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Pflanzenvermehrung

Hortensien Stecklinge wurzeln nicht – was tun?

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Hortensien Stecklinge wurzeln nicht - was tun

Hortensien zählen zu den beliebtesten Ziersträuchern hierzulande und schmücken mit ihren großen Blütenbällen Gärten und Balkone. Dank ihres üppigen Blütenwachstums und der kompakten Wuchsform lassen sich Hortensien bei der Gartengestaltung vielseitig verwenden. Die ursprünglich aus Ostasien, Chile und Nordamerika stammende Pflanze wächst in freier Natur vornehmlich in feuchten Laubwäldern und gehört zur Familie der Hortensiengewächse. Besonders schöne Exemplare lassen sich unkompliziert durch Stecklinge vermehren, um neue Blütengehölze heranzuziehen. Bei dieser Methode braucht es ein wenig Geduld, denn es kann etwa acht Wochen dauern, bis die Stecklinge die ersten Wurzeln aufweisen.

Hortensien mithilfe von Stecklingen züchten

Hortensien mithilfe von Stecklingen züchten


Der beste Zeitpunkt, um Stecklinge für die Vermehrung der Hortensien zu gewinnen, ist zwischen Juni und Juli. Schneiden Sie am besten mehrere 15 Zentimeter lange Stecklinge ab, damit die Nachzucht erfolgreich gelingt. Wählen Sie einen kräftigen, gesunden Trieb ohne Knospen aus, der nur schwach verholzt ist. Verwenden Sie zum Schneiden stets sauberes und scharfes Werkzeug und entfernen die Triebe unterhalb des Blattknotens.

Am Steckling sollten sich lediglich ein bis zwei Blattpaare befinden. Danach halbieren Sie die Blätter um die Hälfte, damit der Ableger besser anwächst und die Verdunstungsfläche reduziert wird. Somit erhält der Steckling genügend Feuchtigkeit und trocknet nicht aus. Um die Bewurzelung voranzutreiben, tauchen Sie die Stecklinge in Bewurzelungspulver und stecken sie in Töpfe oder Schalen mit Anzuchterde. Zu guter Letzt gießen Sie die Ableger mäßig an und decken die Gefäße mit einer durchsichtigen Plastikfolie ab, die für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt. Um Schimmelbildung zu vermeiden, nehmen Sie die Abdeckung täglich für eine halbe Stunde lang ab. Bereits nach wenigen Wochen bilden sich die ersten Wurzeln der Jungpflanzen.

Kopfstecklinge im Wasserglas bewurzeln

Kopfstecklinge im Wasserglas bewurzeln
Anstatt den Steckling in Töpfe oder Schalen zu stecken, können dieser auch in ein Glas mit kalkarmem Wasser gestellt werden. Dieses muss täglich gewechselt werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. Der Standort sollte absonnig und hell sein ohne direkte Sonnenbestrahlung. Auch hier hilft eine Abdeckung, damit der Kopfsteckling erfolgreich bewurzelt. Damit die Luftfeuchtigkeit entweichen kann, sollten Sie den Steckling regelmäßig lüften, indem Sie die Plastikhaube hin und wieder entfernen.

Was tun, wenn die Stecklinge keine Wurzeln bilden?

Bei der Bewurzelung im Wasserglas kann es vorkommen, dass der ein oder andere Steckling keine Wurzeln bildet. Deshalb ist es empfehlenswert, immer mehrere Stecklinge für die Vermehrung von Hortensien zu verwenden. Falls der Kopfsteckling trotz allem nach ungefähr acht Wochen keine Wurzeln gebildet hat, entnehmen Sie diesen dem Glas, damit die anderen Stecklinge nicht geschädigt werden. Verlieren Sie nicht die Geduld beim Züchten von Hortensien, da die Pflanzen oftmals länger brauchen, bis die ersten kleinen Wurzeln sichtbar sind.

Die erfolgreich bewurzelten Ableger werden in kleine Töpfe mit spezieller Hortensienerde gesetzt und an einen geschützten Platz verbracht. Die Jungpflanzen sind noch nicht ausreichend winterhart und sollten deshalb erst im darauffolgenden Frühjahr nach den Eisheiligen im Mai ins Freiland gepflanzt werden. Bei guter Pflege treiben die Hortensien rasch aus und präsentieren ihre opulente Blütenpracht den ganzen Sommer über.

Expertentipp

Die Bewurzelung von Hortensien im Wasserglas ist zwar möglich, jedoch ist das Risiko für Schimmelbildung bei dieser Methode ziemlich hoch. Die Erfolgsrate bei der Bewurzelung von Kopfstecklingen im Wasser ist vergleichsweise niedrig und aufgrund dessen nicht zu empfehlen. Eine weitere Möglichkeit, Hortensien zu vermehren, ist die Teilung. Hierbei wird die Mutterpflanze mithilfe eines Spatens vorsichtig geteilt und die Teilstücke an einem gewünschten Standort eingepflanzt

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© www.istockphoto.com/gpointstudio

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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