Amaryllis richtig überwintern

Die Amaryllis ist den meisten Hobbygärtnern und Blumenliebhabern aufgrund ihrer herrlichen großen Blüten bekannt. Die wenigsten wissen jedoch, dass sowohl Rittersterne, als auch die Belladonnalilie als Amaryllis bezeichnet werden.

Beide Arten sind miteinander verwandt und haben ihre Blütezeit im Herbst und Winter. Damit sie auch im folgenden Jahr wieder ihre Blütenpracht entfachen, müssen die Pflanzen im eigentlichen Sinne nicht richtig überwintert, sondern übersommert werden.

Zwei ähnliche Arten mit ähnlichen Ansprüchen

Die Belladonnalilie wird auch als Echte Amaryllis bezeichnet und ist eine Knollenpflanze, die im Herbst ihre großen und herrlich duftenden Blüten hervorbringt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Südwesten Afrikas und wird bei uns gerne als Kübel- oder Zimmerpflanze gehalten. Mittlerweile gibt es zahlreichen Sorten der Echten Amaryllis mit unterschiedlichen Blütenfarben von Weiß bis Rot.

Der Ritterstern ist ein Zwiebelgewächs und ist ursprünglich in Südamerika beheimatet. Rittersterne haben ein ähnliches Aussehen wie die Echte Amaryllis und stellen auch ähnliche Ansprüche. Daher zählen auch sie zu den Amaryllis-Gewächsen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal beider Sorten ist der hohle Blütenschaft des Rittersterns. Auch er blüht von Oktober bis April und ist damit ein Winterblüher.

Wachstums- und Blühphase


Während der Wachstumsphase und in der Blütezeit benötigt die Amaryllis einen sehr hellen und sonnigen Standort. Die Blütenbildung wird durch das Sonnenlicht gefördert.

Optimal gedeiht eine Amaryllis in gut durchlässiger Erde und mit einer mäßigen Düngung in der Wachstums- und Blütezeit. Die Pflanze sollte dann regelmäßig, aber nur mäßig gegossen werden. Zu viel Feuchtigkeit verursacht Fäulnisbildung und Pilzerkrankungen.

Richtig überwintern und übersommern


Die Wachstums- und Blühphase der Amaryllis liegt in den Wintermonaten. Da die Pflanze ursprünglich in südlichen Gefilden beheimatet ist, wird sie bei uns als Kübelpflanze im Wintergarten oder als Zimmerpflanze auf der Fensterbank kultiviert. Bei Temperaturen deutlich im Plusbereich kann die Pflanze auch ins Freie gestellt werden.

Ab August wirft die Amaryllis ihre Blätter ab. Damit beginnt für die Pflanze die Ruhezeit. Während dieser Zeit sollte die Pflanze unbedingt trocken stehen, sodass die Wurzeln kein Wasser mehr erhalten.

Ein geschützter und dunkler Platz ist zur „Übersommerung“ ideal. Dazu eignen sich:

  • Garage
  • Keller
  • Gartenschuppen

Vertrocknete Blätter können in der Ruhephase entfernt werden. Darüber hinaus sollte die Amaryllis jedoch in Ruhe gelassen werden, damit sie Kraft für die nächste Blühphase sammeln kann.

Ab November kann die Amaryllis dann in frische Erde gesetzt werden. Dabei muss etwa ein Drittel der Knolle aus der Erde herausragen. Etwa 4 Wochen nach dem Umtopfen kann damit begonnen werden die Erde leicht anzufeuchten.

Sobald mit dem Anfeuchten der Erde begonnen wird, kann die Amaryllis wieder an einen hellen Ort bei Zimmertemperatur umziehen.

Expertentipp

Etwa 2 Wochen nach dem Umtopfen zeigt sich der neue Blütenschaft der Amaryllis. Dieser kann je nach Sorte bis zu 80 cm lang werden.

Damit der Blütenschaft sich nicht zum Licht neigt und dadurch krumm wird, sollte die Pflanze regelmäßig um 180 Grad gedreht werden.

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