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Gemüsepflanzen

Rote Bete anbauen

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Rote Bete anbauen

Die Rote Bete zeichnet sich durch ihren besonderen erdigen Geschmack aus. Selbst wenn sich im Handel die roten Rüben durchgesetzt haben, gibt es doch auch gelbe und weiße Beete sowie die Ringelbeete mit weißen oder rosa roten Ringen. Bei den Formen zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Hobbygärtner haben freie Wahl beim Anbau. Rote Bete ist pflegeleicht, hat aber bestimmte Ansprüche.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Die Rote Bete braucht einen sonnigen Standort, wächst aber auch im Halbschatten noch gut. Ein schwerer, tiefgründiger Boden, der durchlässig und nährstoffreich ist, eignet sich gut für den Anbau des Tiefwurzlers. Es ist empfehlenswert, das Gemüsebeet vor der Aussaat mit etwas Kompost anzureichern, denn das steigert den Ertrag. Der Boden sollte mit der Hacke bearbeitet werden, bis er frei von Erdklumpen ist.

Rote Bete aussäen

Rote Beete aussäen


Ausgesät wird von April bis Juni. Bei frühzeitiger Aussaat im April sind die Beete mit einem Vlies vor Frost zu schützen. Falls die Absicht besteht, das Wurzelgemüse einzulagern, ist der Juni als Termin für die Aussaat zu wählen, denn nach 16 bis 18 Wochen im Oktober ist die Rote Bete erntereif.

Werden die Samen vor dem Aussäen in zimmerwarmem Wasser eingeweicht, keimen sie schneller.

Möglich ist zudem eine Vorkultivierung. Dazu müssen die Samen bereits im März in Töpfe oder in das Frühbeet. Auch hier muss beim Ausbringen der Jungpflanzen ins Freiland im April noch an ein Vlies, das die Pflanzen vor späten Frösten bewahrt, gedacht werden.

Es erleichtert die Kultivierung und Pflege sehr, wenn in Reihen mit einem Zwischenabstand von 25 Zentimetern gesät wird. Zwischen den Samen, sie kommen 2 bis 3 Zentimeter tief in die Erde, ist ein Abstand von einigen Zentimetern einzuhalten. Die Pflanzen keimen nach 20 bis 25 Tagen, wenn die Erde gleichmäßig feucht ist. Es kommt immer ein wenig auf die Witterungsbedingungen an, wann die Samen aufgehen. Die Jungpflanzen müssen vereinzelt werden, falls zu viele Samen aufgegangen sind und sie deshalb zu dicht stehen. Sie würden sich während des weiteren Wachstums nur gegenseitig behindern.

Bei der Aussaat ist unbedingt auf die Fruchtfolge zu achten. So sollten Futterrüben, Mangold, Kartoffeln und Tomaten nicht vorher im Beet angebaut worden sein. Stand hier Kohlrabi oder Hülsenfrüchte ist das kein Problem. Rote Bete wächst gern in Mischkultur mit Bohnenkraut und Dill. Als Pflanznachbarn werden Kohl, Salate und Zwiebeln akzeptiert.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege
Die Rote Bete ist regelmäßig tiefgründig zu bewässern. Auch die tief liegenden Wurzeln benötigen Wasser. Damit es nicht zu einer Wurzelfäule kommt, ist Staunässe zu vermeiden.

Ist der Boden nährstoffreich, weil im Herbst Kompost eingearbeitet wurde, benötigt das Wurzelgemüse keine Düngergaben. Bei weniger nährstoffreicher Erde reicht eine einmalige Düngung aus. Auf stickstoffhaltigen Dünger sollte dabei allerdings verzichtet werden, da er zu einem zu hohen Nitratgehalt im Gemüse sorgt. Empfehlenswert ist ein biologischer Gemüsedünger.

Wachstumsfördernd wirkt sich zudem ein regelmäßiges Auflockern der Erde zwischen den Pflanzen aus. Auch ist das Beet frei von Unkraut zu halten.

Schädlinge und Krankheiten

Pilzerkrankungen durch Echten und Falschen Mehltau sind möglich. Blattläuse und die Rübenfliege können ebenfalls Schaden an den Blättern anrichten. Auch die Wurzelfäule ist gefürchtet.

Eine wichtige Vorbeugemaßnahme ist das Einhalten der Fruchtfolge. Da wo Rote Bete kultiviert wurde, ist eine Anbaupause von 3 bis 4 Jahren nötig. Gute Vorkulturen sind beispielsweise Gurken, Kürbis und Zucchini.

Ernte und Lagerung

Kugelige Rüben sind erntereif, wenn sie einen Durchmesser von mindestens 7 Zentimetern haben. Wie süß sie dann sind, hängt davon ab, wie viel Sonne die Pflanze abbekommen hat. Je nach Sorte, Witterung und Bodenbeschaffenheit können um die 5 kg pro Quadratmeter geerntet werden.

Eine zeitversetzte Aussaat ab Mitte April erhöht den Ertrag. Die letzte Ernte im Herbst, ausgesät im Juni, kann über den Winter eingelagert werden. Das Wurzelgemüse muss vor dem ersten Frost aus dem Boden, denn unter Einwirkung von Minustemperaturen platzen die Rüben auf und beginnen zu faulen.

Das Laub wird, es ist dann meist schon etwas welk, vor der Einlagerung bis auf 3 Zentimeter zurückgeschnitten. Zum Einlagern eignet sich eine Kiste mit Sand oder Erde, die an einem kühlen Ort mit nicht zu niedriger Luftfeuchte steht. Meist ist der Keller dafür gut geeignet.

Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt die Rote Bete, eingeschlagen in Tücher, etwa 4 Wochen frisch.

Rote Bete lässt sich wunderbar einfrieren. Dazu werden die Rüben gedünstet, geschält, in Würfel geschnitten und in ein geeignetes Gefäß oder einen Gefrierbeutel gegeben, bevor sie in die Kühltruhe oder den Gefrierschrank kommen.

Auch das süßsaure Einlegen in einem Sud mit Essig und Gewürzen ist möglich. Die wie beim Einfrieren vorbereiteten Rote-Beete-Würfel kommen mit dem Essigsud in Einmachgläser und werden für 5 Minuten eingekocht.

Expertentipp

Wer keinen Garten hat, kann Baby Beets im Balkonkasten anbauen. Bereits nach 70 bis 90 Tagen können Rüben mit einem Durchmesser von 4 Zentimetern geerntet werden. Auch die jungen Blätter sind essbar. Sie kommen mit in den Smoothie oder den Eintopf.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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