Johanniskräuter (Hypericum), die ursprünglich aus Europa, Zentralasien und Nordafrika stammen, werden als Heilpflanzen sehr geschätzt. Bereits in der Antike war den Menschen die heilende Wirkung bekannt. Heutzutage sind die Heilkräuter weit verbreitet und gedeihen vor allem in lichten Wäldern, auf Dämmen und an Wegrändern. Genutzt werden Johanniskräuter als natürliches Antidepressivum dank der stimmungsaufhellenden Wirkung. Wissenswerte Informationen zur Pflege der Heilkräuter finden Sie in diesem Beitrag.
Ideale Standorte
Johanniskräuter benötigen sonnige bis halbschattige Plätze. Dank der gelben Blüten können sie dekorativ zwischen Blumen und anderen Gewächsen gepflanzt werden. Ein guter Standort ist zudem der obere Bereich einer Kräuterspirale.
Der Boden sollte feucht, tiefgründig, locker und durchlässig sein. Johanniskräuter bevorzugen vor allem steinige bis kiesige Böden. Ist der Untergrund sehr lehmig, sollte er mit Sand und Kies aufgewertet werden. Die Heilkräuter gedeihen gut in der Nähe von Teichen. Wichtig ist, dass der Boden kalkhaltig ist, da sich in sauren Böden das giftige Element Cadmium anreichert, das als Folge von den Pflanzen aufgenommen wird.
Pflegemaßnahmen

Johanniskräuter sind anspruchslose Gewächse, denn sie benötigen keine zusätzliche Pflege. Düngen muss man die Pflanzen nicht. Es ist jedoch wichtig, dass das Substrat nie austrocknet. Gießen Sie Ihr Johanniskraut regelmäßig, sodass der Boden stets feucht bleibt.
Rückschnitte sollten regelmäßig erfolgen. Durch diese Maßnahmen kann verhindert werden, dass sich die Pflanzen ungehindert ausbreiten. Dazu müssen vertrocknete Blütenstände schnellstmöglich ausgeschnitten werden. Vor dem Winter sollten Johanniskräuter radikal zurückgeschnitten und für die kalte Jahreszeit mit Reisig abgedeckt werden.
Expertentipp
Johanniskraut wird als Tee verwendet, um Probleme mit dem Verdauungssystem und den Atemwegen zu behandeln. Dafür werden die getrockneten Blüten, Knospen und Zweigspitzen mit heißem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von 10 Minuten können die Pflanzenteile abgeseiht werden.
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