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Heckenpflanzen

Glanzmispel Pflege

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Glanzmispel Pflege

Die Glanzmispel ist auch als Glanzblattmispel oder Lorbeermispel bekannt und zählt zur Familie der Rosengewächse. Ihren Namen trägt die immergrüne Pflanze aufgrund ihrer glänzenden Blätter. Weltweit gibt es circa sechzig verschiedene Arten. Die bei uns bekannteste Art ist die Photinia davidiana, welche besonders beliebt ist, da sie im Herbst und Winter über leuchtend rote Blätter verfügt. Die Glanzmispel eignet sich sehr gut zum Anlegen einer immergrünen Hecke, da sie eine Wuchshöhe von etwa acht Metern bei einer Breite von bis zu sechs Metern erreicht.

Verwendung

Die Glanzmispel lässt sich sowohl einzeln als auch als Hecke anpflanzen. Weiterhin ist eine Kultivierung in Kombination mit Jasmin, Kirschlorbeer und Forsythien möglich. Jedoch kann diese Pflanze auch in einem Kübel gehalten werden. Besonders im Herbst und Winter sorgt sie im Garten durch ihr ziervolles Laub für eine optische Bereicherung. Dadurch, dass der leuchtende Neuaustrieb der Blätter im Frühling bis zu vier Monate dauern kann, kann man sich besonders lange an diesem Blickfang erfreuen.

Boden und Standort

Boden und Standort


Die Glanzmispel gedeiht insbesondere in nährstoffreichen, mäßig trockenen und durchlässigen Böden. Sie ist nicht besonders anspruchsvoll und passt sich unterschiedlichen pH-Werten an. Dadurch wächst sie sowohl in sauren als auch in alkalischen Böden. Der Standort der Glanzmispel sollte geschützt und sonnig bis halbschattig sein. Allgemein reagiert die Pflanze sehr empfindlich auf Frost, daher sollte sie ausschließlich in wintermilden Gebieten, wie zum Beispiel im Weinbaugebiet, angepflanzt werden.

Pflanzung und Pflege

Pflanzung und Pflege
Der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung ist im Herbst oder Frühjahr. Als empfehlenswert hat sich jedoch die Frühjahrspflanzung herausgestellt, da die Pflanze dann keine langen Kältephasen mehr überstehen muss und ihr Wurzelwerk besser ausbilden kann. Die Pflanzerde sollte man mit Kompost anreichern, das Pflanzloch sollte im Verhältnis zum Topfballen der Glanzmispel über eine doppelte Tiefe und Breite verfügen. Vor dem Einpflanzen taucht man den Ballen in einen Wassereimer, damit dieser sich komplett vollsaugen kann. Ein Vorteil dieser Methode ist auch, dass sich anschließend der Topf leichter entfernen lässt. Danach stellt man den Strauch in die Mitte des Pflanzloches und richtet die Pflanze senkrecht aus. Es ist wichtig, dass die Oberfläche des Ballens ebenerdig mit dem Boden abschließt. Dann kann das Pflanzloch mit dem Aushub befüllt werden. Um eventuelle Hohlräume zu schließen, sollte man die Erde um den Ballen herum sorgfältig festtreten. Abschließend wird das Gehölz ausreichend gegossen.

Generell ist es nicht nötig, die Glanzmispel mit Dünger zu versorgen. Möchte man der Pflanze dennoch einige Nährstoffe zufügen, so bietet sich hierfür ein Langzeitdünger an, welchen man einmal im Frühjahr einsetzen kann.

Schnitt

Schnitt
Als einzelnes Gewächs benötigt die Glanzmispel keinen Schnitt. Wird sie als Heckenpflanze kultiviert, ist es jedoch empfehlenswert, im Frühling nach der Blüte einen Pflegeschnitt vorzunehmen. Dieser kann durchaus kräftig ausfallen und man kann die Pflanze bis auf einen halben Meter über dem Boden zurückschneiden. Jährlich ist ein Wachstum zwischen 20 und 40 Zentimeter zu beobachten.

Krankheiten und Schädlinge

Bei der Glanzmispel ist ein Befall von Feuerbrand möglich, jedoch haben sichtbare Flecken auf den Blättern in den meisten Fällen eine andere, harmlose Ursache. Handelt es sich um rötliche Flecken, so stammen diese meistens von Kälte oder Frost. Werden zusätzlich gelbe Ränder sichtbar und verliert die Glanzmispel Laub, so kann auch ein Pilzbefall der Grund dafür sein. Oftmals ist es bereits hilfreich, die beschädigten Blätter zu entfernen und die geschwächte Glanzmispel mit einer ausreichenden Wasser- sowie Nährstoffzugabe wieder aufzubauen.

Um einem Blattlausbefall vorzubeugen, ist ein Einsprühen der Glanzmispel mit Knoblauchsud im Frühjahr empfehlenswert. Außerdem haben sich verschiedene Mittel auf Rapsölbasis als hilfreich erwiesen. Ein weiterer Schädling, mit welchem die Glanzmispel konfrontiert werden kann, ist der Dickmaulrüssler. Während dem Käfer die Blätter zum Opfer fallen, richten seine Larven an den Wurzeln großen Schaden an. Man sollte in diesem Fall auf Fadenwürmer, wie zum Beispiel Nematoden, zurückgreifen, da ein einfaches Absammeln der Schädlinge nicht ausreichend ist.

Expertentipp

Die Glanzmispel sollte in keinem Fall später als im Oktober geschnitten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die frisch geschnittenen Äste Frostschäden erleiden können.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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