Das unter seinem deutschen Namen Kirschlorbeer bekannt gewordene Rosengewächs Prunus laurocerasus erfreut sich ob seiner immergrünen Blätter und seines bedürfnisarmen Lebenszyklus großer Beliebtheit als Hecken- und Solitärpflanze. Das mildere Winterklima der vergangenen Jahrzehnte bietet dem ursprünglich aus Kleinasien stammenden Gewächs ideale Voraussetzungen, um in Gärten und Parks wachsen und gedeihen zu können.
Allgemeines zum Wuchs
An seinem Heimatstandorten erreicht wild wachsender Kirschlorbeer nicht selten eine Höhe von sechs bis sieben Meter. In der Breitenausdehnung sind zwei bis drei Meter üblich. Der Kirschlorbeer gilt grundsätzlich als mittelschnell bis schnell beziehungsweise stark wachsendes Gehölz, das im Jahr ohne Weiteres einen Gesamtzuwachs von 40 Zentimeter erreichen kann. Je nach Standort sind auch mehr beziehungsweise auch deutlich weniger Zuwachs möglich. Bei Kirschlorbeerpflanzen, die im Garten gezogen werden, ist abhängig von Standort, Pflege und Schnitt sogar ein Wachstum von rund 80 Zentimetern pro Jahr möglich. In Mittel- und Südeuropa wächst der Kirschlorbeer etwa ab Mitte März beträchtlich und entwickelt im Mai und Juni seine typischen, cremeweißen und fast kerzenartig anmutenden aufrechten Blütenstände. Anschließend entwickeln sich Steinfrüchte, die im reifen Zustand schwarz gefärbt sind. Häufig lässt der Kirschlorbeerstrauch im Juli und August je nach Witterung noch einen stärkeren oder schwächeren Wachstumsschub folgen.
Standort und Wuchs
Der Standort spielt im Wachstumsverhalten der Kirschlorbeerpflanze selbstverständlich eine große Rolle. Bevorzugte Standorte sind relativ gut windgeschützt, sonnig bis halbschattig und bieten durchschnittliche Bodenverhältnisse. Kirschlorbeerpflanzen sind hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit relativ genügsam, normale Gartenböden sind in jedem Fall ausreichend. Zu starke Trockenheit oder Feuchtigkeit führen zu verlangsamten Wachstum und können der Pflanze mitunter nachhaltig Schaden zufügen. Bekommt der Kirschlorbeer ausreichend Feuchtigkeit, beispielsweise durch gute Grundwassergegebenheiten oder regelmäßiges Gießen, fördert dies das Wachstum sehr effektiv. Lange Trockenphasen mit großen Hitzeperioden schränken das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze mitunter relativ stark.
Wuchs und Pflege

Neben dem Standort gelten Pflege- und Schnittmaßnahmen als der zweite große Einflussfaktor hinsichtlich des Höhen- und Breitenwuchses. Regelmäßiger Schnitt ist die Grundlage für eine konstante Höhe und Breite, fördert aber natürlich auch das Wachstum der Pflanze. Es ist ratsam, beim Schnitt der Kirschlorbeerpflanze immer knapp unterhalb der neuen Triebe anzusetzen. Kirschlorbeerpflanzen vertragen Schnittmaßnahmen das ganze Jahr über relativ gut, es ist natürlich dennoch ratsam, sowohl während der heißesten als auch während der kältesten Tage auf den Höhen- und Breitenschnitt zu verzichten.
Expertentipp
Schnittmaßnahmen mit der elektrischen Heckenschere können zum „Ausfransen“ der Blätter und Zweige sowie zu einer hohen Anzahl an gelben und braunen Blättern, die von der Pflanze nur schwer abgestoßen werden, führen. Aus diesem Grund empfehlen Experte grundsätzlich den Schnitt mit der mechanischen Gartenschere.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare