Im Internet sowie in der Literatur finden sich vereinzelt Warnungen, dass Bambus für Tiere giftig sei. Es wird davor gewarnt, dass sich vorrangig Haustiere beim Verzehr der Pflanze vergiften können. Welcher Wahrheitsgehalt sich hinter diesen Behauptungen verbirgt, wird in diesem Beitrag offen gelegt.
Der Bambus – eine giftige Pflanze?
Viele von uns kennen Bambus als Speisepflanze. Er wird z.B. in der traditionellen, asiatischen Küche verwendet und sorgt für den typischen Geschmack der Gerichte. Die Vermutung, dass Bambus für Tiere giftig sei, liegt daran, dass er Blausäure produziert. Sie wird vorrangig in den frischen Trieben sowie den Blüten des Bambus gebildet. Blausäure wird freigesetzt, wenn die Pflanze verletzt wird. Mit diesem Mechanismus schützt sich Bambus vor Fressfeinden.
Toxizität von Bambus

Alle im Fach- bzw. Gartenhandel erhältlichen Bambusarten sind prinzipiell ungiftig für Tiere. Die Blüten der Pflanze stellen keine Gefahr dar, da es nur alle 80 bis 100 Jahre zu einer Bambusblüte kommt. Lediglich die Triebe der Pflanze können für die kleinen Lieblinge zum Problem werden, sollten diese in einer größeren Menge gefressen werden.
Wie bei allen Giften gilt – die verzehrte Menge macht den Unterschied. Knabbert Ihre Katze bzw. Ihr Hund an einer Bambuspflanze, kann die erhöhte Konzentration von Blausäure zu Unwohlsein Ihres Tieres führen. Eine wirkliche Gefahr für Leib und Leben Ihres treuen Begleiters besteht jedoch nicht.
Expertentipp
Bambus stellt keine Gefahr für Tiere dar. Möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Haustier nicht in Versuchung kommt an den Trieben der Pflanze zu naschen, empfiehlt es sich diese vor dem Austrieb zu umzäunen.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Himmelsbambus giftig für Tiere?
Im Gegensatz zu den in Europa und Deutschland ansässigen Varianten des Bambus ist der aus Asien stammende Himmelsbambus giftig. Er kann bei Tieren wie z.B. Katzen schwere Symptome wie Nierenversagen, Koliken bzw. den Tod auslösen. Die Pflanze kommt in Deutschland in einigen Gärten als Zierpflanze vor. Informieren Sie sich, um welche Gattung der Pflanze es sich handelt, bevor Sie diese einpflanzen.
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