Erfrischend und lecker: Minze. Ob frisch oder getrocknet, ob zum Verfeinern von Speisen oder als Tee – Minze ist ein vielseitiges Kraut. Doch es schmeckt nicht nur gut, es hat auch eine heilsame Wirkung: Ein frischer Minztee lindert nicht nur Verdauungsbeschwerden, er hilft zudem bei Übelkeit und Blähungen. Vom erfrischenden Geschmack der Minze können Sie schon am frühen Morgen bei der Zahnpflege profitieren, denn nicht selten ist sie Bestandteil von Zahnpasta und Mundwasser. Das ätherische Öl der Minze verfügt über kühlende Eigenschaften, die – trägt man das Öl auf Stirn und Schläfen auf – zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen können.
Wissenswertes über die Minze
In ihrer ursprünglich Heimat – die im Mittelmeerraum und in Vorderasien zu finden ist – wächst die Minze vorwiegend auf feuchten Wiesen, an den Ufern von Gewässern und in der Nähe von Gräben. Die verschiedenen Arten der Minze lassen sich leicht kreuzen, so verwundert es nur wenig, dass die Gattung Minze eine besonders große Arten- und Sortenvielfalt aufweist, zu der zahlreiche Hybriden zählen.
Ihren Namen verdankt die Minze übrigens der griechischen Mythologie: So trug es sich zu, dass der Gott der Unterwelt – sein Name war Hades – sich unsterblich in eine Nymphe namens Minthe verliebte. Dummerweise hatte Hades jedoch schon eine Frau: die Göttin Persephone. Als Persephone von dem amourösen Abenteuer ihrer Mannes erfuhr, sah dieser keine andere Möglichkeit, als seine geliebte Nymphe Minthe in eine duftende Minze zu verwandeln.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es noch eine weitere Überlieferung gibt, die besagt, dass die Göttin Persephone – aus purer Eifersucht – die Nymphe in eine Minzpflanze verwandelt haben soll. Welche Geschichte stimmt – und ob überhaupt ein Funken Wahrheit darin liegt – lässt sich nicht sagen. Fest steht, dass die Liaison für die bedauernswerte Minthe nicht wirklich gut ausgegangen ist.
Minze schneiden – so machen Sie es richtig

Nachdem Sie nun so viel über die Geschichte und Verwendung der Minze wissen, erfahren Sie nun, wie Sie das Kaut richtig schneiden. Legen Sie ein scharfes Messer oder eine scharfe Gartenschere bereit und verwöhnen Sie Ihre Minze – gegen Mitte März – mit einem Pflegeschnitt. Mit diesem Schnitt sorgen Sie für einen üppigen und buschigen Wuchs. Sie sollten dabei sämtliche überwinterten Triebe zurückschneiden. Gehen Sie beim Rückschnitt nicht zu zaghaft vor, es genügt, wenn nur wenige Zentimeter der Triebe stehen bleiben.
Wollen Sie Minze für den täglichen Gebrauch ernten, so können Sie in der Zeit von April bis September (nach Bedarf) einzelne Triebe der Minze abschneiden. Möchten Sie viel Minze ernten, um die Blätter zu trocknen, sollten Sie das – vor der Blüte der Pflanze – in den Monaten Juni und Juli tun, denn zu dieser Zeit enthalten die Blätter besonders viele ätherische Öle.
Expertentipp
Sie möchten Ihre Minze trocknen, wissen jedoch nicht, wie Sie vorgehen sollen? Nachdem Sie die Minze samt Stängel abgeschnitten haben, sollten Sie die einzelnen Blätter vorsichtig von den Stängeln zupfen. Blätter die ungesund wirken, sollten Sie aussortieren. Anschließend können Sie die Minzblätter auf einem Backblech auslegen und sie – bei einer Temperatur von maximal 40 Grad Celsius – im Backofen trocknen.
Bei höheren Temperaturen würden weniger ätherische Öle erhalten bleiben. Prüfen Sie ab und an, wie trocken Ihre Blätter bereits sind – fängt die Minze an zu rascheln, nehmen Sie diese aus dem Ofen, lassen sie abkühlen und füllen sie anschließend in eine Dose oder in ein dunkles Glas, das Sie fest verschließen können.
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