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Schädlinge

Bambus hat Läuse – was tun?

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Bambus hat Läuse - was tun

Eine Bambushecke zaubert einen Hauch fernöstlicher Gartenkultur direkt vor die Haustür. Zudem ist die Bambuspflanze dafür bekannt pflegeleicht und gleichzeitig widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen zu sein. Kommt es dennoch einmal zu einem Befall, sollte rasch gehandelt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Einen Befall mit Läusen sicher erkennen

Einen Befall mit Läusen sicher erkennen


Untersuchen Sie den potentiell erkrankten Bambus genau. Blattläuse sind Schädlinge, die sich vom Saft der befallenen Pflanze ernähren. Sie vermehren sich rasch und bilden Kolonien. Bevorzugt setzen sie sich an junge Triebe und können dort bei starkem Befall zu Kümmerwuchs führen. Zudem bevorzugen die Läuse die Blattunterseite. Obwohl Blattläuse nur wenige Millimeter große sind, können sie hier auf Grund ihrer schieren Anzahl leicht entdeckt werden. Sie führen zu Verfärbungen und Kräuselungen befallener Blätter, die schließlich abfallen.

Ein weiteres Warnzeichen für einen Lausbefall ist ein klebriger Film auf den Blättern. Er entsteht durch die Ausscheidungen der Laus, dem so genannten Honigtau. Da er einen idealer Nährboden für Pilze darstellt, siedeln diese sich zusätzlich auf der geschwächten Pflanze an. Der klebrige Honigtau verfärbt sich in solchen Fällen dunkel.

Neben der Blattlaus können auch Wollläuse den Bambus befallen. Sie zeichnen sich durch die Bildung watteartiger Kugeln aus, die an den Trieben oder auch wurzelnah zu finden sind.

Die Schmierlaus ist ebenfalls ein typischer Schädling. Sie verbirgt sich unter einer weißen Schicht, deren Fäden an die Gespinste der Wollläuse erinnern.

So befreien Sie Bambus von Läusen!

So befreien Sie Bambus von Läusen!
Bei leichtem Befall können Sie den Bambus mit Wasser abspritzen, doch werden auf diesem Weg niemals alle Läuse vertrieben. Stark betroffene Pflanzenteile sollten radikal entfernen werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Ein effektiver Weg die Schädlinge längerfristig in die Flucht zu schlagen, ist der Einsatz ihrer natürlichen Feinde. Marienkäfer, Flor- und Schwebfliegen oder Schlupfwespen werden zu Verbündeten gegen die Läuseplage. Sie können diese Nützlinge ganz einfach online bestellen und in Ihrem Garten zusätzlich ansiedeln.

Ehe ein Insektizid aus dem Fachhandel angewandt wird, lohnt sich der Einsatz eines selbst hergestellten Spritzmittels aus Pflanzen, die von den Läusen gemieden werden.

Zur Herstellung geeignet sind:

  • Brennnesseln
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Oregano
  • Schwarzer Tee

Auch Wasser-Essig oder Wasser-Rapsöl-Mischungen vertreiben die Blattläuse. Aus gewöhnlichem Spülmittel oder Kali-Seifenlauge kann verdünnt ein wirksames Spritzmittel hergestellt werden. Allerdings können diese Mischungen auch angegriffene Pflanzen weiter schwächen und so für Krankheiten noch empfindlicher machen.

Gegen einen Wurzelbefall helfen Spritzmittel nicht. Bei Topfpflanzen empfiehlt sich ein Austausch der Erde. Das Behältnis sollte gründlich gereinigt, desinfiziert und am besten mit einem natürlichen Sud aus einer der oben aufgelisteten Pflanzen ausgespült werden. Bei Bambus im Garten sollten Pflanzenschutzstäbchen zum Einsatz kommen, die in den Erdboden gesteckt werden.

Expertentipp

Wer nicht selbst ein Spritzmittel anfertigen möchte, kann dennoch auf den Einsatz von Chemie verzichten. Auf Basis von natürlichen Abwehrstoffen wie Rapsöl oder Oregano gibt es biologisch verträgliche Sprühmittel gegen Läuse zu erwerben.

Häufig gestellte Fragen

Wie beuge ich Läusen vor?

Pflanzen Sie zur Abwehr Lavendel, Ringelblume, Knoblauch oder Salbei in die Nähe gefährdeter Pflanzen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/efenzi

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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