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Pflanzenvermehrung

Blauregen vermehren

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Blauregen vermehren

Verspielt und romantisch bringt der Blauregen (Glyzinie) die angesagte cottagecore Ästhetik auch in Ihren Garten. Die Pflanze ist besonders wegen ihrer vollen Blütenpracht beliebt, und wächst bis zu 10m in die Höhe, wobei sie sich besonders gerne an Hauswänden oder Toren entlangwindet. Wenn die Glyzinie nun Ihr Interesse geweckt hat, oder Sie schon Fan sind und Ihren eigenen Blauregen vermehren möchten, haben wir einige Tipps für sie. Den Blauregen zu vermehren ist nämlich selbst für Laien keine allzu große Schwierigkeit. Sie haben je nach Ausgangsituation verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Jedoch kann es sein, dass Sie etwas Geduld haben müssen, da es nämlich mehrere Jahre dauern kann, bis die Glyzinie ihre volle Blühkraft erreicht.

Blauregen mit Absenkern vermehren

Blauregen mit Absenkern vermehren


war können Sie diese Methode nur im Frühjahr anwenden, dafür haben Sie aber ein recht sicheres Ergebnis, weshalb es auch die beliebteste Methode ist. Gerade der Blauregen ist dafür auch besonders geeignet, weil er schon recht nah am Boden Äste bildet, die stark genug sind. Suchen Sie sich einen Ast recht weit unten aus. Er sollte nicht zu dünn, aber trotzdem noch elastisch genug sein. Schneiden Sie unten in den Trieb eine Kerbe, die etwa ein Drittel tief in den Querschnitt des Astes hineingeht, ein, und stecken Sie ein Steinchen in die Schnittstelle.

So schicken die ersten Wurzeln nicht zu viel der Kraft aus dem Boden an die Mutterpflanze und können stärker wachsen. Graben Sie den Ast ca. 15cm tief in die Erde ein, sodass aber noch gute 20cm herausragen, bevor er mit dem Mutterstamm verbunden ist. Es ist empfehlenswert, den Teil, der sich unter der Erde befindet mit etwas Draht, einem Zelthering oder einem Stein im Boden zu befestigen. Bevor Sie den Absenker von der Mutterpflanze trennen, muss er unbedingt genug Wurzeln haben. Wenn möglich warten Sie, um sicherzugehen bis zum nächsten Frühjahr.

Warten Sie mit dem Umpflanzen jedoch nicht zu lange, da die Wurzeln sonst schon zu tief ins Erdreich ragen, und Sie sie dann kaum ausgraben können, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Der eigenständige Absenker mag am liebsten sandig-humose Erde, also locker, aber nicht zu trocken und nährstoffarm. Gießen Sie ihn zu Anfang gut und regelmäßig, sodass er genug Feuchtigkeit bekommt.

Blauregen durch Stecklinge vermehren

Blauregen durch Stecklinge vermehren
Der Vorteil an Stecklingen ist die Unabhängigkeit von einer Mutterpflanze. Wenn Ihnen jemand also ein paar Stecklinge schenkt können Sie diese gleich mit nach Hause nehmen und Ihr Glück versuchen. Benutzen Sie im Frühjahr einjährige Triebe, im Sommer lieber welche aus dem gleichen Jahr. Das Stück sollte nicht zu groß sein, 8-15cm reichen also vollkommen aus. Setzen Sie nun die zarten Äste in Töpfe mit Gartenerde. Auch hier muss die Erde recht feucht gehalten werden. Vermeiden Sie jedoch Staunässe. Sie machen es sich einfacher, wenn Sie Steine, darauf etwas Kies und dann Sand auf den Boden des Topfes geben. So kann überschüssiges Wasser unten zusammenfließen. Der Steckling mag Halbschatten, also genügend Licht, aber keine direkte Mittagssonne. Wenn Wurzeln auf der Oberfläche der Erde sichtbar sind, ist das Pflänzchen bereit, in den Garten umgesiedelt zu werden.

Blauregen mit Samen vermehren

Blauregen mit Samen vermehren
Am schönsten ist es natürlich, Blauregen mit den eigenen Samen zu vermehren. Sie erhalten die Samen aber auch einfach in Gartenfachhandel oder im Internet. Selber ernten können Sie die Samen am besten gegen Ende des Julis. Dann sind die länglichen Schoten ausgereift. Warten Sie, bis die Schoten von selbst aufplatzen, und legen Sie sie solange an einen sicheren, trockenen Ort. Haben sie Ihnen ihren Inhalt offenbart, ritzen Sie die Samen leicht an, und legen Sie sie in Wasser ein. Nach ca. 24 Stunden sind die Samen dann bereit, um eingepflanzt zu werden.

Nun brauchen die Samen Anzuchterde, die Sie aber mit etwas Sand vermischen sollten. Betten Sie die Samen lediglich auf der Erde, ohne sie vollständig damit zu bedecken. Nun benötigen die Samen Feuchtigkeit und Wärme. Sie unterstützen das Wachstum, indem Sie eine Folie über den Topf spannen und regelmäßig gießen. Vergessen Sie aber auf keinen Fall, diese täglich zu lüften! Und jetzt heißt es Geduld… Die Samen brauchen nämlich bis zu 2 Monate, bis sie beginnen zu keimen. Sind kleine Pflänzchen entstanden, behandeln sie diese wie die Ableger.

Expertentipp

Um Blauregen seine volle Blühkraft erhalten zu lassen, schneiden Sie ihn im Spätsommer ruhig ziemlich radikal zurück, da er nur an kurzen Ästen blüht. Wenn Sie Nebentriebe gut kürzen, bilden sich hier neue Triebe, die wieder viele der hübschen Blüten tragen. Außerdem ist die Glyzinie bis 20 Grad unter Null winterfest und braucht keinen Schutz vor Kälte.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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