Connect with us

Kübel- / Balkonpflanzen

Tränendes Herz – Kultur und Pflege in Kübeln

Veröffentlicht

auf

Tränendes Herz - Kultur und Pflege in Kübeln

Tränende Herzen (Lamprocapnos spectabilis) zählen zur Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales), zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und zur Unterfamilie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae). Weitere Bezeichnungen der Zierpflanzen sind Marienherz, Frauenherz, Herzblume und Schöner Doppelsporn. Die bekannteste und beliebteste Art ist das Flammende Herz (Dicentra spectabilis) mit herzförmigen, weiß und rosafarbenen, hängenden Blüten. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen zur Kultur und Pflege in Kübeln.

Tränende Herzen – beliebte Zierpflanze für Gärten, Terrassen und Balkone

Tränende Herzen - beliebte Zierpflanze für Gärten, Terrassen und Balkone


Auch wer keinen eigenen Garten besitzt, kann Tränende Herzen kultivieren, da sich die hübschen Zierpflanzen gut in Kübeln anbauen lassen. Allerdings gibt es für die Kultur in Pflanzgefäßen einige Punkte zu beachten.

Tränende Herzen stammen ursprünglich aus Nordamerika, China, dem Osten Russlands und Korea, wo sie in Höhenlagen von über 2.000 Metern gedeihen. Die attraktiven Gewächse blühen in unseren Breiten mit etwas Glück von April bis Juni.

Kultur in Kübeln

Kultur in Kübeln
In Gärten bevorzugen Tränende Herzen halbschattige Standorte. Aber auch auf einem Balkon will der Standort gut gewählt sein. Die Pflanzgefäße sind für eine gelungene Kultur ebenfalls ausschlaggebend. Am besten gedeihen Tränende Herzen in großen Gefäßen aus Ton, die Feuchtigkeit auf natürliche Weise speichern.

Die Zierpflanzen bilden dicke Rhizome und benötigen aus diesem Grund ausreichend Platz. Mit einer Drainageschicht aus Kies, Scherben oder Blähton wird verhindert, dass sich Staunässe bildet. Als Substrat eignet sich lockeres, humoses Substrat, das mit reifem Kompost oder Hornspänen angereichert wird.

Geeignete Standorte

Geeignete Standorte
Ein guter Standort für Tränende Herzen sind geschützte Bereiche, die teils in der Sonne, teils im Halbschatten liegen. Durchgehend pralle Sonne ist ungünstig, die auf Balkonen ohnehin kaum geboten wird. Ideal sind zudem Standorte in der Nähe von Hauswänden, die morgens oder nachmittags von Sonne beschienen werden und vor starken Winden geschützt sind.

Bewässerung und Düngergaben

Für Tränende Herzen muss eine regelmäßige Wasserversorgung sichergestellt sein. Das Substrat sollte man konstant feucht halten, ohne dass sich Staunässe bildet. Gegossen werden sollte mit kalkarmem, abgestandenem Wasser oder mit Regenwasser. In den Wintermonaten reduziert man Wassergaben auf ein Minimum.

Tränende Herzen benötigen regelmäßige Düngergaben vom Frühjahr bis zum Herbst, um reich blühen zu können. Zum Düngen eignen sich flüssige Universaldünger, die dem Gießwasser alle drei bis vier Wochen beigemischt werden. Das Ausputzen verwelkter Blüten gehört ebenfalls zu den Maßnahmen, die die Bildung neuer Blüten fördern.

Überwinterung

Mit ausreichenden Schutzmaßnahmen im Winter können Tränende Herzen in Kübeln im Freien überwintert werden. Dazu müssen die Pflanzgefäße mit geeigneten Materialien, wie Jute, Stroh, Noppenfolie oder Styropor, umwickelt werden. Stellen Sie die Kübel zudem auf dicke Platten aus Holz oder Styropor.

Das Überwintern der Zierpflanzen in hellen, unbeheizten und kühlen Räumen ist ebenfalls möglich. Entscheidend ist der sorgsame Frostschutz im Frühjahr. Insbesondere wenn es zu gelegentlichen Nachtfrösten kommen kann, müssen die jungen Triebe mit Gartenvlies geschützt werden.

Teilung des Wurzelstocks

Spätestens, wenn die Wurzeln oberhalb des Substrats zu sehen sind, müssen Maßnahmen ergriffen werden. Im Herbst sollten die Pflanzen aus den Töpfen genommen, beherzt mit einem Spaten oder einem scharfen Messer geteilt und die neu entstandenen Gewächse eingepflanzt werden. Geteilte Exemplare blühen dank ihrer robusten Rhizome im nächsten Jahr wie gewohnt.

Expertentipp

Es ist ratsam, Handschuhe zu tragen, da Tränende Herzen in allen Teilen giftig sind, wenn es um die Pflege und Vermehrung geht. Man kann jedoch nie genug tränende Herzen haben, da sie sich durch Teilung, Stecklinge nach der Blütezeit und Saatgut vermehren lassen.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär