sich von ihnen angezogen und vermehren sich rasch. Man erkennt sie in der Regel mit bloßem Auge. Ist der Befall noch nicht zu sehr fortgeschritten, kann der Kirschlorbeer mit einem Wasserstrahl abgeduscht und die Blattläuse entfernt werden.
Ist der Befall bereits relativ weit fortgeschritten, rollen sich die Blätter zusammen und verkrüppeln. Auch der sogenannte Honigtau bildet sich auf dem Kirschlorbeer und verstopft die Oberfläche der Heckenpflanze. Im Notfall kann man zu Insektiziden greifen. Andernfalls hilft eine mehrmalige Behandlung mit einer Seifenlauge.
Die Schrotschusskrankheit

Erkennt man kleine, rot-schwarze Flecken auf der Heckenpflanze, handelt es sich ebenfalls um einen Pilzbefall. Aufgrund des Krankheitsbildes nennt man diesen Befall auch Schrotschusskrankheit. Diese Pilzerkrankung findet man vor allem auf Pflanzen, die über zu viel Feuchtigkeit verfügen. Daher gilt es, Staunässe und feuchte Blätter am Kirschlorbeer zu vermeiden.
Befallenen Triebe und Blätter sollten schnellstmöglich entfernt werden. Eine Seifenlauge hat sich auch in diesem Fall als Schädlingsbekämpfung bewährt. Ist der Befall zu weit fortgeschritten, findet man spezielle Mittel im Handel. Vorbeugend empfiehlt es sich, den Kirschlorbeer in Bodennähe zu gießen, um die Blätter trocken zu halten.
Expertentipp
Die beste Vorbeugung gegen einen Schädlingsbefall des Kirschlorbeers liegt darin, einen Befall rechtzeitig zu erkennen. Deshalb sollte man die Heckenpflanze regelmäßig auf einen Befall untersuchen. Je früher man eine Veränderung erkennt, desto effektiver sind die Maßnahmen.
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