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Bärenklau – so giftig ist er

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Bärenklau - so giftig ist er

Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wächst auf Wiesen und in Gärten. Mit seinen weißen Blüten sieht er wunderschön aus, er ist aber auch sehr giftig. Wie Sie ihn erkennen und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wissenswertes

Bärenklau überragt mit seiner stattlichen Höhe alle anderen Pflanzen im Garten. Er wird deshalb auch Herkulesstaude genannt. Es gibt zwei Arten – den Wiesenbärenklau und den Riesenbärenklau. Beide tragen große, weiße Blütenstände und sind für ihre Giftigkeit bekannt. Die Pflanzen lösen starke Verbrennungen auf der Haut aus, wenn man mit ihnen in Berührung kommt.

Giftigkeit des Bärenklaus

Giftigkeit des Bärenklaus


Sowohl der Riesen- als auch der Wiesenbärenklau enthalten Furocumarine. Mit diesen Pflanzenstoffen schützt sich Bärenklau vor Fressfeinden. Furocumarine sind Bestandteile des Pflanzensaftes. Dieser befindet sich in den Stängeln, den Blüten und Blättern.

Pflücken oder schneiden Sie den Bärenklau, werden diese Pflanzenteile verletzt und der Pflanzensaft tritt aus. Gelangen die Furocumarine auf die Haut und werden zusätzlich den UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt, entsteht eine phototoxische Reaktion. Diese Reaktion löst auf der Haut Verbrennungen ersten bis zweiten Grades aus, die sehr schmerzhaft sind. Auch mit getrockneten Blüten, Blättern und Samen des Bärenklaus sollten Sie vorsichtig umgehen, denn diese enthalten noch Furocumarine und können Verletzungen auslösen.

Beide Arten des Bärenklaus lösen diese Hautreaktionen aus, allerdings ist der Riesenbärenklau weitaus giftiger als der Wiesenbärenklau. Folgende Symptome können durch die Berührung mit dem Riesenbärenklau auftreten:

  • Rötungen und Juckreiz
  • Schwellungen und Blasenbildung
  • Ausschlag

Durch das Einatmen der ätherischen Öle, die im Pflanzensaft enthalten sind, kann es zu Übelkeit und Reizung der Schleimhäute kommen. Es ist möglich, dass diese Beschwerden erst verzögert, zwei bis drei Tage nach dem Kontakt, auftreten.

Erste Hilfe nach Kontakt mit Bärenklau

Erste Hilfe nach Kontakt mit Bärenklau
Sind Sie in Kontakt mit Bärenklau gekommen, sollten Sie die betroffenen Hautstellen gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Sollten bereits Hautreaktionen zu erkennen sein, helfen kalte Kompressen. Meiden Sie die Sonne und gehen Sie nicht schwimmen. Sind größere Hautareale betroffen bzw. die Schmerzen stark, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies gilt besonders für Kinder.
Es kann mehrere Wochen dauern, bis die Verletzungen vollständig abgeheilt sind.

Expertentipp

Schützen Sie sich vor Verletzungen durch den Bärenklau, indem Sie langärmelige Kleidung tragen und stellen Sie sicher, dass Kinder oder auch Haustiere nicht mit Bärenklau in Kontakt kommen können.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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