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Unkraut, Moos & Schimmel

Moos auf Wänden wachsen lassen

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Moos auf Wänden wachsen lassen

Moos auf Wänden oder an Mauern wachsen zu lassen ist nicht so einfach, wie es zahlreiche Artikel im Internet glauben machen wollen. Vor allem entstehen dabei auch mit Schablonen keine gestochen scharfen Umrisse von leuchtend grünen Motiven. Dennoch ist es möglich und optisch ansprechend, eine Wand mit Moos zu begrünen. Wie es funktionieren kann, zeigen wir hier.

Moos ist empfindlich

Moos ist empfindlich


Bei dem Vorhaben, Moos gezielt an einer Wand wachsen zu lassen, müssen vor allem die Bedingungen des Standorts berücksichtigt werden. Moos gedeiht am besten an kühlen, feuchten und schattigen Bereichen. Daher findet es sich vorrangig im Wald, an den Schattenseiten von Mauern und Steinen sowie Bäumen.

Eine trockene Wand in der Sonne ist daher denkbar ungeeignet für das Gewächs. Auch trockene, warme Raumluft ist problematisch. Der Standort muss daher so weit wie möglich an das natürliche Verbreitungsgebiet heranreichen. Andernfalls ist das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Moos keine Wurzeln aufweist. Es kann sich zwar auf Erde, Rinde und Steinen festhalten, bezieht dabei aber weder Wasser noch Nährstoffe. Die Versorgung findet stattdessen durch die Luftfeuchtigkeit statt. Regen, Nebel und Tau sind daher wichtige Faktoren.

Moos wachsen lassen

Moos wachsen lassen
Die einfachste Variante ist es, Moosstücke abzustechen und diese direkt an den gewünschten Stellen der Wand zu fixieren. Als flüssiger Untergrund empfiehlt sich das Einstreichen der Wand mit Laubkompost oder Brennnesseljauche. Allerdings sind diese Mittel sehr geruchsintensiv und daher für Innenräume nicht geeignet.

Eine Alternative stellt es dar, Moos zu einer aufstreichbaren Flüssigkeit zu verarbeiten. Hierzu wird das zuvor gereinigte Gewächs mit einem Mixer oder Pürierstab grob zerkleinert. Vermischt mit Buttermilch oder ungesüßtem Naturjoghurt wird das Moos zu einer zähen Paste. Diese kann direkt auf die Wand aufgetragen werden. Allerdings ist damit zu rechnen, dass das Wachstum ungleichmäßig ausfällt und eine lange Zeit in Anspruch nimmt. Das gilt allerdings nur dann, wenn die Standortansprüche des Gewächses erfüllt werden.

Alternativen zum direkten Bewachsen

Praktische Alternativen zum Anfertigen einer Paste stellen bewachsene Matten und Gitter dar. Das Moos wird in Stücken darauf befestigt und feucht gehalten. Dafür bietet sich das Besprühen mit Regenwasser an. Eine Düngung kann durch den Einsatz von Pflanzenjauche oder flüssigem Kompost erfolgen. Ebenso können Gitter oder Matten auch darin getränkt werden, um nachhaltig Nährstoffe abzugeben. Die so vorbereiteten Elemente werden an die Wand gelehnt oder daran befestigt.

Wenn das Moos beginnt, sich auszubreiten, kann es von Matte oder Gitter auch auf die Wand übergehen. Wichtig ist dabei, immer wieder auf die Luftfeuchtigkeit zu achten. Anderenfalls kann sich das Gewächs in die sogenannte Dormanz begeben und das Wachstum einstellen.

Expertentipp

Für das Befeuchten von Moos sollte ausschließlich weiches Wasser zum Einsatz kommen. Geeignet sich Regenwasser, unbehandeltes Teich- und Aquariumwasser sowie gefiltertes oder abgestandenes Leitungswasser.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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