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Kartoffeln dämpfen

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Kartoffeln dämpfen - Ratgeber

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung rückt bei immer mehr Menschen in den Vordergrund. Ermöglicht sie uns doch ein langes und erfülltes Leben mit relativ wenigen gesundheitlichen Einschränkungen bis ins hohe Alter. Neben einer abwechslungsreichen Kost spielt jedoch auch die Zubereitung eine Rolle. Das Dämpfen von Lebensmitteln ist eine gute Möglichkeit, das Beste aus seinen Lebensmitteln herauszuholen.

Warum Kartoffeln dämpfen?

Wer seine Erdäpfel in einem herkömmlichen Verfahren zubereitet und sie im siedenden Wasser kocht, kann zwar auch von dem Geschmack profitieren. Aber Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gehen zu einem großen Teil verloren, da sie ausgespült und so an das Kochwasser abgegeben werden. Bei dem Dämpfen wiederum liegen die Lebensmittel jedoch nicht direkt im Wasser, sondern werden in einem Sieb darüber gelagert. Der Garprozess erfolgt einzig durch den heißen Wasserdampf, der beim Kochen aufsteigt und die Kartoffeln umgeben. Dadurch bleiben alle wichtigen Nährstoffe nahezu vollständig erhalten.

Das Garen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Im Folgenden werden die gängigsten Methoden vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile erklärt.

Welche Möglichkeiten gibt es, um Kartoffeln zu dämpfen?

Um Kartoffeln zu dämpfen, können unterschiedliche Methoden angewandt werden. Auch wenn die einzelnen Produkte recht verschieden ausfallen können, so erzielen sie doch alle das gleiche Ergebnis. Das schonende Garen von Lebensmitteln. Um herauszufinden, welches Arbeitsgerät sich am besten für die eigenen Anforderungen eignet, lohnt sich ein Vergleich der gängigsten Ausführungen.

  • Der Dämpfer/Dampfgarer
  • Der Schnellkochtopf
  • Der traditionelle Kochtopf mit Dampfgar-Einsatz
  • Der Dampfbackofen

Der Dämpfer/Dampfgarer

Der DämpferDampfgarer
Bei einem Dampfgarer handelt es sich um ein elektrisches Küchengerät, welches in mehreren Ausführungen erhältlich ist. Je nach Modell und Einsatzmöglichkeiten kann der Dämpfer auch über einen eigenen Wasseranschluss verfügen.

Einfache Produkte ohne diese Vorrichtung sind jedoch schon für ein kleines Budget erhältlich und besitzen die Größe einer traditionellen Küchenmaschine. Sie bestehen meist aus mehreren übereinander gelegenen Garkammern und können daher zur gleichen Zeit unterschiedliche Lebensmittel schonend garen. Zeitsparend lässt sich so ein ganzes Menü gleichzeitig herstellen: zum Beispiel Kartoffeln, Gemüse und Fisch. Das spart nicht nur wertvolle Arbeitszeit ein, sondern minimiert auch die Energiekosten. Und dass bei wenig anfallendem Geschirr.

Zudem ist ein Dampfgarer sehr flexibel einsetzbar, denn er kann leicht transportiert werden und benötigt nur einen Stromanschluss.

Der Schnellkochtopf

Der Schnellkochtopf
In vielen Küchen ist er zu finden: der Schnellkochtopf. In seinem Lieferumfang ist in der Regel auch ein Siebeinsatz enthalten, der zum Dampfgaren verwendet werden kann. Der Garvorgang ist schnell erledigt. Und das bei einem gleich guten Ergebnis. Jedoch kann der Schnellkochtopf nur in der Küche auf dem Herd verwendet werden. Alternativ geht jedoch auch ein Cerankochfeld, welches es inzwischen auch in einer mobilen Ausführung gibt. Das macht auch den Schnellkochtopf vielseitig an unterschiedlichen Orten nutzbar.

Der traditionelle Kochtopf mit Dampfgar-Einsatz

Der traditionelle Kochtopf mit Dampfgar-Einsatz
Neben dem Schnellkochtopf kann auch ein herkömmlicher Kochtopf als Dampfgarer fungieren. Benötigt wird dafür ein separates Sieb, welches einfach in den Topf gestellt wird. Es gibt bereits sehr praktische Ausführungen, die sich dank ihrer Bauweise an alle Topfgrößen anpasst. Der Gareinsatz besitzt Füße, mit deren Hilfe er über dem Wasser steht. Beim Erhitzen füllt sich der Kochtopf mit Dampf, die Kartoffeln werden gegart.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Kochtopf während der Zubereitung geschlossen wird. Nur dann kann der Dampf im Inneren bleiben und genügend Hitze für das Garen erzeugen. Es ist von Vorteil, wenn der dazu verwendete Deckel leicht gewölbt ist. So läuft das kondensierte Wasser bis zum Rand und läuft dann an der Wand in den Topf zurück. Ist der Deckel nicht gewölbt, so tropft das Kondensat auf die Kartoffeln. Das kann die Qualität der Speisen negativ beeinflussen.

Der Dampfbackofen

Der traditionelle Kochtopf mit Dampfgar-Einsatz
Führende Markenhersteller von Küchen und Einbaugeräten haben zum Teil ihre Backöfen weiterentwickelt und um die Funktion eines Dampfgarers erweitert. In dem sogenannten Dampfbackofen wird das Wasser mit der Hilfe von einem Heizelement zum Kochen gebracht. Anschließend wird es als feiner Dampf im gesamten Garraum mittels Düsen versprüht. Die Backöfen können entweder traditionell zur Anwendung kommen oder durch Zuschalten des Dampfes komplettiert. Die Lebensmittel trocknen so in der Hitze der Backröhre nicht aus und werden schonender gegart. Sie behalten nahezu alle Nährstoffe sowie ihre natürliche Farbe. Der Geschmack verbessert sich sogar noch. Er wird intensiver, sodass Salz weniger hinzugefügt werden muss. Auch dies kommt der Gesundheit zugute.

Wie werden Kartoffeln gedämpft?

Das Dämpfen von Lebensmitteln wie Kartoffeln ist recht einfach. Dennoch müssen einige Regeln beachtet werden. Die Lebensmittel sollten nicht mit dem kochenden Wasser in Berührung kommen. Sie gehören in ein Sieb, durch das der aufsteigende Dampf großflächig dringen kann. So wird eine gleichmäßige Garung bewirkt. Der Topf muss während des Kochvorganges geschlossen bleiben, sodass so wenig Dampf wie möglich austritt. Bei einem Dampfbackofen genügt das Schließen der Tür.

Als Faustregel für die Wassermenge gilt beim Dampfgaren, dass so wenig wie möglich verwendet werden soll, damit sich der Garvorgang nicht unnötig in die Länge zieht. Andererseits sollte jedoch so viel Wasser eingefüllt werden, dass es nicht restlos verdampfen kann.

Die Garzeit richtet sich nach der verwendeten Methode. Die kürzeste Garzeit erzielt dabei der Schnellkochtopf, der bei Garstufe 1 ungefähr 7 bis 8 min benötigt. In einem traditionellen Kochtopf mit Gareinsatz dauert es bei mittlerer Hitze ca. 20 min. Je kleiner die Kartoffeln sind, desto schneller werden sie weich.

Nach dem Dampfgaren empfiehlt es sich, die Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abzuschrecken. Anschließend können sie ohne große Mühe abgepellt werden.

Expertentipp

Kartoffeln sollten immer nur mit der Schale zubereitet werden. Denn ein Großteil der Vitamine und Mineralstoffe befinden sich direkt unter der Schale. Werden Kartoffeln in der Schale gegart, so bleiben sie für den menschlichen Verzehr erhalten. Wer keine Schale essen möchte, kann sie nach dem Dämpfen schälen, leicht und ohne große Abfälle.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Kartoffeln zum Dämpfen schälen und kleinschneiden?

Je kleiner die Kartoffeln sind, desto schneller werden sie gar. Ein Zerschneiden mindert jedoch die Qualität. Besser ist es, für das Dampfgaren kleinere Kartoffeln von ähnlicher Größe zu verwenden. So werden alle Kartoffeln zur gleichen Zeit weich. Ein vorheriges Schälen ist nicht notwendig. In der Praxis wird davon sogar abgeraten.

Wie lange dauert das Dämpfen?

Das kommt immer auf die Art des Dämpfens sowie auf die Größe der Lebensmittel an. In der Regel müssen dafür zwischen 7 und 20 min eingeplant werden.

Muss ich die Kartoffeln vor dem Dämpfen salzen?

Nein. Lebensmittel kommen immer ungesalzen und gewürzt in den Dampfeinsatz. Da der Geschmack sich bei dieser Garmethode intensiviert, muss in der Regel weniger gewürzt werden. Ein vorheriges Salzen würde eh beim Dämpfen zum großen Teil wieder abgespült werden.

Warum werden die Kartoffeln beim Dämpfen braun?

Eine leichte Verfärbung der Kartoffeln kann auftreten, wenn die Sorte viel Stärke besitzt. Daher eignen sich für das Dämpfen besonders weniger stärkehaltige Kartoffelarten. Das sind vor allem die festkochenden Sorten, die nur einen Stärkeanteil von rund 14% aufweisen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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