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Kräuterpflanzen

Kurkuma-Pflanze Pflege

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Kurkuma-Pflanze Pflege

Bereits seit einigen Jahrtausenden ist Kurkuma im asiatischen Raum als Gewürz- und Heilpflanze ein fester Bestandteil der dort lebenden Kulturen. Wer das Ingwergewächs im eigenen Garten pflanzen, pflegen und letztendlich natürlich auch ernten möchte, sollte sich im Vorfeld in diesem Ratgeber zur Pflege der beliebten Kurkuma-Pflanze ausführlich informieren.

Geschichtlicher Hintergrund und Herkunft

Geschichtlicher Hintergrund und Herkunft


Um erfolgreich die Kurkuma-Pflanze selbst im eigenen Garten anziehen zu können, ist es wichtig ihre Geschichte und Herkunft zu kennen. Kurkuma (lat. Curcuma longa) wird oftmals aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Familie der Ingwergewächse als Gelber Ingwer bezeichnet. Der in der Kurkuma-Pflanze enthaltene Farbstoff ähnelt dem Farbton von Safran. Aus botanischer Sicht weisen die beiden Pflanzen jedoch keinerlei Verwandtschaften miteinander auf.

Ihren Ursprung hat die Kurkuma-Pflanze in Indien und China. Dort wird sie seit mehr als 5.000 Jahren angebaut und für Nahrungs- und Heilzwecke genutzt. Im südasiatischen Raum ist Kurkuma in Pulverform ein zentraler Bestandteil in Curry-Pulver und somit in nahezu jeder Speise zu finden. Darüber hinaus wird der gelbe Farbstoff zum Einfärben von Salben, Papier sowie Textilien eingesetzt.

Ihren Weg nach Europa fand die Kurkuma-Pflanze vermutlich im 13. Jahrhundert über die Seidenstraße. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Kurkuma bzw. ihr Inhaltsstoff Curcumin eine schützende Wirkung auf die Körperzellen des Menschen hat und vor diesem Hintergrund sowohl antiviral als auch entzündungshemmend wirkt.

Pflanzung und Pflege

Pflanzung und Pflege
Vor der eigentlichen Pflanzung stellt sich die Frage nach einem geeigneten Standort sowie die Beschaffenheit des Bodens. Bezüglich des Standorts bevorzugt die Kurkuma-Pflanze einen warmen Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit im Halbschatten. Im Gewächshaus oder in einem Wintergarten gedeiht Kurkuma bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius optimal. Ab einer Temperatur von unter 12 Grad Celsius sterben die Blätter ab. Der Boden sollte reich an Nährstoffen sein. Zwei Drittel konventionelle Blumenerde sowie ein Drittel grober Sand sind die perfekte Mischung für die Pflanzung einer Kurkuma-Pflanze, die sich von Beginn an möglichst wohl in Ihrer Umgebung fühlen soll.

In unseren Breitengraden gedeiht Kurkuma ausschließlich an einem ganzjährig warm gehaltenen Standort. Daher ist es ratsam, die Pflanze in einem flachen Topf mit einem großen Durchmesser auf eine Fensterbank zu stellen. Ein ungefähr fünf Zentimeter langes Teilstück einer Wurzel (Rhizoms) sollte hierfür leicht mit Blumenerde in den Behältnis bedeckt werden. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann der Topf beispielsweise mit einer Folie abgedeckt werden. Die Erde muss stets feucht bleiben, sodass sich das Rhizom innerhalb von nur ein paar wenigen Wochen einwurzeln und nach oben hin austreiben kann. Natürlich spricht nichts dagegen, eine Kurkuma-Pflanze im Garten von Frühling bis Herbst zu kultivieren.

Im Hinblick auf die dauerhafte und optimale Pflege sollte Staunässe grundsätzlich vermieden werden. In einem Rhythmus von ungefähr vier Wochen schätzt eine Kurkuma-Pflanze von Flüssigdünger für ihr Wachstum sehr. Etwaige abgestorbene Blätter gilt es stets zu entfernen.

Die Ernte

Die Ernte
Sobald die Kurkuma-Pflanze bei guter Pflege ungefähr nach neun Monaten einen Meter hoch gewachsen ist und die obersten Blätter welk sind, kann ihr Wurzelstock geerntet werden. In der Regel ist hierfür im Winter der passende Zeitpunkt gekommen. Die Rhizome wird ausgegraben und im ersten Schritt von allen Erdrückständen unter dem Wasserhahn befreit. Mit einem Sparschäler lässt sich die äußere Haut optimal entfernen. Aufgrund der Tatsache, dass das Gewebe der Wurzele stark färbt, ist es empfehlenswert, Einmal-Handschuhe sowie eine Küchenschürze zu tragen. Nachdem die erste Hautschicht entfernt ist, kann das Rhizom in rund drei bis fünf Millimeter dünne Scheiben geschnitten werden.

Diese müssen im Backofen bei 80 Grad Celsius und leicht geöffneter Klappe getrocknet werden. Sobald sich die Scheiben leicht durchbrechen lassen und nicht mehr biegsam sind, können diese in einen Mixer gegeben werden. Auf diese Weise entsteht feines Kurkuma-Pulver, welches zum Beispiel für Suppen, Gemüse oder Salatsoßen beigegeben werden kann. Es ist problemlos möglich, dass eigens hergestellte Pulver bei kühlen Temperaturen in dunkler Umgebung ein Jahr lang aufzubewahren. Wahlweise kann natürlich ein Teil der Wurzel für einen erneuten Kultivierungsvorgang in frischer Erde wieder verwendet werden.

Steckbrief

Abgesehen von ihrer schmackhaften und ebenso heilsamen Wirken handelt es sich bei der Kurkuma-Pflanze um eine wahre Schönheit, welche mit ihrem Weiß und einem zarten Lila eine tolle Optik in den Garten oder auf einem Balkon bringt. In der Blumensprache hat die Pflanze keine Bedeutung. Allerdings symbolisiert sie in der Ayurveda (indische Heilkunst; übersetzt „Wissen vom Leben“) die Sonne. Im Folgende eine kurze Zusammenfassung zur Kurkuma-Pflanze:

  • Wuchstyp: Staudenform
  • Wuchshöhe: 40 bis 100 Zentimeter
  • Wuchsbreite: 40 bis 80 Zentimeter
  • Wuchseigenschaften: Aufrecht mit Ausläufern
  • Farbe der Blüten: Weiß und Lisa/Violett
  • Optimale Blütezeit: Juli bis August
  • Form der Blüte: Ährenartig
  • Blüteneigenschaften: Leicht duftend
  • Blattfarbe: Grün
  • Form der Blätter: länglich, oval, zugespitzt
  • Farbe der Frucht: Braun
  • Form der Frucht: Kapsel
  • Optimale Lichtverhältnisse: Von absonnig bis halbschattig
  • Optimaler Boden: Mischung aus nährstoffreicher Erde (2/3) und Sand (1/3)
  • Bodenfeuchte: Ständige Feuchte
  • Kalkverträglichkeit: Sehr empfindlich gegen Kalk
  • pH-Wert: geringe Säure
  • Nutzwert: Schmuckblüte, Küchenzutat, Heilpflanze
  • Verwendung: Pflanzgefäße, Warmhaus, Wintergarten

Expertentipp

Die Wurzel der Kurkuma-Pflanze sollte im Vergleich zu Frühjahr im Herbst deutlich an Größe zugenommen haben und bereit für die Ernte sein. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich unweigerlich die Frage, ob es sich dabei um ein einmaliges Projekt gehandelt hat oder ob eine weitere Kurkuma-Pflanze in der nächsten Saison kultiviert werden soll. Sofern Ersteres zutrifft, spricht nichts dagegen, die Wurzel vollständig in unterschiedlichen Varianten zu verwerten.

Wer sich hingegen dazu entschließt, im folgenden Jahr den Anbau einer neuen Kurkuma-Pflanze ins Auge zu fassen, sollte ein Teil der Wurzel aufbewahren. Hierbei stellt sich jedoch die entscheidende Frage, wie dieses Stück bis zum Frühjahr bestmöglich gelagert bzw. vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Ideal ist es für die Wurzel, wenn sie während dieser Zeit trocken in Sand mit einer geringen Restfeuchtigkeit gelagert ist. Auf diese Weise wird ausgeschlossen, dass die Wurzel vertrocknet.

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