Spargel zählt zu einem der beliebtesten Gemüsesorten, die mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen überzeugen. Ab Mitte April geht es in Deutschland an das Spargelstechen, egal ob weiße und grüne Stangen. Hobbybauern haben sich schon längst eine eigene Spargelkolonie zugelegt und genießen die Stangen erntefrisch. Um weiter mit tollen Ernten zu punkten, wird Spargel durch Samen, Wurzelteilung oder durch Stecklinge vermehrt. Wie das vermehren mit den Stecklingen funktioniert, erklären wir heute.
Wie viele Sorten Spargel gibt es?
In Deutschland werden vorrangig vier bis fünf verschiedene Sorten Spargel angebaut. Neben dem klassischen Bleichspargel gewinnt der grüne Spargel immer mehr an Beliebtheit, ist dieser doch geschmacklich etwas nussiger und intensiver und enthält noch mehr Vitamine. Neben diesen beiden Hauptsorten gibt es ebenfalls lila Spargel und diverse Zierspargel. Dabei bieten die Züchter Spargel mit verschiedenen Bodenvorlieben und Durchmessern an, sodass jeder Gärtner die richtige Wahl treffen kann. Für Hobbygärtner empfehlen sich vor allem die grünen Spargelsorten, da diese mit viel weniger Aufwand angebaut werden können.
Wie wird Spargel mit Stecklingen vermehrt?
Die übliche Form, Spargel im Garten zu pflanzen, ist mit Samen oder der Teilung des Wurzelwerkes. In Gartencentern können für den Start einer Spargelzucht die ersten Wurzelballen oder die recht teuren Samen gekauft werden. Soll bei bestehenden Pflanzen eine Vermehrung durchgeführt werden, kann ein großer Wurzelballen geteilt und separat eingepflanzt werden. Jeder Ballenteil muss über ein gutes Netz feiner Wurzeln verfügen.
Stehen bereits im Garten kräftige Spargelpflanzen, können diese auch mit Stecklingen vermehrt werden. Dazu werden aus den stärksten Trieben Stecklinge geschnitten, die in feuchten Sand gesteckt werden. Idealerweise wird der Behälter verschlossen, doch regelmäßig gelüftet. Der Sand sollte immer feucht sein, aber nicht nass. Wenn die Stecklinge anfangen, Wurzeln zu schlagen, können sie in das Beet oder einen Topf gepflanzt werden.
Welche Bedingungen fordert der Spargel?

Ein guter Spargelboden zeichnet sich durch einen leichten Humusgehalt aus. Am besten wächst der Spargel auf sandigem Boden in der Sonne. Die leichten Sandböden erwärmen sich im Frühjahr gut und bewirken einen zeitigen Austrieb. Auf eine regelmäßige Wasserversorgung sollte geachtet werden. Starke Trockenheit vertragen die Pflanzen nicht besonders gut. Staunässe muss trotz guter Bewässerung jedoch vermieden werden.
Der optimale pH-Wert des Bodens liegt bei 5,5 bis 6,0. Muss aufgekalkt werden um den optimalen pH-Wert zu erreichen, empfiehlt sich kohlensaurer Kalk (CaCo3).
Wann wird Spargel gepflanzt?

Idealerweise wird der Spargel im Zeitraum von Mitte März bis Mitte April gepflanzt. Wer den weniger anspruchsvollen Grünspargel vorzieht, hebt einen Graben von 30 Zentimetern Tiefe aus mit einer Breite von 40 Zentimetern. Zwischen den Gräben sollte ebenfalls ein Abstand von 40 Zentimetern eingehalten werden.
In den Graben wird nun eine etwa 15 Zentimeter starke Schicht aus organischem Dünger eingebracht. Komposterde oder Stallmist eignen sich hier hervorragend. Das Wurzelwerk oder die Stecklinge werden eingebracht und die Erde wieder aufgefüllt.
Expertentipp
Bei gutem Boden und Pflege treiben die Wurzelballen des Spargels bis zu 15 Jahren aus.
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