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Exotische Pflanzen

Frangipani pflegen

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Frangipani pflegen

Die Frangipani, welche auch unter den Namen Plumeria oder Tempelbaum bekannt ist, ist eine wunderschöne tropische Pflanze, die ihren Ursprung in Mittelamerika und der Karibik hat. Sie kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Sie verströmt einen herrlichen Duft und ihre Blüten schimmern seidig. Die Frangipani wird daher besonders gern auf dem Fensterbrett oder dem Balkon gehalten oder auch in den Garten gepflanzt und stellt hier eine edle Bereicherung zur übrigen Bepflanzung dar.

Mittlerweile ist die Frangipani über den gesamten Polynesischen Raum verbreitet, hat aber insbesondere in den asiatischen Ländern eine spezielle Bedeutung. Dort gilt sie als Verkörperung der Unsterblichkeit, daher wird sie oftmals in Tempelanlagen oder auf Friedhöfen angepflanzt. In den Tropen blüht diese Pflanze fast ganzjährig.

Der ideale Standort

Der ideale Standort


Als typische tropische Pflanze bevorzugt die Frangipani das helle Sonnenlicht. Sie sollte daher an einem vollsonnigen, warmen Standort ihren Platz finden. Staunässe und direkte Zugluft sollten unbedingt vermieden werden. Ab Mitte Mai darf man die Frangipani nach draußen stellen. Dort kann sie in Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen bis Ende September verbleiben. In beheizten Wintergärten oder hellen Wohnräumen ist sie auch das ganze Jahr über gut aufgehoben.

Auswahl des Bodens

Auswahl des Bodens
Die Frangipani bevorzugt eine lockere und luftige Erde. Somit sollte nicht jede beliebige Erdmischung eingesetzt werden. Ein geeignetes Gemisch ist eine Kombination von Kaktuserde, Perliten, Tonsteinchen sowie Kokosrinde, welche jeweils im Baumarkt erhältlich sind. Die zusätzliche Zugabe von Katzenstreu fördert den guten Wasserabfluss. Man sollte in jedem Fall darauf achten, dass die Frangipani nicht mit Staunässe konfrontiert wird.

Gießen

Gießen
Beim Gießen ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Wassertropfen auf den Blättern zurückbleiben, da diese dann zu Verbrennungen mit anschließendem Blattverlust führen können. Es ist daher empfehlenswert, die Pflanze immer direkt unten am Stamm zu bewässern.

Düngen

Ende März sollte man die Frangipani mit einer ersten Düngung versorgen. Im Sommer bevorzugt sie eine konstante Zugabe von Dünger, welche im Idealfall wöchentlich vorgenommen wird. Dadurch wird die gesunde Pflanzenstruktur gefördert und das Wohlbefinden der Pflanze gesichert. Ein Dünger mit einem hohen Nitrat-Wert sorgt zusätzlich für eine besonders üppige Ausbildung der Blüten.

Schneiden

In der Regel benötigt die Frangipani keinen Schnitt. Jedoch lässt sich dadurch bei Bedarf ihre Form kontrollieren, sollte sie etwas zu groß geworden sein. Dabei ist aber darauf zu achten, dass ein zu radikaler Schnitt schädlich für das zukünftige Pflanzenwachstum sein kann. Aus den entstandenen Schnittstellen können sich im Anschluss neue Verzweigungen bilden.

Der optimale Winterschutz

Ein besonders wichtiger Punkt ist die korrekte Überwinterung der Frangipani. Sie reagiert als tropische Pflanze äußerst empfindlich auf Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die korrekte Pflege während der kalten Wintermonate ist somit aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit besonders entscheidend. Die entsprechenden Vorkehrungen für die Winterruhe sollte man bereits im Herbst treffen. Dazu zählt, dass ab Mitte Oktober die Wassergaben zunächst schrittweise reduziert werden. Ab Anfang November stellt man das Gießen der Frangipani dann komplett ein. Dies führt dazu, dass die zuvor kräftig grünen Blätter langsam abgeworfen werden. Zurück bleibt nur der grüne Stamm. Ab diesem Zeitpunkt kommt die Pflanze auch komplett ohne Licht aus, benötigt jedoch Temperaturen von mindestens fünf Grad Celsius. Besonders geeignet als Überwinterungsstätte während der kalten Monate sind gut temperierte Kellerräume oder Garagen.

Ist nach einiger Zeit zu erkennen, dass der Stamm sich etwas runzelig zeigt, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Frangipani bisher nur über kleine Wurzeln verfügt, welche nicht ausreichend viel Wasser speichern können, um die Pflanze ohne zusätzliches Gießen überwintern zu lassen. Dann sollte man sie mit etwas Wasser versorgen. Nach etwa zwei Tagen kann man beobachten, wie sich der Stamm wieder festigt.

Einige Arten der Frangipani sind immergrün und legen auch im Winter ihr üppiges Blattwerk nicht ab. Dennoch sollte man auch bei diesen Pflanzen vollständig auf das Gießen verzichten, jedoch benötigen diese Arten einen hellen Standort während ihrer Überwinterungsphase.

Die Winterruhe der Frangipani wird beendet, indem man diese bereits ab Ende März an einen hellen Standort stellt. Werden die ersten Blätter gebildet, so kann die Pflanze mäßig gegossen und zusätzlich mit etwas Dünger versorgt werden. Nach etwa drei Wochen kann man das normale Gießverhalten der Frangipani wieder aufnehmen.

Vermehren

Die Frangipani lässt sich mit Hilfe von Stecklingen relativ leicht vermehren. Hierzu werden dicke Zweige der tropischen Pflanze anhand eines scharfen Schneidewerkzeuges mit einem sauberen Schnitt abgetrennt. Dabei ist darauf zu achten, dass die einzelnen abgetrennten Triebe über eine Länge von 25 Zentimeter verfügen sollten. Die Schnittstelle lässt man im Anschluss einige Tage trocknen. Danach kann der Zweig in ein Glas Wasser gestellt werden, welches wiederum an einem warmen und hellen Standort platziert werden sollte. Ungefähr drei Wochen später lässt sich die Bildung der ersten Wurzeln feststellen. Diese sollte man regelmäßig alle paar Tage mit frischem Wasser versorgen. Sobald das Wurzelwerk eine Länge von mehreren Zentimetern hat, können die Stecklinge in die Erde gesetzt werden.

Expertentipp

Die Frangipani zählt zur Gattung der Hundsgiftgewächse. Bei einer Verletzung der Blätter tritt ein Milchsaft aus, welcher giftig ist und bei Kontakt mit der Haut zu unangenehmen Reizungen führen kann. Somit ist beim Schneiden der Frangipani grundsätzlich zur Vorsicht geboten.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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