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Pflanzenvermehrung

Hauswurz durch Ableger vermehren – kurze Anleitung

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Hauswurz durch Ableger vermehren - kurze Anleitung

Die Hauswurz ist zwar klein, doch sie gehört zu den erstaunlichsten Pflanzen im Garten. Dort, wo kaum eine andere Pflanze gedeiht, fühlt sich die Hauswurz wohl. Sie wächst unter Bedingungen, die für andere Pflanzen tödlich sein können und behält auch im Winter ihre Blätter.

Hauswurze gibt es in vielen verschiedenen Wuchsformen und Blattfarben. Sie bilden im Laufe der Zeit filigrane Pflanzteppiche in Steingärten, Mauerfugen oder Steintrögen. Kein Wunder also, dass viele Hobbygärtner schnell zum Sammler dieser kleinen Dickblattgewächse werden.

Mit ein wenig Fantasie lassen sich mit den vielen verschiedenen Sorten der Hauswurze herrliche Pflanzenarrangements gestalten, die kaum Pflege benötigen. Dazu lässt sich die Hauswurz ganz einfach durch Ableger vermehren.

Tochterrosetten – die Ableger der Hauswurz

Tochterrosetten - die Ableger der Hauswurz


Es gibt rund 60 verschiedene Arten von Hauswurzen und mehr als 5000 verschiedene Sorten. Sie alle unterscheiden sich in ihrer Wuchsform, in der Größe ihrer Rosetten und in der Farbe der dickfleischigen Blätter.

Die einzelnen Rosetten der Pflanzen stehen dicht beieinander, denn die Hauswurz wächst horstartig. Je nach Art bringen Hauswurze in der Zeit von Mai bis August ihre Blüten hervor. Diese befinden sich an langen Blütenstengeln, die aus einzelnen blühfähigen Rosetten herauswachsen. Nach der Blüte stirbt diese Rosette ab.

Da die einzelne Pflanze jedoch fortwährend neue Tochterrosetten entwickelt, lebt die Pflanze dennoch. Hauswurze breiten sich teppichartig aus und können auf diese Weise schnell große Flächen begrünen. Bei den meisten Arten bilden sich die Tochterrosetten an sonnigen Standorten schneller.

Die Tochterrosetten sind im Grunde nichts anderes als die Ableger der ursprünglichen Mutterpflanze. Sie können daher problemlos abgetrennt werden und als Ableger weiter kultiviert werden.

Vermehrung durch Ableger

Vermehrung durch Ableger
Die Hauswurz ist eine überaus pflegeleichte und anspruchslose Pflanze. Auch die Vermehrung ist denkbar einfach. Dazu werden ganz einfach einzelne Tochterrosetten von der Mutterpflanze abgetrennt.

Die beste Zeit zur Vermehrung sind das Frühjahr und der Frühsommer. Dann haben die jungen Pflanzen noch genügend Zeit bis zum Winter ausreichend viele Wurzeln auszubilden. Hauswurze sind absolut winterhart und auch die Jungpflanzen werden den Winter schadlos überstehen.

Das Abtrennen der Rosetten gelingt am besten, indem die Rosetten vorsichtig von der Mutterpflanze abgezogen werden. Hauswurze gehören zu den Flachwurzlern. Verbleiben Tochterrosetten im Horst bilden sie auch dort neue Wurzeln. Es kann daher sein, dass die abgetrennten Rosetten bereits über einige Wurzeln verfügen.

Die abgetrennten Rosetten können dann in ein geeignetes Substrat gesetzt werden. Hauswurze bevorzugen magere und gut durchlässige Böden. Sollen die neuen Pflanzen im Topf oder einem Kübel kultiviert werden, eignet sich Sukkulenten- Kakteenerde sehr gut.

Alternativ können die Ableger auch in ein Gemisch aus zwei Drittel Pflanzenerde und einem Drittel Sand, Kies oder Splitt gepflanzt werden. Zur Not wachsen Hauswurze jedoch auch in herkömmlicher Blumenerde. Die Ableger können daher auch problemlos am gewünschten Standort direkt ins Beet gesetzt werden. Doch auch dann ist es förderlich, wenn der Erde ein wenig Sand zugesetzt wird.

So anspruchslos und pflegeleicht Hauswurze auch sind, einen nassen Boden vertragen sie absolut nicht. Es ist daher sehr wichtig, dass die Erde gut durchlässig ist und überschüssiges Regen- oder Gießwasser gut abfließen kann.

Nach dem Aufsetzen auf das Substrat, sollten die Ableger ein wenig angegossen werden. Ansonsten benötigen Hauswurze nur sehr wenig Wasser. Auch die frisch gepflanzten Ableger sollten daher nur äußerst wenig gegossen werden.

Expertentipp

Die Vermehrung der Hauswurz mit Ablegern ist zwar denkbar einfach, die neuen Pflanzen werden aber immer das Aussehen und der Eigenschaften der Mutterpflanze zeigen.

Wer Pflanzen züchten möchte, die sich in ihrer Form, Größe und Blattfarbe von der Mutterpflanze unterscheiden, sollte die aufwendigere Vermehrung durch Samen versuchen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/aloha_17

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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