Connect with us

Stauden & Ziergräser

Herbstanemonen Pflege

Veröffentlicht

auf

Herbstanemonen Pflege

Das kräftige Pink oder edle Weiß der Herbst-Anemone verleiht jedem Blumenbeet einen ganz besonderen Farbtupfer. Diese Pflanze ist ziemlich pflegeleicht und hält einiges aus. Dennoch gibt es einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können, optimale Bedingungen zu garantieren, damit die Herbst-Anemone lange schön bleibt.

Die Blütezeit der Herbst-Anemone und wann man sie am besten einpflanzt

Die Blütezeit der Herbst-Anemone und wann man sie am besten einpflanzt


Die Herbst-Anemone ist ein Spätblüher und hat somit ihre Hochsaison im Spätsommer und Herbst. Je nach Sorte blüht sie entweder im Juli oder auch erst im September, wobei sie ihre wunderschöne Blütenfarbe bis in den Oktober hinein behalten. Zum Einpflanzen empfiehlt sich der Frühling. Die Herbst-Anemone kann so genügend Wurzeln schlagen und im Herbst blühen. Nach dem Einpflanzen sollte die Pflanze gut gegossen werden. Da bestimmte Sorten mehr als 1,50 Meter hoch werden, sollte man sie entweder am Gartenzaun leicht anbinden oder mit einem Staudenring schützen.

Der beste Standort für die Pflanze

Der beste Standort für die Pflanze
Herbst-Anemonen lieben die Sonne. Sie entwickeln sich aber auch im Halbschatten sehr gut. Zu dunkel sollte es aber nicht sein. Außerdem sollte das Licht von allen Seiten gleichzeitig kommen, da die Blüten sonst nur einseitig wachsen. Hier sollten Sie beachten, dass weiße Herbst-Anemonen anspruchsvoller als ihre pinken oder rosaroten Artgenossen sind.

Was den Boden betrifft, liebt dieses Hahnenfußgewächs nährstoff- und humusreiche, lockere Erde. Die Anemone mag weder extreme Trockenheit noch Staunässe. Deshalb sollten Sie besonders im Sommer auf einen feuchten Untergrund achten.

Vermeiden Sie es, die Herbst-Anemone unter einem Baum zu pflanzen. Die schweren Regentropfen, die aus der Baumkrone fallen könnten, zerstören die zarten Blüten der Blume. Außerdem sorgen die herunterfallenden Nadeln dafür, dass der Boden sauer wird. Das Wachstum der Herbst-Anemone kann darunter leiden.

Da die Herbst-Anemone dazu neigt, sich stark auszubreiten und zu wachsen, ist es möglich, sie im Frühjahr zu teilen. Dazu müssen sie einfach die Wurzelballen ausstechen, teilen und an einem anderen Ort wieder einpflanzen.

Alternativ eignen sich auch im August abgeschnittene Stecklinge zur Vermehrung. Diese können bis zum Frühjahr in Anzuchterde Wurzeln entwickeln und dann draußen eingepflanzt werden.

Um die Selbstaussaat zu vermeiden, sollten Sie die Herbst-Anemone entweder nach ihrer Blüte im Spätherbst oder im Frühjahr schneiden. Sollten Sie Letzteres wählen, zieren wollige, kugelige Fruchtstände die Pflanze – sogar in den Wintermonaten.

Wie man die Herbst-Anemone am besten gegen Frost und Kälte schützt

Wie man die Herbst-Anemone am besten gegen Frost und Kälte schützt
Auch wenn die Pflanze erst spät blüht, verträgt sie frostige Temperaturen besonders in den ersten Jahren kaum. Im Spätherbst sollten die Wurzeln deshalb mit Laub, Reisig oder Ähnlichem geschützt werden. Nach etwa ein bis zwei Jahren ist die Pflanze robust genug, um auch ohne zusätzlichen Schutz zu überwintern.

Krankheiten und Schädlinge

Ein weiterer Vorteil der Herbst-Anemone ist, dass sie äußerst widerstandsfähig gegenüber Parasiten und Krankheiten ist. Dennoch gibt es einige Feinde, die Sie berücksichtigen sollten.

Junge Setzlinge werden oft von Schnecken verspeist. Hier hilft Schneckenkorn in Form von Granulat, das die Schneckenplage bekämpft. Aber hier ist Vorsicht geboten: Dieses Ungeziefermittel ist auch für Haustiere gesundheitsgefährdend. Wer deshalb eher auf Hausmittel setzen will, kann das Granulat auch durch Kaffeepulver ersetzen. Auch ein Befall von Blattläusen kann der Herbst-Anemone schaden. Diesen erkennen Sie daran, dass die Blätter der Pflanze durch den Rußtau schwarz gefärbt sind. Diese Blätter sollten am besten zurückgeschnitten werden. Neben dem Blattlausbefall kann es gelegentlich auch zu Nematoden oder Mehltau kommen.

Letzteres ist eine Pflanzenkrankheit, bei der die Stängel, Knospen und andere Pflanzenteile aussehen, als seien sie mit einer Mehlschicht überzogen. Auch hier sollten befallene Bereiche abgeschnitten werden.

Nematoden sind Fadenwürmer, die sowohl als Schädlinge als auch als Nützlinge vorkommen können. Ein solcher Schädlingsbefall verursacht Deformationen, Verfärbungen und das Welken der Pflanze. Betroffene Pflanzen sollten umgehend entsorgt werden. Eine Entsorgung auf dem Kompost ist sinnlos, da die Eier der Nematoden in solcher Umgebung viele Jahre lang überleben können. Besser ist es, die erkrankte Pflanze im Biomüll zu entsorgen.

Die richtige Düngung

Dünger in Form von Kompost oder Volldünger kann die Herbst-Anemone deutlich beim Wachsen unterstützen. Besonders in den Monaten April, Mai und Juli braucht sie etwas Dünger, um sich gut zu entwickeln. Damit das Wachstum nicht zu stark ist, sollte man die Herbst-Anemone in schattigen Plätzen nicht überdüngen.

Verträgt die Herbst-Anemone Regen?

Auch wenn die Herbst-Anemone pflegeleicht ist, verträgt sie sich nicht gut mit Regen. Nach einem heftigen Regenfall kann es vorkommen, dass die dünnen Stängel der Staude abgeknickt sind oder trist nach unten hängen. Vorbeugen können Sie dieses Problem mit einem entsprechenden Staudenring. Dieser wird ungefähr auf der Hälfte der Stängel angebracht.

Expertentipp

Wenn Sie den feuchten Boden rund um die Herbst-Anemone im Frühjahr und im Spätherbst nach der Blüte etwas auflockern, kann gleichzeitig Kompost mit eingearbeitet werden. Dieser Schritt erhält die Bodengesundheit und sorgt dafür, dass die Pflanze optimal Nährstoffe aufnehmen kann.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeuten gelbe Blätter?

Gelb gefärbte Blätter kommen nicht von einer Krankheit, sondern vom Boden. Hat dieser einen zu hohen pH-Wert, ist also zu alkalisch, sorgt das dafür, dass sich die Blätter verfärben.

Eignet sich die Herbst-Anemone auch als Schnittblume?

Ja! Schneiden Sie die Blume aber nicht ab, bevor die oberste Knospe nicht aufgeblüht ist und einige Seitenknospen vorhanden sind.

Warum blüht meine Pflanze nicht?

Häufige Gründe für das Ausbleiben der Blüte sind Trockenheit, große Nässe, beschädigte Wurzeln oder zu viel Dünger.

Ist die Herbst-Anemone giftig?

Die Herbst-Anemone gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Diese gelten alle als schwach giftig. Deshalb sollten Sie beim Pflegen und Schneiden immer Handschuhe tragen, um Hautirritationen zu vermeiden.

Die Blätter meiner Pflanze sind braun. Warum ist das so?

Diese Verfärbung kommt entweder von zu feuchter (zum Beispiel vom Herbstregen) oder zu trockener Erde.

Mögen Bienen die Herbst-Anemone?

Die Staude eignet sich für Bienen perfekt als Landeplatz. Auch wenn sie daraus keinen Nektar gewinnen können, nutzen die Bienen die Pollen der Herbst-Anemone.

Wie lässt sich die Herbst-Anemone am besten kombinieren?

Die Herbst-Anemone passt wunderbar zu Silberkerzen, Funkien und Fetthennen. Aber auch als Alleinstellungsmerkmal im Beet mit Gehölzen und Gräsern kommt die Staude perfekt zur Geltung.

Können meine Pflanzen auch dauerhaft im Topf bleiben?

Wenn der Kübel groß genug ist und die Erde nährstoffreich ist und feucht bleibt, kann die Herbst-Anemone auch im Topf gut gedeihen.

5/5 - (3 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© pixabay.com/Pezibear
© www.istockphoto.com/Martin Hambleton
© www.istockphoto.com/magicflute002
© www.istockphoto.com/Martina Simonazzi

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die neusten Kommentare

Gerade populär