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Pflanzenvermehrung

Canna aus Samen vermehren

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Canna aus Samen vermehren

Canna ist auch als Indisches Blumenrohr bekannt. Möchte man diese Pflanze vermehren, so ist eine Möglichkeit hierzu die Gewinnung von Samen im Herbst, welche man dann im darauffolgenden Frühjahr aussät. Alternativ sind die Samen auch im Gartenfachhandel erhältlich.

Cannas aus Samen zu ziehen ist ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Während die meisten Hobbygärtner ihre Pflanzen bevorzugt aus Knollen vermehren, da dies unkompliziert und schnell geht, bietet die Vermehrung durch Samen jedoch den Vorteil, ganz neue Sorten züchten zu können. Bevor man die Samen aber in kleine Blumentöpfe setzen kann, sind einige vorbereitende Schritte zu beachten.

Die Gewinnung von Samen

Um Samen zur Vermehrung der Canna zu gewinnen, sollte man zwingend abwarten, bis deren Früchte komplett ausgereift sind und diese bereits zu vertrocknen beginnen. Dann sind auch die Samen so weit gereift, dass sie einfach entnommen werden können. Die kleinen Samenkapseln beinhalten in der Regel jeweils zwei schwarze Samenkörner.

Vorbereitung der Samen

Vorbereitung der Samen


Bedingt durch die harte Schale, von welcher die Samen umgeben sind, ist es möglich, diese über viele Jahre aufzubewahren. Sollte jedoch eine zeitnahe Keimung erwünscht sein, so sollte man die harte Schale mit Hilfe einer Nagelfeile oder auch mit Schleifpapier so lange anfeilen, bis das Weiße im Inneren der Schale zum Vorschein kommt. Nimmt man diesen Schritt nicht vor, so dauert es in der Regel sehr lange bis die Samen keimen können. Beschleunigt man die Keimung auf diese Weise, ist es möglich, die jungen Cannas noch im gleichen Jahr in das Freiland zu pflanzen. Um die empfindlichen Kerne der Samen dabei nicht zu beschädigen, sollte man äußerst sorgfältig vorgehen. Sehr nützlich kann auch eine Spitzzange sein, um die einzelnen Samen festzuhalten, da bei diesem Vorgang etwas Druck nötig ist.

Keimung

Keimung
Hat man die Samen wie beschrieben behandelt, so wird in einem nächsten Schritt die Keimung angeregt. Dazu werden die Samen zwei Tage lang in warmes Wasser gelegt. Im Anschluss daran werden die Pflanztöpfe mit Substrat gefüllt und die Canna-Samen etwa zwei Zentimeter tief in die Erde gegeben. Damit die Keimung erfolgreich sein kann, sollte man auf ausreichend Feuchtigkeit sowie auf optimale Wärmebedingungen achten. Die Samen sollten regelmäßig mit Wasser versorgt werden, so dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt. Weiterhin ist es sinnvoll, die Pflanztöpfe mit einer Abdeckung zu versehen.

Aussaat

Aussaat
Sobald die Samen erfolgreich keimen konnten, darf die Abdeckung entfernt werden. Nun können die jungen Canna-Pflanzen auf der Fensterbank weiterkultiviert werden. Ein Umtopfen in ein größeres Pflanzgefäß ist nötig, sobald die ersten Wurzeln unten aus dem Topf zum Vorschein kommen.

Die Pflanzen können in das Freiland umgezogen werden, sobald keine Gefahr mehr durch Frost herrscht. Jedoch ist ein schattiger Standort empfehlenswert, da die Canna besonders in der Anfangsphase auf direkte Sonneneinstrahlung sehr empfindlich reagieren kann. Bei Bedarf kann man auch zu Gartenvlies greifen und die Pflanze in den ersten Tagen abdecken.

Expertentipp

Da Cannas Wärme bevorzugen, ist es empfehlenswert, sowohl das Substrat vor der Verwendung aufzuwärmen als auch die Pflanztöpfe während der Keimung auf einer Heizung oder alternativ auf einer Heizmatte zu platzieren.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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