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Haselnussbaum schneiden

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Haselnussbaum schneiden

Haselnusssträucher erfreuen sich seit vielen Jahrzehnten in unseren Breitengraden großer Beliebtheit. Haselnüsse sind nicht nur reich an Vitaminen, sondern auch an ungesättigten Fettsäuren. Das bis zu zehn Meter hohe und maximal fünf Meter breite Gehölz setzt keine Nüsse mehr an, wenn das Innere nicht ausgelichtet wird.

Wir erklären Ihnen, wie Sie Haselnusssträucher schneiden sollten, welche Schnittvarianten zur Auswahl stehen und wann der ideale Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist.

Ist ein regelmäßiger Rückschnitt notwendig oder optional?

Haselnussbäume zählen zu den ziemlich pflegeleichten Gehölzen. Ein Schnitt ist zwar nicht unbedingt notwendig, jedoch ratsam, um den Baum in Form zu bringen. Sollte Ihr Haselnussstrauch nicht mehr ausreichend Platz zur Verfügung haben, ist ein Rückschnitt unabdingbar.

Bei alten Pflanzen ist ein Verjüngungsschnitt ratsam!

Wenn Sie nur den natürlichen Wuchs erhalten möchten, reicht es aus, den Baum in regelmäßigen Abständen auszulichten. Hierfür schneiden Sie einfach die alten und trockenen Triebe in Bodennähe ab. Zudem sollten Sie die am Wurzelstock befindlichen Wildtriebe entfernen.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für einen Schnitt?

Wann ist der ideale Zeitpunkt für einen Schnitt


Wenn Sie Ihren Haselnussstrauch nur in Form bringen möchten, ist ein Formschnitt alle zwei bis drei Jahre ausreichend. Der Formschnitt muss bereits im Winter erfolgen, da dieses Gehölz Ende Februar oder März zu blühen beginnt.

Einen Rückschnitt können Sie entweder im Herbst oder im Winter durchführen, da die Blüten des Haselnussstrauchs im März vollkommen ausgebildet sind. Verzichten Sie daher auf einen Rückschnitt im Frühling! Vorteilhaft am Rückschnitt Oktober oder November ist, dass der Strauch keine Blätter mehr trägt und Sie die Äste sehr gut erkennen können. Zudem sind die Äste trocken und das Gehölz kann nicht verbluten. Wählen Sie für den Rückschnitt einen frostfreien trockenen und bedeckten Tag!

Welche verschiedene Schnitttechniken gibt es?

Welche verschiedene Schnitttechniken gibt es
Sie können Ihren Haselnussstrauch mit unterschiedlichen Schnitttechniken in Form bringen. Diese Pflanze ist äußerst schnittverträglich und verzeiht selbst einen radikalen Rückschnitt. Empfehlenswerter als die radikale Methode ist eine regelmäßige Pflege wie ein Auslichtungs-, Erhaltungs- oder Formschnitt.

Formschnitt – wie und wozu?

Formschnitt - wie und wozu
Der Formschnitt verhindert die ungehinderte Ausbreitung des Haselnussstrauches. Mit einem Formschnitt können Sie dem Höhen- und Breitenwachstum entgegenwirken.

Tipps für den Formschritt

  • Kürzen Sie gewünschte Triebe.
  • Schneiden Sie den Trieb auf 15 bis 50 cm zurück.
  • Bringen Sie den Haselnussstrauch in die gewünschte Form.

Auslichtungsschnitt – wie und wozu?

Ab dem vierten Jahr empfiehlt sich ein regelmäßiger Formschnitt. Dieser beugt dem vollständigen Zuwachsen im Strauchinneren vor. Wenn kein Licht in das Innere des Gehölzes gelangen kann, bildet der Haselnussstrauch nur spärlich Blüten und wenige Nüsse aus.

Ein Auslichtungsschnitt sorgt für neue junge Triebe, ein luftdurchlässiges Inneres und eine reichhaltige Ernte.

Tipps für den Auslichtungsschnitt

  • Entfernen Sie abgestorbene und alte Triebe.
  • Kappen Sie diese direkt an der Basis.
  • Schneiden Sie Triebe zurück, die zu dicht stehen.
  • Kappen Sie sich kreuzende Triebe.
  • Entfernen Sie in Innere wachsende Zweige.
  • Kürzen Sie alle Triebe auf eine Länge.
  • Lassen Sie lediglich die sechs- bis achtkräftigsten Triebe stehen.

Verjüngungsschnitt – wie und wozu?

Wenn Sie Ihren Haselnussstrauch schon lange nicht mehr zurückgeschnitten haben, ist ein Verjüngungsschnitt genau richtig. Ein Verjüngungsschnitt ist ein radikaler Rückschnitt, bei dem der Haselnussstrauch sozusagen auf den Stock gesetzt wird.

Tipps für den Verjüngungsschnitt

    • Zur Verjüngung des Baumes empfehlen sich drei Verjüngungsschnitte in insgesamt drei Jahren. Kappen Sie ein Drittel der Zweige auf rund 40 Zentimeter.
    • Im Folgejahr schneiden Sie die Hälfte der verbliebenen Zweige zurück, während Sie im letzten Jahr die restlichen Zweige kappen.
    • Schneiden Sie die Triebe immer über einer Knospe und setzen Sie den Schnitt leicht schräg an.

Rückschnitt – wie und wozu?

Da diese Pflanze einen extrem üppigen Wuchs aufweist, sollten Sie die richtigen Pflanzenteile entfernen.

Tipps für den Rückschnitt

      • Verhindern Sie den Zuwachs, indem Sie zuerst die am Stamm befindlichen Triebe entfernen.
      • Um zu verhindern, dass ein zweiter Strauch wächst, sollten Sie auch die Sprossen vom Boden entfernen.
      • Beim Rückschnitt sollten Sie auch abgestorbene und alte Äste in der Baumkrone entfernen, damit der Haselnussstrauch im Frühjahr und Sommer mit ausreichend Licht versorgt wird.

Radikaler Rückschnitt – wie und wozu?

Ein radikaler Rückschnitt stellt für den schnittverträgliche Strauch kein Problem dar. Diese Schnittvariante empfiehlt sich, wenn der Haselnussstrauch mehrere Jahre lang nicht zurückgeschnitten wurde. Diese Schnittmethode ist auch dann ratsam, wenn sich das Auslichten oder in Form bringen als schwierig entpuppt.

Tipps für den radikalen Rückschnitt

        • Schneiden Sie Ihren Haselnussstrauch bis zur Basis zurück.
        • Kappen Sie alle Triebe und Zweige.
        • Schneiden Sie das gesamte Gehölz bis auf eine Höhe von 20 Zentimetern zurück.

Erhaltungsschnitt – wie und wozu?

Ein Erhaltungsschnitt hält den Strauch vital und sorgt für eine hohe Blühfreudigkeit.

Bei dieser Schnitt-Variante entfernen Sie so viele alte, schwache und abgestorbene Äste als möglich. Zudem kappen Sie zu dicht oder über Kreuz gewachsene Triebe im Strauchinneren. Zu einem Erhaltungsschnitt gehört auch das Kürzen der dicken Triebe um auf die halbe Höhe.

Tipps für den Erhaltungsschnitt

      • Wie kann ich einen Haselnussstrauch klein halten?
      • Aufgrund der maximalen Höhe von bis zu zehn Metern sollten Sie den Strauch rechtzeitig zurückschneiden. Greifen Sie frühzeitig ein und führen Sie alle zwei Jahre einen Erhaltungsschnitt durch.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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