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Pflanzenvermehrung

Hopfen vermehren

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Hopfen vermehren

Allgemein dienen Kletterpflanzen dazu, einen Garten auf einfache und schnelle Weise zu verschönern. Der Hopfen gehört zu den pflegeleichtesten Kletterpflanzen und fällt außerdem durch ein extrem schnelles Wachstum auf. Bei optimaler Witterung ist es möglich, dass der Hopfen um einen Meter in der Woche wächst. Die Begrünung einer kompletten Außenfassade ist somit durch den Einsatz von Hopfen kein Problem.

Jedoch ist das schnelle Wachstum des Hopfens nicht sein einziger Vorteil. Er lässt sich außerdem schnell und ohne große Komplikation wieder entfernen. Da seine Triebe im Herbst ohnehin absterben, ist zusätzlich nicht mehr viel zu tun. Ein positiver Nebeneffekt des Absterbens ist, dass der Hopfen keine Bauschäden hinterlässt.

Der wohl größte Vorteil des Hopfens ist aber, dass sich diese Kletterpflanze ganz einfach vermehren lässt. Somit lassen sich kahle Stellen im Garten auch spontan und ohne große Umstände begrünen.

Die Vermehrung durch Schnittlinge

Die Vermehrung durch Schnittlinge


Die unkomplizierteste Methode, um Hopfen zu vermehren, ist die Verwendung von Schnittlingen. Hierzu schneidet man im Frühjahr den Pflanzenstock des Hopfens zurück. Anschließend werden die abgeschnittenen Pflanzenteile entfernt. Dabei ist aber darauf zu achten, dass diese nicht wie gewohnt in den Kompost gegeben werden sollten, da diese Teile für die Vermehrung der Kletterpflanze vorgesehen sind. Dazu gräbt man diese Schnittlinge einfach wieder in das Erdreich ein. Die Erde sollte nach Möglichkeit humusreich und feucht sein. Damit die Schnittlinge nicht austrocknen können, sollte man das Eingraben noch am selben Tag vornehmen. Befinden sich die Schnittlinge in der Erde, drückt man diese leicht an und fügt ausreichend Wasser hinzu. Bereits nach kurzer Zeit kann man beobachten, wie sich das Wurzelwerk langsam beginnt auszubilden. Anschließend kann man die jungen Hopfenpflanze nach Belieben umsetzen. Besonders geeignet ist dafür ein sehr großes Pflanzgefäß, jedoch bevorzugt die Kletterpflanze einen Platz in einem Beet.

Vermehrung über Triebstecklinge

Vermehrung über Triebstecklinge
Hopfen lässt sich auch über Triebstecklinge vermehren. Diese sind zum Beispiel im Baumarkt erhältlich, können jedoch auch eigenhändig aus der Kletterpflanze gewonnen werden. Dazu schneidet man in der Zeit von Februar bis Mai einen etwa sieben Zentimeter langen Trieb von der Pflanze ab und pflanzt diesen in einen kleinen Topf, welcher zuvor mit nährstoffreicher Erde versehen wurde. Optimal ist die Verwendung von verquollenem Torf. Sobald sich nach wenigen Tagen Wurzeln bilden, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Vermehrung des Hopfens mit Hilfe von Triebstecklingen erfolgreich war.

Vermehrung über Wurzelteilung mit Wurzelstecklingen

Eine weitere Möglichkeit, Hopfen zu vermehren, ist die Teilung seiner Wurzel und die anschließende Verwendung der Wurzelstecklinge. Hierzu nimmt man den Wurzelballen teilweise aus dem Erdreich. Es ist zu beachten, dass sich für diese Methode ausschließlich ältere Pflanzen mit einem gut ausgebildeten Wurzelwerk eignen.

Man teilt den Wurzelballen und erhält auf diese Weise die Wurzelstecklinge, welche man wiederum an die gewünschten Standorte pflanzt. Ziehen lassen sich die Wurzelstecklinge ebenso wie die Triebstecklinge in einem kleinen Pflanzgefäß.

Die Vermehrung mit Wurzelstecklingen hat den Vorteil, dass auf diese Weise eine mit der Mutterpflanze identische Pflanze entsteht, welche nicht nur über dieselben Eigenschaften wie diese verfügt, sondern auch über dasselbe Geschlecht.

Expertentipp

Sowohl Triebstecklinge als auch Wurzelstecklinge benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um zu gedeihen. Sobald sich diese in der Erde befinden, ist es empfehlenswert, diese mit einer Plastiktüte abzudecken. Dies begünstigt die Entwicklung einer hohen Luftfeuchtigkeit und schafft somit optimale Wachstumsbedingungen für die jungen Hopfentriebe.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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