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Pflanzenvermehrung

Heidelbeeren durch Samen vermehren

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Heidelbeeren durch Samen vermehren

Heidelbeeren können einfach durch Samen vermehrt werden – wir zeigen, wie Sie dabei vorgehen.

Die Samen selbst ernten

Die Samen selbst ernten


Die benötigten Samen für die Aussaat von Heidelbeeren können Sie entweder fertig abgepackt im Garten- oder Fachhandel erwerben, oder einfach selbst von reifen Früchten einsammeln.

Hierzu sollten Sie stets auf reife und frisch geerntete Beeren zurückgreifen. Um an die Samen zu gelangen, verwenden Sie am besten ein kleines, scharfes Messer oder eine Rasierklinge. Schneiden Sie die Heidelbeere damit in zwei Teile. Gehen Sie dabei vorsichtig vor. Mithilfe einer Pinzette können Sie anschließend die kleinen Kerne aus dem inneren des Fruchtfleisches entnehmen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Beeren vorsichtig mit dem Zeigefinger und Daumen zu quetschen und das Fruchtfleisch mitsamt der Samen dadurch aus der Haut heraus zu drücken. Gehen Sie dabei vorsichtig vor. Achten Sie auch darauf, dass das Fruchtfleisch der Heidelbeeren zur Verfärbungen auf Fingern und der Haut führen kann. Tragen Sie am besten Einmalhandschuhe, um Ihre Haut zu schützen.

Spülen Sie die herausgenommenen Samen in einem Teesieb unter fließendem Wasser ab. Das restliche anhaftende Fruchtfleisch sollte dabei vollständig entfernt werden, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Legen Sie die Samen auf Zeitungspapier oder Küchenpapier zum Trocknen aus.

Die Samen aussäen

Die Samen aussäen
Die getrockneten Samen werden anschließend in ein Aufzuchtgefäß mit Anzuchterde oder einem Torfgemisch gesät. Moorbeeterde eignet sich ebenfalls. Verwenden Sie für die Aufzucht kleine Anzuchtschalen oder -töpfe. Um eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu generieren, sollten Sie die Gefäße mit einer transparenten Folie überstülpen. Am besten eignet sich ein Minigewächshaus. Alternativ können auch leere Obstverpackungen aus Kunststoff mit wiederverschließbarem Deckel genutzt werden.

Die Samen der Heidelbeeren sind Lichtkeimer. Sie dürfen keinesfalls vollständig mit Erde bedeckt werden. Streuen Sie die Samen nur auf die Erdoberfläche, drücken Sie diese nicht in die Erde. Befeuchten Sie das Substrat mit einer Sprühflasche. Gießkannen sind hierfür nur bedingt geeignet. Große Wasserschwalle schwemmen die Samen leicht aus.

Platzieren Sie die Gefäße an einem warmen und hellen Standort. Halten Sie die Erde stets leicht feucht. Lüften Sie die Folie oder den Deckel regelmäßig, um eine Bildung von Schimmel zu vermeiden. Die ersten Triebe zeigen sich bereits nach zwei bis drei Wochen. Bis sich die ersten Wurzeln bilden, können aber bis zu sechs Monate vergehen. Pflegen Sie die Keimlinge weiterhin wie gewohnt. Nachdem sie eine ausreichende Größe erreicht haben, können Sie die jungen Pflänzchen in einen separaten Topf oder direkt in den Garten umpflanzen.

Die natürliche Vermehrung

Wilde Waldheidelbeeren vermehren sich in der freien Natur nicht nur durch eigenständige Aussaat. Die Pflanzen bilden außerdem Absenker und Wurzelausläufer zur selbständigen Vermehrung.

Gezüchtete Kulturheidelbeeren für den Garten wachsen dagegen meist geordnet und aufrechter. Sie bilden im Allgemeinen keine Wurzelausläufer. Eine Selbstaussaat im Garten wird zudem durch regelmäßiges Rasenmähen verhindert.

Expertentipp

Sollte Ihnen die Aufzucht aus Samen zu langwierig sein, können Sie auch auf vorgezogene Pflänzchen aus dem Gartenmarkt zurückgreifen. Die beliebtesten Kultursorten sind Sunshine Blue, Little Blue Wonder und Rubel. Diese Sorten sind wachstumsstark und verfügen über eine hohe Fruchtdichte mit aromatischem Geschmack.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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