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Gemüsepflanzen

Spargel – Wissenswertes zur Ernte

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Spargel - Wissenswertes zur Ernte

Spargel (Asparagus) gilt als der Deutschen liebstes Gemüse. Tatsächlich gibt es für Liebhaber kaum etwas Delikateres als frischen Spargel mit Kartoffeln und zerlassener Butter. Spargel zählt zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), zu der etwa 300 verschiedene Arten gehören, die in den gemäßigten und subtropischen Gebieten Europas, Asiens und Afrikas verbreitet sind.

Wirtschaftlich am bedeutsamsten ist der Gemeine Spargel (Asparagus officinalis). In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen zum Anbau und zur Ernte von weißem und grünem Spargel.

Der besondere Anbau

Der besondere Anbau


Weißer Spargel, der auch Bleichspargel genannt wird, wächst unter Erddämmen, die oft zusätzlich mit Folie abgedeckt werden. Die aufgeschütteten Dämme sorgen dafür, dass die jungen Spargeltriebe möglichst lange unter der Erde wachsen, ohne mit Licht in Berührung zu kommen. Auf diese Weise wird das Einsetzen der Photosynthese verhindert, die Triebe bleiben weiß und behalten ihren zarten Geschmack sowie ihre knackige Konsistenz.

Ernte von weißem Spargel

Ernte von weißem Spargel
Allein in Deutschland wird Spargel auf einer Fläche von mehr als 23.000 Hektar angebaut. Die Ernte beginnt in der Regel Anfang April und endet offiziell am Johannistag, der auf den 24. Juni fällt. Die Temperaturen, bei denen weißer Spargel gut wächst und gedeiht, liegen bei 12 Grad Celsius.

Sobald sich die ersten Spitzen auf den Dämmen zeigen, beginnt die Erntezeit. Sind die Spitzen bereits mit Sonne in Berührung gekommen, nehmen sie einen leicht violetten Farbton an.

Neben dem Wetter ist der Boden ein wichtiger Indikator für den Erfolg der Ernte. Er sollte weder Steine noch Unkraut enthalten, nährstoff- sowie humusreich sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6 aufweisen.

Die Ernte nennt man Spargelstechen, denn die Stangen werden mit Hilfe eines Spargelmessers per Hand aus den Dämmen ausgestochen. Als erstes wird mit dem Dreifingergriff ein Bereich um den Spargel herum freigelegt. Das Spargelmesser wird danach tief am Spross angesetzt und in einer Tiefe von etwa 25 Zentimetern mit einem einzigen Stich abgetrennt. Die Triebe dürfen dabei nicht verletzt werden. Spargelstangen werden nach der Ernte kühl gelagert und möglichst schnell in den Handel gebracht.

Zu Beginn der Spargelzeit erfolgt die Ernte zwei- bis dreimal pro Woche. Je wärmer es wird, umso schneller wachsen die Triebe. Gegen Ende der Erntezeit wird teilweise zweimal pro Tag geerntet, da Spargel unter idealen Bedingungen bis zu 15 Zentimeter pro Tag wachsen kann.

Ernte von grünem Spargel

Ernte von grünem Spargel
Der Anbau von grünem Spargel ist ebenfalls aufwändig, erfolgt jedoch ohne Erdwälle. Die Ernte beginnt bei Temperaturen von etwa 16 Grad Celsius. Grüner Spargel muss mindestens 15 Zentimeter aus dem Boden ragen und wird oberflächlich abgeschnitten. Entscheidend für die Qualität ist, dass die Köpfe fest verschlossen sind. Die Saison für grünen Spargel beginnt etwas später und endet im Juni.

Theoretisch kann weißer Spargel ohne Erddämme wie grüner Spargel angebaut werden. Man greift bei Grünspargel jedoch auf bestimmte Züchtungen zurück, die keine violetten Spitzen entwickeln. Grüner Spargel ist etwas kräftiger als weißer und gilt zudem als nährstoffreicher. Er wird vor dem Verzehr nur im unteren Drittel geschält.

Expertentipp

Frisch geernteten Spargel erkennt man daran, dass die Schnittstellen saftig und nicht ausgetrocknet sind. Zur Aufbewahrung wickelt man Spargelstangen in leicht feuchte Tücher ein und lagert sie im Gemüsefach eines Kühlschranks.

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