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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Koniferen – Pflanzenauswahl, Tipps und Tricks für Hecken

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Koniferen - Pflanzenauswahl, Tipps und Tricks für Hecken

Koniferen (Pinales) sind attraktive Nadelbäume, die relativ schnell wachsen und als Hecken binnen kurzer Zeit einen guten Wind- und Sichtschutz bilden. Sie sind beliebte Nistplätze für Vögel und fördern die Biodiversität heimischer Gärten. Was man bei der Auswahl von Heckenpflanzen beachten sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Für Hecken geeignete Arten

Für Hecken geeignete Arten


Die Botanik zählt 16 verschiedene Koniferen-Arten. Die Mehrheit ist immergrün, es gibt jedoch auch laubabwerfende Sorten. Als Heckenpflanze ist besonders die immergrüne Eibe (Taxus) beliebt, obwohl sie in allen Pflanzenteilen stark giftig ist. Eiben sind eine langsam wachsende Art und tragen im Herbst wunderschöne rote Beeren, die als Nahrung für viele Vögel dienen. Eiben müssen nicht oft zurückgeschnitten werden und eignen sich perfekt für niedrige bis mittelhohe Hecken.

Die Japanische Lärche (Larix kaempferi) wirft ihr Laub vor dem Winter ab. Die Bäume benötigen einen regelmäßigen Beschnitt, da sie Wuchshöhen von bis zu 30 Metern erreichen können. Sie punkten jedoch mit einer wunderschönen Optik. Die Nadeln zeigen sich in einem satten Blau-Grün und verfärben sich im Herbst goldgelb.

Scheinzypressen (Chamaecyparis) wachsen 20 bis 40 Zentimeter pro Jahr und ähneln optisch den Lebensbäumen (Thuja). Beide werden deshalb oft kombiniert als Hecken gepflanzt. Thujen wachsen ebenfalls recht schnell und gelten als ausgesprochen windfest und winterhart.

Nicht sehr verbreitet ist der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), der zu den laubabwerfenden Sorten gehört und sich im Herbst gelb verfärbt. Die Bäume sind pflegeleicht, benötigen jedoch gelegentlich einen Rückschnitt und können Wuchshöhen von 35 Metern erreichen.

Ideale Pflanzzeit

Ideale Pflanzzeit
Ab Mitte März kann eine Hecke aus Koniferen gepflanzt werden. Eine Pflanzung im Sommer ist für Koniferen mit Topfballen möglich, allerdings muss zu diesem Zeitpunkt unbedingt auf eine ausreichende Versorgung mit Wasser geachtet werden. Der späteste Pflanzzeitpunkt ist im August, da die Gewächse andernfalls nicht ausreichend Zeit haben, sich an ihrem Standort zu etablieren und vor dem Einbruch des Winters nicht genügend Wurzeln bilden können.

Pflegemaßnahmen

Pflegemaßnahmen
Koniferenhecken haben einen relativ hohen Wasserbedarf und müssen während langer Trockenphasen, auch im Winter, gegossen werden. Braune Triebe oder verfärbte Blattspitzen deuten auf den sogenannten Trockenstress hin. Staunässe vertragen Koniferen ebenfalls nicht. Aus diesem Grund muss darauf geachtet werden, dass der Boden stets locker und durchlässig ist.

Im Frühling und im Sommer sind gelegentliche Düngergaben empfehlenswert. Ideal geeignet ist spezieller Koniferen-Dünger. Alternativ bietet sich eine Mischung aus Hornspänen und Bittersalz im Verhältnis 3:1 an.

Expertentipp

Bei Schnittmaßnahmen ist darauf zu achten, dass nicht bis ins alte Holz geschnitten wird. Denn die meisten Arten treiben lediglich aus jungen Zweigen aus. Wird in das alte Holz geschnitten, kann es vorkommen, dass Löcher in der Hecke entstehen, die sich nicht ohne Weiteres kaschieren lassen. Vor allem schnell wachsende Sorten sollten deshalb häufiger, jedoch nur wenig etwas beschnitten werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum verfärben sich die Spitzen von Koniferen gelb?

Gelbe Spitzen können auf einen Magnesiummangel hindeuten. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bietet sich Bittersalz an, das mit Wasser vermischt und auf die Nadeln gesprüht wird. Auf diese Weise können die Wirkstoffe sofort und effektiv eindringen.

Wie groß sollte der Pflanzabstand bei einer Koniferenhecke sein?

Je nach Größe der Pflanzen werden pro Meter zwei bis drei Koniferen benötigt. Hecken sollten dicht wachsen, die Pflanzen dürfen trotz dessen nicht zu eng nebeneinander stehen.

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