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Gemüsepflanzen

Paprika veredeln – so wird’s gemacht

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Paprika veredeln - so wird's gemacht!

Das Veredeln von Pflanzen ist in der Lebensmittelindustrie durchaus bekannt. Dieses traditionelle Mittel soll dazu dienen, Pflanzen robuster zu machen und zu vermehren. Hierzu werden zwei Pflanzenteile miteinander verbunden. Aus medizinischer Sicht erfolgt eine sog. Transplantation. Interessant ist, dass auch Laien Paprika veredeln können. Benötigt wird lediglich das passende Knowhow.

Unterscheid zwischen Edelsorte und Unterlage

Unterscheid zwischen Edelsorte und Unterlage


Zunächst wird bei der Veredelung von Pflanzen zwischen Edelsorte und Unterlage unterschieden. Unter Edelsorten sind die Pflanzen zu verstehen, welche Blüten oder Früchte bilden. Sie verfügen über eine gute Widerstandsfähigkeit und erkranken selten an Blattkrankheiten.

Unterlagen hingegen sind robuste Wildarten oder spezielle Sorten, die gegenüber Bodenschädlingen extrem resistent sind. Außerdem verfügen sie über bestimmte Wachstumseigenschaften. Bei der Veredelung von Paprika bilden Edelsorte und Unterlage ein starkes Duo. Beide Pflanzen bilden ein kräftiges, gemeinsames Wurzelsystem aus. Außerdem wachsen sie zu einer fruchtbaren und widerstandsfähigen Einheit zusammen.

Durchführung der Veredelung

Durchführung der Veredelung
Bei Paprikas wird eine Kopfveredelung durchgeführt. Die Stängel der Unterlage und Edelsorte müssen in jedem Fall gleich lang sein. Die Schnittflächen müssen ebenfalls zueinander passen. Hierbei muss beachtet werden, dass die Unterlagen- und Edelsorte in der Regel zeitversetzt ausgesät werden müssen, da die Pflanzen nicht gleich schnell keimen und wachsen. Sobald die Pflanzen die gleiche Größe aufweisen, können sie geschnitten werden. Die Edelsorte wird oberhalb der Keimblätter geschnitten. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Trieb die gleiche Dicke aufweist wie die Unterlage an der Veredelungsstelle.

Bei der Unterlage wird der Schnitt unterhalb der Keimblätter durchgeführt. Der Grund dafür ist, dass die Knospen sich in den Achseln der Keimblätter befinden. Aus den Knospen könnte die Unterlage austreiben. Die beiden Schnittflächen müssen aufeinander passen. Ein Silikonclip dient dazu, um die Veredelungsstellen der beiden Pflanzen zu verbinden.

Um die Pflanzen zu stützen, bietet sich ein Stab an. Am besten lässt sich die veredelte Pflanze in einem Gewächshaus aufbewahren, da dort eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. So ist garantiert, dass sie nicht welkt. Bei der Platzierung im Gewächshaus ist zu beachten, dass sie nicht in der direkten Sonne steht in den ersten Tagen. Wenn kein Gewächshaus zur Verfügung steht, kann die Pflanze mit einer Plastiktüte abgedeckt werden.

Einzelne Schritte

  • Kopfveredelung bei Unterlage und Edelsorte durchführen
  • Veredelungsstellen mit Silikonclip fixieren
  • Pflanzen an Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit aufstellen

Expertentipp

Um die Kopfveredelung durchzuführen, muss ein scharfes, sauberes Messer verwendet werden. Andernfalls werden die Pflanzen gequetscht, was sich negativ auf die Veredelung auswirkt.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Leonsbox

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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